Startseite > Uncategorized > Kritik: Green Lantern

Kritik: Green Lantern

Langsam ist es aber genug mit all den Superhelden, die eigentlich aus Comic-Heften stammen, nun jedoch schon seit Jahren mit lautem Getöse die Kinoleinwände heimsuchen und dort die seltsamsten Abenteuer erleben. So richtig ernst mag man diese Figuren – mit wenigen Ausnahmen – auch nicht mehr nehmen. Und da ist es schon fast lobenswert, wenn im neusten Comic-Helden-Beispiel „Green Lantern“ vom erfahrenen James-Bond-Regisseur Martin Campbell nicht nur unfreiwillig, sondern auch bewusst auf Komik gesetzt wird – beispielsweise in der Szene, in der der Held auf betont lustige Weise seine neu gewonnenen übermenschlichen Kräfte ausprobiert.

Der Held in diesem Film ist Hal Jordan, ein tollkühner Testpilot, der offenbar ein riesiges Problem mit seinem toten Vater hat, was allerdings nur kurz bedeutsam angedeutet und dann schnell wieder vergessen wird. Gespielt wird er von Ryan Reynolds, der aus nicht so recht nachvollziehbaren Gründen zum Sexiest Men Alive 2010 erkoren worden ist und hier zum ersten Mal in seiner Karriere die Welt retten darf. Ausgewählt wird dieser Hal im Film von der intergalaktischen Ordnungsmacht, den grünen Männern (und Frauen?) der Green Lantern, die im Universum als Wächter für Recht und eben Ordnung sorgen. Und sich dabei unter anderem mit einem irren ekligen Scheusal, dem Parallax, herumschlagen müssen. (Alle Angaben aber ohne Gewähr!)

Dieser Parallax bedroht nun gerade unsere Erde, und weil nach dem tödlichen Ausfall des zuständigen Green-Lantern-Wächters Personalbedarf besteht, wird unser Hal für diesen Job ausgeguckt und bekommt einen grünen Ring überreicht, der ihm übernatürliche Kräfte verleiht. Als erstes muss er sich dann mit einem durchgedrehten Wissenschaftler herumschlagen, der vom Oberschurken Parallax verseucht oder besser: mit dem Bösen infiziert worden ist. Und nach einem durchaus beeindruckenden Kampf kommt es schließlich zum Showdown, bei dem das Gute natürlich siegt und damit gleich ein Fortsetzungsfilm angedeutet wird.

Ob es dazu auch wirklich kommt, ist allerdings fraglich. In den USA zumindest war das Einspielergebnis nicht gerade berauschend. Was wohl auch an den zahlreichen nicht übersehbaren Mängeln des Films liegt: Ständig werden Handlungsstränge abgebrochen, um mal wieder ziemlich unvermittelt den Schauplatz zu wechseln. Die Szenen im Weltraum, vor allem auf dem Planten der Green Lantern, wirken viel zu kurz. Auch über die außerirdischen Wächter erfährt man so gut wie nichts, obwohl sie eigentlich die interessantesten Personen in dieser Geschichte sind. Selbst der menschliche Superheld Hal läuft zwar gern grün an, bleibt dennoch bis zum Schluss ziemlich blass. Und so richtig überzeugen kann im Grunde nur Oberschurke Parallax, der so scheußlich aussieht, dass unsere Gesundheitsminister überlegen sollten, sein Bild als Abschreckung auf Zigarettenschachteln drucken zu lassen. Das schockiert dann sogar den hartnäckigsten Raucher.

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter: ,
  1. Du hast noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: