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Kurzkritik: Der Mandant

Seriös, ist was anderes: Mike Haller (Matthew McConaughey) ist zwar Anwalt, aber seine Geschäfte wickelt er nicht in einem Büro ab, sondern vom Rücksitz einer großen schwarzen Limousine, dem Lincoln des Originaltitels „The Lincoln Lawyer“. Er hat keine schicke Sekretärin mit Modelfigur, sondern einen dunkelhäutigen Chauffeur, der ihn in fast allen Lebenslagen unterstützt. Und als weiteren Helfer einen ausgebufften Privatdetektiv (William H. Macy) mit 70er-Jahre-Frisur. Seine Mandanten sind fast ausschließlich kleine Ganoven, Dealer und Prostituierte – und dieser Mike Haller ist der Held in einem Bestseller von Michael Connelly, der früher als Gerichtsreporter in Los Angeles gelebt und dann erfolgreich seine Erfahrungen in Kriminalromane verarbeitet hat.

Mikes neuster Fall, von dem Brad Furmans Justiz-Thriller „Der Mandant“ erzählt, ist jedenfalls für einen Anwalt wie ihn äußerst ungewöhnlich. Ausgerechnet der reiche Sohn (Ryan Phillippes) einer alteingesessenen Familie engagiert ihn nämlich. Er soll eine Prostituierte vergewaltigt und misshandelt haben. Warum er damit ausgerechnet zu ihm, dem kleinen Anwalt kleiner Leute, gekommen ist, versteht Mike anfangs nicht. Doch bald hat er einen ganz bösen Verdacht, der ihn in schlimmste Gewissensnöte stürzt und ihn zudem in seine eigene berufliche Vergangenheit zurückführt, zu einem früheren Mandanten, der eine lebenslange Haft in San Quentin absitzt. – Aber mehr dürfen wir hier leider nicht verraten

Wie das alles zusammenhängt, das dröselt dieser Film langsam und spannend auf. Ein Film, der außerdem an klassische Kriminalfilme erinnert, sich ganz auf sein vorzügliches Personal verlässt. Ohne übertriebene Action und Spezialeffekte auskommt. Und mit dem Hauptdarsteller Matthew McConaughey hoffentlich nachhaltig bewiesen hat, dass er nicht nur ein Mann für romantische Liebeskomödien ist.

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