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Kritik: Wir kaufen einen Zoo

Gut sechs Jahre lang hat sich der Regisseur von so bekannten Werken wie „Jerry Maguire“ oder „Almost Famous“ eine schöpferische Pause gegönnt. Und nun legt Cameron Crowe mit „Wir kaufen einen Zoo“ einen Wohlfühl-Film vor, der so klischeehaft amerikanisch ist, dass es einem tatsächlich die sprichwörtlichen Schuhe auszieht. Dabei beruht die Vorlage auf einem autobiographischen Buch des britischen Journalisten und Zoobesitzers Benjamin Mee. Seine Geschichte hat Crowe jedoch von England in die USA verlegt und Mees geliebte Frau stirbt in der Vorlage erst nach dem Erwerb des Zoos und nicht wie im Film schon Monate vorher.

Nach ihrem Tod gerät der gefragte Journalist Benjamin (Matt Damon) in eine tiefe Krise. Beruflich verliert er jegliches Interesse, er muss sich mehr schlecht als recht um seine zwei Kinder kümmern. Und da ihn in seiner gewohnten Umgebung nahezu alles an seine Frau erinnert, beschließt er umzuziehen. Schnell findet er auch das ideale Haus, doch leider hat es einen Haken. Zum Anwesen gehört ein stillgelegter Zoo mit Tieren und Personal, die der Käufer mit übernehmen muss. Dennoch kauft Benjamin das Haus und wird so über Nacht als absoluter Laie zum Zoobesitzer.

Und von da an aber geht’s bergauf. Zwar gibt’s es allerlei diffizile Probleme, auch finanzieller Art, doch der Film hält sich bis zum Schluss an die positive Botschaft: „Wenn du was aus den richtigen Gründen tust, kann dich nichts aufhalten.” Private, zwischenmenschliche und sogar seelische Konflikte werden dabei mit einer so unglaublichen Leichtigkeit gelöst, dass nicht nur Pessimisten beim Zuschauen ins Staunen geraten. Dazu wird auf sentimental kitschige Weise das hohe Lied der Familie angestimmt. Und wenn Stars wie Matt Damon und Scarlett Johansson als Tierpflegerin nicht so überzeugend ihren Job machen würden, wäre der Film wohl überhaupt nicht zu ertragen.

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