Archive

Archive for August 2011

Netzgeflüster: Das war’s – Update

August 31, 2011 1 Kommentar

Eigentlich wollte ich zur medialen Beerdigung des Netzgeflüsters eine Art Rückblick schreiben, also wie alles einmal begann, mit Mini-Redaktionskonferenzen in den Chaträumen von Compuserve, mit Kollegen wie Marcus Schwarze, Imre Grimm und anderen Jungredakteuren und Volontären, mit ersten Sex-Skandälchen und komischen Enthüllungen und mit solchen tollen Dingen wie „superschnellen“ Modems, BTX und lokalen Mailboxen. Aber da die HAZ und HAZ.de meine Kolumne betont sachlich beerdigen, eben hannöversch-unterkühlt, schließe ich mich dieser coolen Redaktionshaltung an und spare mir die Arbeit.

Stattdessen gibt es zum Ende der ältesten Internet-Kolumne einer deutschen Tageszeitung ein paar Leserstimmen, die ich in den letzten Tagen über Twitter und Facebook eingesammelt habe. Da schreibt die PR-lerin Anja F.: „Lieber Ernst, woher soll ich denn jetzt erfahren, welche Säue gerade durch die Netzwelt getrieben werden? Ich meine: Du kennst schließlich das halbe Internet PERSÖNLICH! Es ist ein Jammer!“ – Keine Bange, vermutlich mach ich nach einer kurzen Pause woanders weiter, vielleicht in meinem Blog eco2001.wordpress.com oder gar bei …

Der Fotograf Sebastian G. merkt an: „Ständig auf der Suche nach Netzgeschichten wird es nun selbst Netzgeschichte. Das kann dem Geflüster keiner mehr nehmen.“ Und passend dazu der Twitter-Kommentar von Katti aus Bochum, die vor Jahren in der Region Hannover zur Schule gegangen ist: „Seufz“.

Der Designer und Blogger Folkert G. meint gar: „Netzgeflüster einstellen? Verstehe ich nicht. Da droht doch ein Imageschaden für den Verlag. #fail.“ Nein, der droht natürlich nicht, so wichtig ist die Kolumne nicht. Recht hat dagegen auf jeden Fall Niels H.: „nothing can stop Netzgeflüster. Es braucht keinen Verlag.“ Und ähnlich denkt auch der ehemalige Kollege Dirk Kirchberg, der mich vor zwei Jahren mal krankheitsbedingt beim Netzgeflüster vertreten hat: „Hey eco, tut mir leid, dass das Netzgeflüster nicht mehr in der HAZ erscheinen soll. Aber das muss nicht das Ende der Legende sein. Flüster doch einfach in Deinem Blog weiter und melde Dich bei flattr an. Könnte klappen.“

Was „flattr“ ist, müssen nun andere bei der HAZ den Lesern erklären. Wenn sie denn dafür in unserer familienfreundlichen Zeitung Platz bekommen. So twittert Bert Ungerer, Redakteur beim Heise-Verlag.: „Ach 😦 Noch weniger Internet & Computer geht kaum noch.“ Und unser treuster Leser überhaupt, Toldi, kommentiert ganz ähnlich: „Es ist nicht lang her, da wurde die Seite Computer und Programme eingestellt? in der Print Ausgabe. Dann war das Netzgeflüster dran.? Nun leider auch noch die online Ausgabe vom Netzgeflüster.?? Über Jahre waren wir immer Leser dieser Beiträge am Donnerstag in der HAZ.??Viele nützliche Tipps haben wir durch Computer und Programme / Netzgeflüster erlesen können.?? Schade das nun alles dem Ende zu geht.“ Ja, das ist schade. Und das meinen auch die beiden „Beat Poeten“ Costa und Egge: „Uns wird Deine Kolumne fehlen“. – Danke! Das war’s also.

Inzwischen ist der Text auch bei HAZ.de erschienen, bitte dort kommentieren!

