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Archive for März 2011

Rah dah dah dah dah dah dah dah

März 31, 2011 1 Kommentar
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Er hat einen Computer

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Netzgeflüster: Pornos, ja bitte!

März 30, 2011 1 Kommentar

Mal ein wichtiger Tipp an unsere männlichen Leser. Was Männer nämlich auf ihren Computer unbedingt haben sollten, damit sie nicht verdächtig sind, das hat kürzlich Rechtsanwalt Udo Vetter in seinem Law-Blogverraten. Und keiner weiß so etwas besser als die Männer bei der Kriminalpolizei, die dort täglich beschlagnahmte PCs untersuchen. Auch der Computer eines von Vetters Mandanten war also bei der Kripo untersucht wurden – und dann stand anschließend im amtlichen Bericht: „Während der Untersuchung fiel auf, dass die Partition D frei von jeglichen pornografischen Darstellungen pp. ist. Dies ist auf der einen Seite genau so ungewöhnlich wie dasVorhandensein kinderpornografischer Dateien auf einem PC.“ weiter geht’s im HAZ-Netzgeflüster

 

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A wie Atom

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Kritik: Sucker Punch

Der Mann ist gut im Geschäft: Zack Snyder, der 2007 mit der Comicverfilmung „300“ weltweit erfolgreich war, danach – ebenfalls nach einem Comic – „Watchmen“ inszenierte und nach diesen filmischen Gewaltorgien bei dem dann überraschend jugendfreien Animationsfilm „Die Legende der Wächter“ die Regie übernahm. Nun ist mit ihm bereits in Vorbereitung ein weiterer Teil der „Superman“-Reihe, der im Dezember 2012 in die Kinos kommen soll, und auch eine Fortsetzung von „300“, Arbeitstitel „Xerxes“, ist geplant. Umso größer waren die Erwartungen bei „Sucker Punch“ (deutsch etwa: „überraschender Schlag“), bei dem Snyder erstmals auch das Drehbuch verfasste. Und umso größer ist nun die Enttäuschung. In den USA ist der 82 Millionen Dollar teure Film bereits mächtig gefloppt. Und auch bei uns, wo der Streifen jetzt anläuft, ist trotz der großen Werbekampagne ein Erfolg eher fraglich.

Im Mittelpunkt des donnernden Actionspektakels steht das Mädchen Babydoll (Emily Browning), das nach dem Tod seiner Mutter von seinem abrundtief fiesen Stiefvater in eine finstere Irrenanstalt gesteckt wird. Dort soll es durch eine Lobotomie, eine heute zum Glück nicht mehr übliche Gehirnoperation, ruhiggestellt werden. Vor dem Eingriff flüchtet es sich in die Fantasie. Dabei verwandelt sich in seiner Vorstellung die Irrenanstalt in ein plüschiges Bordell, wo es und vier weitere Mädchen (Jena Malone, Vanessa Hudgens, Jamie Chung und Abbie Cornish) die Kunden mit Tänzen unterhalten soll. Und beim Tanzen erlebt es dann wilde Befreiungs-Fantasmen.

Der fantastische Budenzauber, den Snyder dafür angerichtet hat, ist visuell schon beachtlich. Man erlebt mit den übertrieben aufgebrezelten und meist in aufreizenden Schulmädchenkostümen steckenden Mädels Szenen extremer Gewalt, bei denen die seltsamsten Figuren, japanische Samurai-Kämpfer, komisch wirkende Wehrmachtssoldaten oder riesige Kampfmonster, gleich in Kompaniestärke ins Gras beißen. Selbst ein feuerspuckender Drachen taucht auf und muss besiegt werden. Und all das spielt in Welten, die eine Mischung sind aus Comic- und Computerspiel-Szenarien.

Doch was das alles eigentlich soll, das erschließt sich beim Zuschauen nicht. Und man muss wahrscheinlich mehrere Semester Pataphysik an der Universität Karthago studiert haben, um den Sinn hier auf die Spur zu kommen. Bloß wer hat das schon? Schlimmer noch die Mädchen selbst sind zwar erstaunlich schlagfertig, wirken aber erschreckend blutleer und völlig charakterlos. Ihr Schicksal ist einem dann ziemlich schnell egal, nur ihr Schauwert ist groß. Und selbst der Schluss ist ziemlich albern.

 

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Und nun die Werbung

März 29, 2011 2 Kommentare
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So funktioniert Windows

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Spreewaldkrimi: Die Tränen der Fische

Es muss ja nicht immer nur „Tatort“ sein. Auch das ZDF hat in seiner Reihe von Montagskrimis durchaus Gutes zu bieten: Beispielsweise die „Spreewaldkrimis“, deren dritte Folge „Die Tränen der Fische“ nun nach „Das Geheimnis im Moor“ (2006) und „Der Tote im Spreewald“ (2009) als Fernsehfilm der Woche ausgestrahlt wird (am 28.3., 20.15 Uhr). Und deren Drehbuch erneut von Thomas Kirchner („Schicksalsjahre“) stammt. Einem Könner seines Fachs, der einen beiläufig gesprochenen Satz aus dem Film „Auch verschlungene Wege führen zum Ziel“ tatsächlich wörtlich genommen und eine gut konstruierte sowie äußerst komplexe, aber nie zu komplizierte Geschichte verfasst hat. Eine Story, die zudem exzellent zu der geheimnisvollen Landschaft des Spreewalds mit ihren verzweigten Sümpfen und Flüssen passt. Und wie die Landschaft gibt auch der Film erst ganz langsam seine Geheimnisse preis.

