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Kritik: The Way Back

Nach achtjähriger schöpferischer Pause ist Peter Weir wieder da mit dem ungewöhnlichen Kinoabenteuer „The Way Back“. Bekannt wurde der 66-jährige australische Regisseur bei uns bereits 1975 mit „Picknick am Valentinstag“, und dann folgten später Meisterwerke wie „Der Club der toten Dichter“ (1989) oder „Die Truman Show“ (1998). Und auch in seiner neusten Arbeit geht es wie in fast all seinen Filmen, um die existenzielle Sehnsucht nach Freiheit. Ältere deutsche Zuschauer werden sich dennoch vor allem an den ganz frühen Fernsehklassiker „So weit die Füße tragen“ erinnert fühlen, der 1959 der erste sogenannte Straßenfeger des deutschen Fernsehens gewesen und 2001 als Kinofilm neu verfilmt worden ist.

Wie in dem deutschen Fernsehmehrteiler wird hier nämlich die Geschichte einer schier unglaublichen Flucht geschildert. Vorlage sind die Memoiren des polnischen Gulag-Häftlings Slavomir Rawicz, deren Wahrheitsgehalt aber höchst umstritten ist. Was Weir offensichtlich aber nicht interessiert hat. Im Mittelpunkt des klassisch, beinahe – wegen seiner betont ruhigen Erzählart – altmodisch anmutenden Films steht der polnische Kavallerie-Offizier Janusz (Jim Sturgess), der 1940 bei einer stalinistischen Säuberungsaktion der Spionage beschuldigt, verurteilt und nach Sibirien in ein Straflager deportiert wird. Dort soll er 20 Jahre absitzen, doch Janusz kennt nur einen Gedanken: Flucht in die Freiheit.

Während eines Schneesturms sieht er seine Chance gekommen. Zusammen mit dem Amerikaner Smith (Ed Harris), dem Schauspieler Khabarov (Mark Strong), dem jugoslawischen Buchhalter Zoran (Dragos Bucur), dem jungen Kazik (Sebastian Urzendowsky), dem Künstler Tomasz (Alexandru Potocean), dem lettischen Priester Voss (Gustaf Skarsgard) und dem brutalen Gangster Valka (Colin Farrell) flieht er tatsächlich Richtung Süden, Richtung Indien. Und es beginnt ein unfassbarer Fußmarsch von mehr als 6500 Kilometer, den am Schluss nur vier der Männer überleben werden. Und obwohl die verschiedensten Naturgewalten der größte Feind dieser Gruppe sind, sind gerade sie beeindruckend bebildert wurden. Aber auch die darstellerische Leistung der Akteure ist sehenswert.

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