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Die sind wech!

Wer hat sich das denn ausgedacht? Über Nacht waren sie nämlich plötzlich weg die fünf Altglascontainer, die offensichtlich seit Menschengedenken an unserem alten Bunker gegenüber der Dreifaltigkeitskirche gestanden haben. Dass sie sogar noch vor dem Bunkerbau dort gewesen sind, ist jedoch vermutlich nur ein Gerücht. Zwar sind die Container nicht ganz verschwunden, sondern nur umgezogen auf die andere Straßenseite, wo sie nun in einer Parkbucht unter einem Baum stehen und dort genau drei der seltenen Parkplätze in unserer Oststadt versperren.

Dennoch ist dieser überaus radikale Eingriff in unser beschauliches Stadtbild nun in unserer Nachbarschaft Gesprächsthema Numero Eins, wie mir auch der Zeitungshändler um die Ecke bestätigt hat. Schon früh morgens tauchte dort ein älterer Herr auf, der irritiert feststellte: „Die sind wech!“ Eine Aussage, die noch am selben Vormittag von einem Kunden mit holländischem Immigrationshintergrund und entsprechendem Akzent bestätigt wurde: „Glas ist wech!“ Beide haben natürlich schlicht übersehen, dass die Container gar nicht ganz „wech“, sondern eben nur ein bisschen „wech“ sind.

Doch mit diesem Fehlurteil waren die zwei beileibe nicht allein. Als ich gegen Mittag kurz mit unserem Mops Oskar Gassi ging, habe ich gleich erstaunliche vier Leute beobachten können, die auf dieses „Wechsein“ schwer verunsichert reagiert haben. Obwohl man eigentlich schon von weitem sehen kann, dass die Container umgezogen sind, gingen sie zielgenau mit Taschen oder Beuteln voller Altglas auf die nicht mehr vorhandenen blechernen Ungetüme zu, wollten – wie offenbar seit Jahrzehnten (Ja, die hat bestimmt schon der Führer dort hingestellt!) – gerade ihre Flachen entsorgen, um dann verwundert festzustellen: Die sind wech. Und noch verwundert schauten danach alle vier um sich: achselzuckend, ein wenig bedröppelt und äußerst ratlos.

Ich habe dann natürlich diesen Leuten geholfen mit hilfreichen Fingerzeigen. Eine Hilfe, die die verunsicherten Altglasentsorger auch gern annahmen. Aber, habe ich mich dabei gefragt, wenn jetzt schon nicht mehr auf Altglascontainer Verlass ist, auf was kann man sich dann überhaupt noch verlassen? Und wer hat sich das denn überhaupt ausgedacht?

die gibt’s nur noch bei Google Street View

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter: ,
  1. toldi
    Februar 3, 2011 um 8:41 pm

    Immer diese Neuerungen.
    Würde nie auf die Idee kommen die Kiste
    Herrenhäuser Bier zu Hause umzustellen.

    Werden unser lieb gewordenes Linden in wenigen Tagen
    verlassen aber das Bier bleibt bis zum Schluss am Platz.

  2. Februar 4, 2011 um 10:29 am

    Wie man dafür drei Parkplätze opfern kann, ist mir komplett unverständlich! Welcher Vollpfosten hat das entschieden??

  3. Februar 4, 2011 um 11:30 pm

    3 container reichten einfach nicht für die bierflaschen von herrn corinth. jetzt sind es wenigstens schon mal 5

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