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Welpen-Schule

Auch für Hunde war das Leben früher irgendwie einfacher. Sie konnten den ganzen Tag herumtollen, fressen, spielen, schlafen, bellen und knurren, also einfach nur Hund sein. Und sie mussten vor allem nicht in die Schule. Wie unser Mops Oskar. Er ist zwar gerade erst drei Monate alt, besucht aber schon seit zwei Wochen die sogenannte Welpen-Schule. Eine Mischung aus Krabbelgruppe und Vorschule für Vierbeiner, die sich unter der Leitung einer Hundepädagogin (oder wie man das nennt) regelmäßig in der Eilenriede trifft. Und in der viel gespielt und eben auch gelernt wird.

Kommandos zum Beispiel werden dort geprobt. Also: Sitz, Platz, Bleib, Komm, Pfui und so weiter. Und vermutlich glaubt Oskar inzwischen, dass Menschen keine ganzen Sätze sprechen können, sondern dass es sich bei seiner menschlichen Umgebung um äußerst einsilbige Wesen handelt: Sitz!! Fein!! Gut!!! Falls unser Kleiner uns Menschen nun deswegen für arg beschränkt, ja rhetorisch unterbelichtet hält, dann ist das verständlich, aber natürlich falsch. Wir können nämlich schon, wenn wir wollen, ganze Sätze sprechen – nur eben nicht wenn wir unsere Hunde anreden. Die übrigens sogar mit dem gefährlich zweideutigen „platz!“ leben müssen. Denn man stelle sich bloß einmal vor, ein Hund würde das wirklich wörtlich nehmen. Gruslig, nicht wahr?!

Jedenfalls hat Oskar die Art der Kommunikation in unserem kleinen Haushalt enorm verändert. Selbst wenn ich nicht vor Ort bin, höre ich oft aus dem Hintergrund, vor allem aus der Küche, die schon genannten knappen Kommandos in verschiedenster Reihenfolge. Und obwohl ich weiß, dass damit unser kleiner Chaot gerade den nötigen erzieherischen Schliff bekommen soll, hört sich das leider für meine Ohren doch ziemlich bescheuert an. Ich habe eben als Nicht-Gedienter, „Ersatzreserve 2“ hieß das früher, große Probleme mit solch militärisch kurzen Befehlen. Und spreche daher meistens auch zu Oskar in ganzen Sätzen – zum Beispiel: Leg dich mal dahin, ich komme gleich wieder. Komischerweise werden solch rhetorische Perlen der Mensch-Hund-Kommunikation von ihm schlichtweg ignoriert. Und wenn er sich dennoch mal freiwillig vor mich hinsetzt, dann will er einfach nur eine leckere Belohnung. Das habe ich inzwischen gelernt! Auch ohne Leckerli!!

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter:
  1. toldi
    August 10, 2010 um 7:48 pm

    Oskar wird sicherlich noch ein echter Wachhund und Schutzhund.

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