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Archive for August 2011

Kitty

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Netzgeflüster: Das teure Nichts

Die Macht ist nicht mit uns. Kommende Woche gibt’s an dieser Stelle die letzte Ausgabe des Netzgeflüsters. Da bleibt natürlich einiges liegen an Themen und dummen Herrenwitzen, und daher gibt’s heute ausnahmsweise eine Kraut-und-Rüben-Ausgabe. Los geht sie mit einem Kunstwerk, auf das das BlogNetzpolitik.org kürzlich hingewiesen hat. Ausgestellt wird es im Internet in der Art404-Gallery. Und es besteht aus einer ein Terabyte-Festplatte, auf der raubkopierte Software ist im Wert von fünf Millionen Dollar. Dazu gibt es eine „Inhaltsangabe“ der geklauten virtuellen Ware samt Preisangaben.
Über Sinn und Unsinn dieses Ausstellungsobjektes lässt sich natürlich vortrefflich streiten, interessant ist jedenfalls, was für einen Wert ein nicht greifbares elektronisches Nichts hat. Ein vermeintlicher Geldwert, um den eine ganze Branche, Abmahnkanzleien, streitet und von dem sie mittlerweile bestens lebt. Im vergangenen Jahr sollen allein in Deutschland nach Schätzungen 120 Millionen Euro geflossen sein – berichtet dnews.de.

Weiter geht’s im HAZ-Netzgeflüster Und wer wissen will, warum das Netzgeflüster – gegen meinen Wunsch – eingestellt wird, erfährt dies exklusiv bei: chefredaktion@haz.de

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What?

August 25, 2011 1 Kommentar
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Kritik: Final Destination 5

Eines muss man dem Tod lassen: Schwarzen Humor, den hat er. Das beweist er erneut in „Final Destination 5“, mit dem die neben „Saw“ erfolgreichste Horror-Reihe der letzten zehn Jahre fortgesetzt wird. Und, wie der Schluss des Films (Regie: Steven Quale) andeutet, wohl zum letzten Mal. Das Muster ist wieder das gleiche wie in den Vorgängerstreifen. Eine Gruppe von Menschen überlebt ein schweres Unglück, eine Katastrophe. Aber nur vorläufig. Denn der gnadenlose Tod lässt sich solch einen glücklichen Zufall nicht bieten. Und sorgt nun dafür, dass die Überlebenden nach und nach nachträglich ins Gras beißen.

In diesem Fall geht es um den Zusammensturz einer Autobahnbrücke, den Sam (Nicholas D’Agosto) und seine Freunde überleben – dank einer Vision, die der junge Mann im Schlaf gehabt hat. Diese Anfangsszenen, natürlich in 3D-Technik, sind tatsächlich äußerst spektakulär, ja, ein Fest für Horror und vor allem Splatterfreunde. Und der Auftakt einer Reihe weiterer Unglücks- und Todesfälle. Auch die sind meist, wenn man das sagen darf, recht originell und werden zudem mit einem Augenzwinkern präsentiert. Was ein wenig hilft, selbst blutigste Vorfälle zu ertragen. Was wesentlich schlimmer ist, sind die dürftige Handlung und die banalen Dialoge zwischen den tödlichen Unfällen. Aber das wird die eingefleischten Fans dieser Reihe kaum stören. Man kann sich ja zwischendurch Popcorn und ’ne Cola holen.

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Loriot

August 23, 2011 2 Kommentare
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Die hohe Kunst des Tanzes

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Nein, diese Kinder

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TV-Kritik: Hopfensommer

August 22, 2011 1 Kommentar

Zwar schreckt der Titel des Films ab genau wie Gaby Dohm als eine der Hauptdarstellerinnen. Doch beide überraschen angenehm. Christian Wagners „Hopfensommer“ ist nämlich ein heutiger Heimatfilm ohne sentimentalen Kitsch, falsche Gefühle und künstliche Sonnenuntergänge, der zudem versucht das Leben und Arbeiten seiner Protagonisten nicht zu verklären, sondern realistisch wiederzugeben. Zudem erzählt er recht glaubhaft  eine durchaus interessante  Geschichte. So erfährt man als Zuschauer sogar einiges über den Hopfenanbau, über heimische Hopfensorten und der großen ausländischen Konkurrenz. Und selbst eine sonst auf mütterliche (Klischee-)Rollen festgelegte Gaby Dohm darf hier endlich mal ihre dramatische Seite zeigen und darstellerisch ausleben.

