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Kritik: Contraband

Gut, dass wir darüber gesprochen haben. – Nach diesem Prinzip funktioniert der Schmuggel-Thriller „Contraband“, dessen handelnde Personen fast jede Aktion vorab so ausführlich bereden, dass sie auch der letzte Zuschauer in der allerletzten Reihe des Kinos versteht. Dabei greift er ein Motiv auf, dass schon in zahlreichen Filmen zuvor behandelt wurde: Ein ehemals Böser will ein richtig Guter werden, doch dann holt ihn seine Vergangenheit wieder bös’ ein. Gedreht hat dieses US-Remake des isländischen Überraschungserfolges „Reykjavik – Rotterdam: Tödliche Lieferung“ aus dem Jahre 2008 Baltasar Kormákur. Ein in seiner Heimat Island sehr populärer Schauspieler und Regisseur („101 Reykjavik”), der auch im Original die Hauptrolle gespielt und nun den Schritt nach Hollywood gewagt hat.

Im Mittelpunkt des Films steht Chris Farraday (Mark Wahlberg), eine Schmuggler-Legende, der seiner Frau (Kate Beckinsale) und seiner zwei Kinder wegen inzwischen ein bürgerliches Leben führt. Bis zu dem Tag, an dem sein jugendlicher Schwager (Caleb Landry Jones) eine groß angelegte Schmuggelaktion versemmelt. Und nun dem skrupellosen Gangster Tim Briggs (Giovanni Ribisi) eine Menge Geld schuldet. Der will jetzt die Schulden bei Chris eintreiben, setzt ihn mächtig unter Druck und bedroht dabei vor allem seine Familie. In seiner Not beschließt Chris mit ein paar Männern daher einen letzten großen Deal. Er fährt nach Panama, will dort im großen Stil Falschgeld besorgen und es in die USA schmuggeln. Doch dabei läuft fast alles schief. Und der Druck durch Biggs wird immer größer.

Obwohl die Geschichte selbst nicht viel Neues zu bieten hat, ist der Film alles in allem recht spannend. Wahlberg macht seine Sache ganz ordentlich, obwohl er ein wenig zu routiniert agiert. Auch Beckinsale überzeugt darstellerisch, spielt im Film jedoch eher eine untergeordnete Rolle. Und Ribisi ist als Biggs eine echte Naturgewalt. Er neigt zwar ein wenig zum Overacting, erinnert dabei aber bisweilen an den großen Klaus Kinski. Kurzum: „Contraband“ ist gewiss keine filmische Offenbarung, unterhält aber dennoch auf angenehme Weise.

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