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Netzgeflüster: Das war’s – Update

Eigentlich wollte ich zur medialen Beerdigung des Netzgeflüsters eine Art Rückblick schreiben, also wie alles einmal begann, mit Mini-Redaktionskonferenzen in den Chaträumen von Compuserve, mit Kollegen wie Marcus Schwarze, Imre Grimm und anderen Jungredakteuren und Volontären, mit ersten Sex-Skandälchen und komischen Enthüllungen und mit solchen tollen Dingen wie „superschnellen“ Modems, BTX und lokalen Mailboxen. Aber da die HAZ und HAZ.de meine Kolumne betont sachlich beerdigen, eben hannöversch-unterkühlt, schließe ich mich dieser coolen Redaktionshaltung an und spare mir die Arbeit.

Stattdessen gibt es zum Ende der ältesten Internet-Kolumne einer deutschen Tageszeitung ein paar Leserstimmen, die ich in den letzten Tagen über Twitter und Facebook eingesammelt habe. Da schreibt die PR-lerin Anja F.: „Lieber Ernst, woher soll ich denn jetzt erfahren, welche Säue gerade durch die Netzwelt getrieben werden? Ich meine: Du kennst schließlich das halbe Internet PERSÖNLICH! Es ist ein Jammer!“ – Keine Bange, vermutlich mach ich nach einer kurzen Pause woanders weiter, vielleicht in meinem Blog eco2001.wordpress.com oder gar bei …

Der Fotograf Sebastian G. merkt an: „Ständig auf der Suche nach Netzgeschichten wird es nun selbst Netzgeschichte. Das kann dem Geflüster keiner mehr nehmen.“ Und passend dazu der Twitter-Kommentar von Katti aus Bochum, die vor Jahren in der Region Hannover zur Schule gegangen ist: „Seufz“.

Der Designer und Blogger Folkert G. meint gar: „Netzgeflüster einstellen? Verstehe ich nicht. Da droht doch ein Imageschaden für den Verlag. #fail.“ Nein, der droht natürlich nicht, so wichtig ist die Kolumne nicht. Recht hat dagegen auf jeden Fall Niels H.: „nothing can stop Netzgeflüster. Es braucht keinen Verlag.“ Und ähnlich denkt auch der ehemalige Kollege Dirk Kirchberg, der mich vor zwei Jahren mal krankheitsbedingt beim Netzgeflüster vertreten hat: „Hey eco, tut mir leid, dass das Netzgeflüster nicht mehr in der HAZ erscheinen soll. Aber das muss nicht das Ende der Legende sein. Flüster doch einfach in Deinem Blog weiter und melde Dich bei flattr an. Könnte klappen.“

Was „flattr“ ist, müssen nun andere bei der HAZ den Lesern erklären. Wenn sie denn dafür in unserer familienfreundlichen Zeitung Platz bekommen. So twittert Bert Ungerer, Redakteur beim Heise-Verlag.: „Ach 😦 Noch weniger Internet & Computer geht kaum noch.“ Und unser treuster Leser überhaupt, Toldi, kommentiert ganz ähnlich: „Es ist nicht lang her, da wurde die Seite Computer und Programme eingestellt? in der Print Ausgabe. Dann war das Netzgeflüster dran.? Nun leider auch noch die online Ausgabe vom Netzgeflüster.?? Über Jahre waren wir immer Leser dieser Beiträge am Donnerstag in der HAZ.??Viele nützliche Tipps haben wir durch Computer und Programme / Netzgeflüster erlesen können.?? Schade das nun alles dem Ende zu geht.“ Ja, das ist schade. Und das meinen auch die beiden „Beat Poeten“ Costa und Egge: „Uns wird Deine Kolumne fehlen“. – Danke! Das war’s also.

Inzwischen ist der Text auch bei HAZ.de erschienen, bitte dort kommentieren!

Und das schreibt mir Marcus Schwarze, mein ehemaliger HAZ-Führungsoffizier (aka verantwortlicher Redakteur), der heute bei der Rhein Zeitung in Koblenz arbeiten darf:

„Nein, lieber Ernst, ich habe zu danken: für immer wieder horizonterweiternde Beiträge! Und dafür, dass auch ich mit Dir lernen konnte, wie man über dieses Dingens Internet als Redaktion berichten konnte. Ein ums andere Mal habe ich Dich in den fast 15 Jahren verflucht, weil Du Dinge schriebst, die grenzwertig waren und die Du nicht allein zu vertreten hattest. Doch Dein Gespür, Deine Zuverlässigkeit und Deinen Humor habe ich immer geschätzt. ,Wo hat er sich jetzt wieder im Netz herumgetrieben?‘, fragte ich mich häufiger – und es waren letztlich häufig jene Internet-Seiten, aus denen später große Themen wurden. In gewisser Weise bist Du der Erfinder von Twitter, mit dem Unterschied, das es früher halt wöchentlich erschien. Heute machen das alle.“

Verantwortlich für das Ende des Netzgeflüsters sind:

chefredaktion@haz.de  online@haz.de  Beide freuen sich über jede Zuschrift! Und vielleicht verraten sie dann mal den Grund. Mir hat man bisher keinen genannt.

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter:
  1. August 31, 2011 um 6:52 pm

    Netzgeflüster……….Wer in den Herzen seiner Leser lebt, der ist nicht tot.

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