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Archive for März 2011

Spreewaldkrimi: Die Tränen der Fische

Es muss ja nicht immer nur „Tatort“ sein. Auch das ZDF hat in seiner Reihe von Montagskrimis durchaus Gutes zu bieten: Beispielsweise die „Spreewaldkrimis“, deren dritte Folge „Die Tränen der Fische“ nun nach „Das Geheimnis im Moor“ (2006) und „Der Tote im Spreewald“ (2009) als Fernsehfilm der Woche ausgestrahlt wird (am 28.3., 20.15 Uhr). Und deren Drehbuch erneut von Thomas Kirchner („Schicksalsjahre“) stammt. Einem Könner seines Fachs, der einen beiläufig gesprochenen Satz aus dem Film „Auch verschlungene Wege führen zum Ziel“ tatsächlich wörtlich genommen und eine gut konstruierte sowie äußerst komplexe, aber nie zu komplizierte Geschichte verfasst hat. Eine Story, die zudem exzellent zu der geheimnisvollen Landschaft des Spreewalds mit ihren verzweigten Sümpfen und Flüssen passt. Und wie die Landschaft gibt auch der Film erst ganz langsam seine Geheimnisse preis.

Im Mittelpunkt steht Harry Ritter (Uwe Kockisch), ein Gauner der alten Schule, der wegen eines Juwelenraubes im Gefängnis gesessen hat und nun nach 15 Jahre Haft freikommt. Sofort fährt er in seine alte Heimat, den Spreewald, wo er offenbar auch seine Beute versteckt hat. Und wo einen Tag nach seiner Freilassung ein alter Komplize von ihm ermordet aufgefunden wird. Dass es da Zusammenhänge geben muss, davon ist Kommissar Krüger (Christian Redl) fest überzeugt. Aber so eindeutig ist der Fall, wie sich bald herausstellt, nicht. Ritter hat nämlich damals noch einen weiteren Komplizen gehabt: Schlange (Henry Hübchen), einen skrupellosen und ziemlich irren Verbrecher, der ihn jetzt belauert und einen Teil der damaligen Beute einfordert. Und die beiden geben wirklich ein tolles Ganovenduo ab: Ritter, der Gute, der seine Vergangenheit endlich hinter sich lassen will. Und Schlange, der Böse, der auch vor einem Mord nicht zurückschreckt.

Aber das ist noch längst nicht alles: Auch der ermittelnde, junge Staatsanwalt (Matthias Koeberlin) verhält sich recht sonderbar. Er wohnt mit Frau und Sohn mitten im Spreewald, im Haus seiner toten Mutter. Und als er von der Freilassung Ritters hört, ist er merkwürdig nervös und besorgt. Außerdem neigt dieser nach außen so sachlich cool wirkende Typ offensichtlich zu plötzlichen Gewaltausbrüchen. Und hat zudem ein Verhältnis mit seiner Sekretärin. Mehr wird an dieser Stelle allerdings nicht verraten.

Allein das hervorragend aufspielende männliche Ensemble, das vortrefflich weiblich ergänzt wird durch Johanna Klante und Jenny Schily, macht den Film schon sehenswert. Bemerkenswert ist jedoch vor allem, wie glaubhaft es dem Regisseur Thomas Roth gelingt, eine private, intime Geschichte mit einem durchaus aufregenden Kriminalfall zu verknüpfen. So erlebt man in der ersten Hälfte des Films ein aufrührendes menschliches Drama, das sich dann später aber doch als Thriller tauglich erweist. Und es gibt für den aufmerksamen Zuschauer so manche Überraschungen, bei der man dann unter anderem erfährt, was sich hinter dem poetischen Titel „Die Tränen der Fische“ verbirgt. Kurz: ein sehenswerter Krimi-Montag und eine Reihe, die hoffentlich in gleicher Qualität fortgesetzt wird. Eine weitere Folge ist jedenfalls schon in Vorbereitung.

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Wenn es hilft

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Mit Musik geht alles leichter

Von wem ist hier wohl die Rede: „Das Publikum war das Wohlriechendste, vor dem wir jemals gespielt haben, auch wenn es leicht irritierend war, reihenweise nichts als gebeugte Köpfe und keine applaudierenden Menschen zu sehen“, sagte Benjamin Pope, Dirigent des renommierten Londoner Royal Philharmonic Orchestra. Die gut riechenden, aber stummen Zuschauer, von denen Pope hier spricht, waren ein paar Dutzend Topfpflanzen. Vor ihnen hat das Orchester gut drei Stunden lang musiziert, gesponsert von einem britischen Shoppingsender und mit einem durchaus seriösen Ziel. Erhofft wurden nämlich Erkenntnisse über eine mögliche Auswirkung von Musik aufs Wachstum von Pflanzen.

Ob’s was gebracht hat, ist leider bisher nicht bekannt. Aber so ein Konzert als Wachstumshilfe ist doch zumindest weniger problematisch, wenngleich nicht unbedingt preiswerter als die Gabe von Viagra. Das Potenzmittel soll, das konnte man kürzlich jedenfalls bei Günther Jauch lernen, auch die Stehkraft von Pflanzen erhöhen. Und schließlich gibt es ja sogar Menschen, die aus vergleichbaren Gründen regelmäßig mit ihren Blumen reden.

Warum also nicht Musik als Wachstumsmittel? Bloß welche? Bei Rosen empfiehlt sich ohne Zweifel Volks- oder Schlagermusik, die ja gern in ihren Texten diese Blume besingt. Bei Kakteen könnte man ja mal Heavy Metal ausprobieren, das bringt bekanntlich zuweilen die schlappesten Köpfe zum Schwingen. Wer Erika zuhause im Blumenkasten hat, greift natürlich zur Marschmusik. Und so weiter. Nur Reggae sollte man tunlichst vermeiden. Freunde dieser Musik neigen ja bekanntlich dazu, Pflanzen zu verbrennen. Und das könnte, wenn es ums Wachstum geht, ziemlich kontraproduktiv sein.

 

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Ja, prima

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WC-Falle

März 26, 2011 1 Kommentar
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Darum wurde das Internet erfunden

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Zong!!

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