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Kritik: Insidious

Da hat sich James Wan ja etwas Feines ausgedacht: Bekannt geworden ist der 1977 in Malaysia geborene australische Filmemacher immerhin als Produzent und Regisseur der kultigen Ekel-Schocker-Reihe „Saw“, nun legt er sein neustes Werk „Insidious“ vor und verzichtet dabei überraschenderweise völlig auf bluttriefende Szenen, ja sein Film ist ganz im Gegenteil ein Gruselfilm der alten Schule, der mit unheimlichen Soundeffekten, kleinen rätselhaften Vorkommnissen und mysteriösen Andeutungen Horror auf wohlig nostalgische Art produziert. Und hat daher vielmehr mit Klassikern wie „Poltergeister“ oder „Der Exorzist“ zu tun als mit all den Splatter- und Folter-Filmen des vermeintlich modernen Horror-Kinos.

Wie so oft in solchen Filmen beginnt alles mit einem Umzug in ein neues Haus. Dort wollen Renai (Rose Byrne) und Josh (Patrick Wilson) mit ihren drei kleinen Kindern einen neuen Lebensabschnitt beginn. Doch kaum eingezogen geschehen plötzlich die seltsamsten Dinge. Es sind Schritte und andere unerklärliche Geräusche zu hören, über das Babyfon flüstern unheimliche Stimmen, übrigens eine der gruseligsten Szenen des Films, und dann stürzt der älteste Sohn Dalton beim Stöbern im Haus von einer Leiter und fällt in ein für die untersuchenden Ärzte unerklärbares Koma. Doch das ist erst der Anfang des Spuks, denn nun sieht auch Renai plötzlich geisterhafte Gestalten. Und für sie steht fest, dass das Haus an den Erscheinungen Schuld haben muss.

Kurzerhand zieht die Familie wieder um, doch der Spuk zieht mit in das neue Haus, das offenbar auch verflucht ist. Und auf Empfehlung von Joshs Mutter Lorraine (Barbara Hershey) wendet sich Renai an Elise (Lin Shaye), eine ältere Frau, die sich mit diesen unheimlichen Dingen gut auskennt und die allerdings mehr weiß, als sie anfangs verrät. Unterstützt wird sie dabei von zwei prachtvollen Nerd-Typen, die durch ihr Auftreten das unheimliche und spannende Geschehen etwas auflockern. Mehr wird jedoch an dieser Stelle nicht verraten.

Der nicht ins Deutsche übertragende Titel „Insidious“ bedeutet etwa heimtückisch oder hinterlistig. Was sich auf die Geistererscheinungen beziehen könnte, aber auch auf James Wans unterhaltsam listige Spiel mit bekannten Versatzstücken des Horrorkinos. Und wer Lust hat seine Küchen-Psychologie mal wieder bei gewagten Interpretationen anzuwenden, auch der sitzt hier im richtigen Kino. Viel Spaß also beim Gruseln und Deuteln.

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