Und das schreibt mir Marcus Schwarze, mein ehemaliger HAZ-Führungsoffizier (aka verantwortlicher Redakteur), der heute bei der Rhein Zeitung in Koblenz arbeiten darf:

„Nein, lieber Ernst, ich habe zu danken: für immer wieder horizonterweiternde Beiträge! Und dafür, dass auch ich mit Dir lernen konnte, wie man über dieses Dingens Internet als Redaktion berichten konnte. Ein ums andere Mal habe ich Dich in den fast 15 Jahren verflucht, weil Du Dinge schriebst, die grenzwertig waren und die Du nicht allein zu vertreten hattest. Doch Dein Gespür, Deine Zuverlässigkeit und Deinen Humor habe ich immer geschätzt. ,Wo hat er sich jetzt wieder im Netz herumgetrieben?‘, fragte ich mich häufiger – und es waren letztlich häufig jene Internet-Seiten, aus denen später große Themen wurden. In gewisser Weise bist Du der Erfinder von Twitter, mit dem Unterschied, das es früher halt wöchentlich erschien. Heute machen das alle.“

Verantwortlich für das Ende des Netzgeflüsters sind:

chefredaktion@haz.de  online@haz.de  Beide freuen sich über jede Zuschrift! Und vielleicht verraten sie dann mal den Grund. Mir hat man bisher keinen genannt.

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter:

Und nun die Werbung

Kategorien:Uncategorized

Nein, diese Katzen

August 31, 2011 2 Kommentare
Kategorien:Uncategorized

Kritik: Kill the Boss

Chefs dieser Welt, passt bloß auf, sonst droht euch womöglich ähnlich Garstiges wie in „Kill the Boss“, einer schwarzen, streckenweise auch satirischen Komödie von Seth Gordon, einem noch recht jungen Regisseur, der bisher vorwiegend für das Fernsehen gearbeitet hat. Erzählt wird von drei Freunden, die so unter ihren Chefs leiden, dass für sie das Undenkbare denkbar wird. Die Rede ist von Nick (Jason Bateman), der von frühmorgens bis spätabends in seiner Firma schuftet, dennoch von seinem Boss (Kevin Spacey), einem wahren Büropsychopathen, tyrannisiert wird. Von Dale (Charlie Day), der als Zahnarztassistent arbeitet, dabei ständig von seiner zugegeben attraktiven Chefin (ganz brünett und ganz durchgeknallt: Jennifer Aniston) sexuell belästigt und wegen eines lächerlichen Vorfalls erpresst wird. Und von Kurt (Jason Sudeikis), der seinen Chef mag und seinen Job liebt, doch dann stirbt der Alte und dessen missratender unfähiger Sohn (Colin Farrell) übernimmt die Firma und benimmt sich wie ein drogensüchtiger Elefant im Porzellanladen.

Ihren Frust, ihre Wut ertränken Nick, Dale und Kurt regelmäßig in einer Bar. Und genau dort kommt ihnen eines Tages die folgenschwere Idee: Warum bringen wir unsere Chefs nicht einfach um. Mehr als verdient hätten sie es ja. Und es gibt wohl kaum Leute, die sie wirklich vermissen würden. Ganz im Gegenteil. Bloß ist das alles leichter gesagt als getan. Kurzerhand beschließen die drei Möchtegern-Killer daher einen Profi zu engagieren. Und einen solchen Profikiller findet man natürlich (!) in einer Bar, in der ausschließlich Afroamerikaner verkehren.

Ihr auserwählter Mörder ist schließlich Dean „MF“ Jones (umwerfend komisch: Jamie Foxx), das „MF“ steht für „Mother Fucker“. Und das ist, wie sich herausstellt, der Typ auch. Morden, das macht er dem Trio klar, müssten sie schon selber, er sei nur Berater in Sachen Mord. Was übrigens kaum überrascht, denn wie der Zuschauer später erfährt, war das Kriminellste, was dieser vermeintliche Ganove bisher gemacht, das illegale Raubkopieren des Films „Schnee, der auf Zedern fällt“ mit Ethan Hawke (!). Und so müssen die drei Freunde schließlich selber handeln.

Natürlich ist das Trio unfähig zu morden, dennoch versuchen sie es. Und daraus bezieht der Film dann vorwiegend seinen Witz. Also aus lustigen Szenen voller Situationskomik, absurder Einfälle und schräger Tollpatschigkeit, bei denen Charlie Day besonders hervorsticht. Aber auch die bösen Chefs haben einiges zu bieten, vor allem Kevin Spacey, der beängstigend authentisch einen unsympathischen Zeitgenossen spielt. Und was noch auffällt in dieser bewusst für Erwachsene inszenierten Komödie ist die Vielzahl frecher und herrlich unkorrekter Gags. Kurzum: ein richtiger Kinospaß, bei dem man zudem lernt, dass man zu der Stimme seines Navi am besten immer schön freundlich ist.

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter: ,

Höchst dramatisch

Kategorien:Uncategorized

Der Osten leuchtet

Kategorien:Uncategorized

Noch mal New York

August 29, 2011 1 Kommentar

Infos zu dieser Aktion

Kategorien:Uncategorized
%d Bloggern gefällt das: