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Kritik: Beilight – Biss zum Abendbrot

Dass eine amerikanische Produktion mal bei uns einen wirklich originellen deutschen Titel erhält, ist eine große Seltenheit. Und bei „Beilight – Biss zum Abendbrot“ ist er sogar das Beste vom ganzen Film, den Jason Friedberg und Aaron Seltzer inszeniert haben. Beide sind als Regisseure und/oder als Drehbuchautoren seit mittlerweile gut zehn Jahren an Filmparodien leitend beteiligt. Und während ihre erste Streifen, die „Scary-Movie“-Reihe, noch leidlich lustig gewesen sind, enttäuschten ihre späteren Arbeiten wie „Date Movie“ oder „Meine Frau, die Spartaner und ich“. Ja, sie wirkten wie lustlos heruntergekurbelte Genre-Parodien mit oft leider miserablen Akteuren. Dabei haben solche Filmparodien in Hollywood eine lange Tradition. Zu den ersten zählte 1925 der Western „Der Cowboy“, oder man denke nur an „Die nackte Kanone“ und den kongenialen „Tanz der Vampire“.

Auch hier geht es um Blutsauger. Vorbild ist der keusche Teenie-Schmachtfetzen „Twilight – Biss zum Morgengrauen“, der von der hochkomplizierten Liebe zwischen dem Vampir Edward Cullen und der wunderhübschen Nicht-Vampirin Bella Swan erzählt. In der Parodie heißen die zwei Liebenden Edward Sullen (Matt Lanter) und Becca Crane (Jenn Proske). Mit dabei ist auch als potentieller Lover ein echter Werwolf namens Jacob, der allerdings mit einem buschigen Schwanz daherkommt und als einer der wenigen komödiantischen Höhepunkte an Hydranten uriniert – wie ein Hund eben. Außerdem gibt es jede Menge sich durchknallt gebende Figuren beispielsweise eine Combo, die ausschaut wie die Hip-Hop-Band Black Eyed Peas.

Wer die „Twilight“-Saga gesehen hat, wird vieles wiedererkennen. Bloß leider noch schlechter gespielt und inszeniert als im Original. Auch einigermaßen lustige Einfälle sind selten, die besten Gags findet man allesamt in dem auch nicht besonders witzigen Trailer. Und wer von einer Parodie erwartet, dass sie das Typische des Vorbilds aufgreift und dann absurd überspitzt, der sitzt hier sowieso im falschen Film.

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  1. September 9, 2010 um 10:01 pm

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