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Kritik: A Nightmare on Elm Street

Schon ganz schön lange her! Und jüngere Leute kennen daher wohl Freddy Krueger bestenfalls aus dem Fernsehen, aus einer der zahlreichen Wiederholungen seiner grusligen Abenteuer. Bereits 1984 schlug nämlich im Kino Kruegers Geburtsstunde in „Nightmare – Mörderische Träume“. Regie führte damals kein Geringerer als Wes Craven, spätestens seit seiner „Scream“-Reihe selbst eine Kultfigur des Horrorfilm-Genres. Johnny Depp spielte in dem Streifen seine erste Kinorolle. In weiteren sieben Filmen und in einer Fernsehserie tauchte in den folgenden zwei Jahrzehnten Krueger dann noch auf, um mit seinem Messerhandschuh Kinder und Jugendliche der US-Provinzstadt Springwood in ihren Albträumen heimzusuchen und sie meist unschön zu ermorden. Aus teuflischer Rache für sein eigenes unglückliches Schicksal. Und jedes Mal verkörperte Robert Englund diesen fiktiven Serienmörder, der im Lauf der Zeit sich leider zu einem unfreiwillig komischen Unhold entwickelte.

So war es wohl höchste Zeit diese Figur im digitalen Zeitalter zu neuem Leben zu erwecken, moderner, frischer und damit wesentlich zeitgemäßer als in den mittlerweile doch arg angestaubten Filmen des vorigen Jahrhunderts. Die Hauptrolle allerdings hat Jackie Earle Haley übernommen, der aus dem bekannten matschigen Pizza- ein schlüpfriges Fisch-Gesicht gemacht hat. Auch die Taten, die ihn in seiner Jugendzeit zum Mörder werden ließen, sind nun explizit sexueller Natur. Und die Jugendlichen, die er jetzt in „A Nightmare on Elm Street“ (Regie: Samuel Bayer ) jagt, tauschen sich inzwischen natürlich übers Internet aus, trinken bullige Koffeingetränke und schlucken Speed-Pillen, um dadurch krampfhaft wach zu bleiben.

Denn sobald sie einschlafen, drohen ihnen schlimmste Albträume, in denen dann unser Freddy Krueger blutig die Hauptrolle spielt. Doch eines seiner potentiellen Opfer entpuppt sich als richtig zähes Wesen: Nancy (Rooney Mara), die sich mit ihrem Freund Quentin (Kyle Gallner) mutig zu wehren weiß. Der Rest ist dann fast wie immer. – Und obwohl eingefleischte Nostalgiker allein schon aus Prinzip über dieses Remake, das eigentlich mehr eine Fortsetzung der Horror-Reihe ist, bestimmt die Nase rümpfen werden, ist es alles in allem durchaus gelungen. Es gibt also genügend Anlässe sich höllisch zu erschrecken, sich zu fürchten, aber auch sich zu amüsieren über abgefahrene Freddy-Krueger-Sprüche und über manchen unfreiwillig komischen Unsinn dieser Kinogeschichte. Kurzum: das Ganze ist für Horrorfans ein durchaus sehenswerter Spaß. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Weitere Infos in der IMDb

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