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Kampf dem Terrorismus
Na endlich: Terrorists Prohibited from Using iTunes
Sicherheit: perfekt!
Neue Maßnahmen im Kampf gegen den Terrorismus stellt das Schweizer Blog “Lupe” in Wort und Bild vor. Sie garantieren uns vor allem eines: absolute Sicherheit.
Dumme teure Scherze
Beim Terrorismus hört der Spaß auf. Und selbst dümmste Scherze können für den vermeintlichen Witzbold richtig teuer werden. Wie teuer, das hat kürzlich ein Beitrag in dem lesenswerten Blog „Basic Thinking“ beschrieben. Schon vor sechs Jahren hatte demnach eine Studentin die abwegige Idee, den Betrieb auf dem Flughafen Düsseldorf lahmzulegen, weil sie nicht mit ihrem Freund in den Urlaub fliegen wollte. Offenbar wollte oder konnte sie das ihrem Ex- oder Immer-noch-Geliebten nicht gestehen, griff lieber zum Telefon und drohte dann im Namen natürlich von Al Quaida. – Die Folgen: zwei Jahre auf Bewährung und 200000 Euro Schadenersatz. Was aus der explosiven Freundschaft wurde, das ist leider nicht bekannt. Und was Al Quaida davon hält, leider auch nicht.
Nicht in Düsseldorf, sondern in Stuttgart spielte Anfang Januar der zweite Fall. Bei der Sicherheitskontrolle machte ein 42-Jähriger einen Witz über Sprengstoff in seiner Unterhose. Komischerweise war er wohl der einzige der das lustig fand. Aus seiner Flugreise wurde jedenfalls nichts und zusätzlich gab es noch 1000 Euro Strafe. – Wenn übrigens schlechte Scherze zukünftig mit Geldstrafen belegt werden, dann bedeutet das wohl das baldige Aus für unsere Comedy-Szene.
Und das dritte Beispiel für kostspieligen Unfug ist eine Terrorwarnung 2.0, also eine mittels dem Kurznachrichten- und Quasseldienst Twitter. Schauplatz ist der Robin Hood Airport in Sheffield und Möchte-gern-Terrorist der 26-jährige Brite Paul Chambers, der am 15. Januar dieses Jahres in den Urlaub fliegen wollte. Als er allerdings am 6. Januar erfuhr, das der Flughafen wegen schwerer Schneefälle vorübergehend geschlossen werden sollte, regiert er alles andere als britisch gelassen. Wütend teilte er über Twitter seinen Freunden (und damit auch der Twitter-Welt) mit: „Robin Hood-Flughafen ist geschlossen. Ihr habt eine Woche und ein bisschen, um euren Scheiß auf die Reihe zu bekommen, sonst sprenge ich den Flughafen himmelhoch in die Luft!!”
Von dieser Drohung, die eigentlich kein normaler Mensch ernst nehmen kann, erfuhr auf mir unbekannte Weise auch die Polizei – und die Folge: Hausdurchsuchung samt Beschlagnahmung von iPhone, Laptop und PC, ein Verfahren wegen Verstoßes gegen den sogenannten „Terrorism Act“, außerdem Job-Verlust und lebenslanges Hausverbot auf dem Flughafen. Und Paul Chambers ist damit der erste Brite der wegen einer Twitter-Nachricht verhaftet worden ist. Das ist ja auch was.
(Netzgeflüster aus der Hannoverschen Allgemeinen vermutlich vom 21.01.)