Im Mittelpunkt steht Harry Ritter (Uwe Kockisch), ein Gauner der alten Schule, der wegen eines Juwelenraubes im Gefängnis gesessen hat und nun nach 15 Jahre Haft freikommt. Sofort fährt er in seine alte Heimat, den Spreewald, wo er offenbar auch seine Beute versteckt hat. Und wo einen Tag nach seiner Freilassung ein alter Komplize von ihm ermordet aufgefunden wird. Dass es da Zusammenhänge geben muss, davon ist Kommissar Krüger (Christian Redl) fest überzeugt. Aber so eindeutig ist der Fall, wie sich bald herausstellt, nicht. Ritter hat nämlich damals noch einen weiteren Komplizen gehabt: Schlange (Henry Hübchen), einen skrupellosen und ziemlich irren Verbrecher, der ihn jetzt belauert und einen Teil der damaligen Beute einfordert. Und die beiden geben wirklich ein tolles Ganovenduo ab: Ritter, der Gute, der seine Vergangenheit endlich hinter sich lassen will. Und Schlange, der Böse, der auch vor einem Mord nicht zurückschreckt.

Aber das ist noch längst nicht alles: Auch der ermittelnde, junge Staatsanwalt (Matthias Koeberlin) verhält sich recht sonderbar. Er wohnt mit Frau und Sohn mitten im Spreewald, im Haus seiner toten Mutter. Und als er von der Freilassung Ritters hört, ist er merkwürdig nervös und besorgt. Außerdem neigt dieser nach außen so sachlich cool wirkende Typ offensichtlich zu plötzlichen Gewaltausbrüchen. Und hat zudem ein Verhältnis mit seiner Sekretärin. Mehr wird an dieser Stelle allerdings nicht verraten.

Allein das hervorragend aufspielende männliche Ensemble, das vortrefflich weiblich ergänzt wird durch Johanna Klante und Jenny Schily, macht den Film schon sehenswert. Bemerkenswert ist jedoch vor allem, wie glaubhaft es dem Regisseur Thomas Roth gelingt, eine private, intime Geschichte mit einem durchaus aufregenden Kriminalfall zu verknüpfen. So erlebt man in der ersten Hälfte des Films ein aufrührendes menschliches Drama, das sich dann später aber doch als Thriller tauglich erweist. Und es gibt für den aufmerksamen Zuschauer so manche Überraschungen, bei der man dann unter anderem erfährt, was sich hinter dem poetischen Titel „Die Tränen der Fische“ verbirgt. Kurz: ein sehenswerter Krimi-Montag und eine Reihe, die hoffentlich in gleicher Qualität fortgesetzt wird. Eine weitere Folge ist jedenfalls schon in Vorbereitung.

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Wenn es hilft

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Mit Musik geht alles leichter

Von wem ist hier wohl die Rede: „Das Publikum war das Wohlriechendste, vor dem wir jemals gespielt haben, auch wenn es leicht irritierend war, reihenweise nichts als gebeugte Köpfe und keine applaudierenden Menschen zu sehen“, sagte Benjamin Pope, Dirigent des renommierten Londoner Royal Philharmonic Orchestra. Die gut riechenden, aber stummen Zuschauer, von denen Pope hier spricht, waren ein paar Dutzend Topfpflanzen. Vor ihnen hat das Orchester gut drei Stunden lang musiziert, gesponsert von einem britischen Shoppingsender und mit einem durchaus seriösen Ziel. Erhofft wurden nämlich Erkenntnisse über eine mögliche Auswirkung von Musik aufs Wachstum von Pflanzen.

Ob’s was gebracht hat, ist leider bisher nicht bekannt. Aber so ein Konzert als Wachstumshilfe ist doch zumindest weniger problematisch, wenngleich nicht unbedingt preiswerter als die Gabe von Viagra. Das Potenzmittel soll, das konnte man kürzlich jedenfalls bei Günther Jauch lernen, auch die Stehkraft von Pflanzen erhöhen. Und schließlich gibt es ja sogar Menschen, die aus vergleichbaren Gründen regelmäßig mit ihren Blumen reden.

Warum also nicht Musik als Wachstumsmittel? Bloß welche? Bei Rosen empfiehlt sich ohne Zweifel Volks- oder Schlagermusik, die ja gern in ihren Texten diese Blume besingt. Bei Kakteen könnte man ja mal Heavy Metal ausprobieren, das bringt bekanntlich zuweilen die schlappesten Köpfe zum Schwingen. Wer Erika zuhause im Blumenkasten hat, greift natürlich zur Marschmusik. Und so weiter. Nur Reggae sollte man tunlichst vermeiden. Freunde dieser Musik neigen ja bekanntlich dazu, Pflanzen zu verbrennen. Und das könnte, wenn es ums Wachstum geht, ziemlich kontraproduktiv sein.

 

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