Tatort ist das bayerische Hallertau, das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt zwischen Ingolstadt, Landshut und Freising. Hier hat Karl Singhammer (Fritz Karl) vor Jahren den Hof seiner Eltern im Streit verlassen, um nach München zu gehen. Schuld haben die ständigen Auseinandersetzungen mit seinem dickköpfigen Vater Josef (Elmar Wepper) gehabt und seine eigenen Selbstvorwürfe, am Tod seiner kleinen Schwester mitschuldig zu sein. Ganz konnte Karl aber nicht vom Hopfen lassen, er arbeitet inzwischen auf verantwortlichem Posten in einer Brauerei.

Nun steht die Hopfenernte gerade vor der Tür, da bekommt Josef einen Herzanfall und muss in die Klinik. In ihrer Not bittet seine Frau Franziska (Gaby Dohm) ihren Sohn um Hilfe, nach kurzem Zögern sagt Karl zu und fährt nach vierjähriger Abwesenheit zum ersten Mal wieder in seine Heimat, um die Ernte zu organisieren. Was sein Vater erst nach ein paar Tagen erfährt und dann nur widerwillig akzeptiert. Auf seinem heimischen Hof trifft Karl auf die etwa gleichaltrige Leni (Anna Schudt), die geschieden ist und allein einen Hopfenhof bewirtschaftet. Eigentlich eine gute, eine passende Partie für ihn, doch Karl lernt auch zufällig Sophie (ein frisches, unverbrauchtes Gesicht: Christina Hecke) kennen, verliebt sich in die junge allein erziehende Mutter und muss dann erfahren, dass sie in München als Stripperin arbeitet. Um Himmels willen!

Das klingt zwar ein wenig nach Schmierentheater, wird aber in sich schlüssig und unaufgeregt dargestellt. Auch mit anderen beliebten und ziemlich ausgelutschten erzählerischen Versatzstücken wie „ein Mann zwischen zwei Frauen“ oder „alte verschüttete Schuldgefühle“ geht der Film souverän um. Dabei gelingt es den Darstellern selbst dramatische Sätze leicht distanziert zu sprechen und hoch emotionale Szenen unterkühlt zu spielen. Auffällig ist, dass fast alle Personen immer zwei Anläufe brauchen, um sich endlich näher zu kommen. Auch unser schüchterner Karl, der Mann zwischen der kecken Leni und der melancholischen Sophie. Und natürlich ist der 67-jährige Elmar Wepper ein schauspielerisches Pfund. Ein echtes bayerisches Mannsbild, das im zunehmenden Alter immer besser wird.

Kurzum: ein nie volkstümelnder Heimatfilm der anderen, der sehenswerten Art. Eine Überraschung eben.

ARD, 24.08.2011, 20.15 Uhr

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Durch die Nacht …

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Es reicht! Immer die gleichen Nasen!

Es gibt Erfindungen, die verändern schlagartig unser Leben. Und dazu gehört ohne Zweifel ein Gerät, eine Vorrichtung, die sein Erfinder, der US-Amerikaner Matt Richardson, „The Enough Already“ getauft hat. Was man in diesem Fall sinngemäß mit „Jetzt ist aber genug“ oder „Es reicht“ übersetzen kann. Dabei geht es um unser tägliches Fernsehen, bei dem ständig dieselben Leute denselben Unsinn von sich geben. Man denke nur an die Spruchblasen der immergleichen Terrorexperten oder an den Herrn Henkel mit seiner Euro-Neurose, den SPD-Gesundheitsexperten mit seiner Fliege und an andere Berufsempörte und –empörer in unseren fast täglichen Talkshows. Genauso unerträglich sind auch die zwei Handvoll sogenannter Promis, die ständig in Quizsendungen als Kandidaten herumsitzen. Außerdem hat dann jeder Fernsehzuschauer auch noch seine persönlichen Pappkameraden, die er nicht mehr sehen kann. Beispielsweise Alice Schwarzer.

Wenn also diese unerträglichen Figuren, die in den TV-Studios zu wohnen scheinen, auf der guten alten Mattscheibe auftauchen, blieb bisher nur ein gestöhntes „Es reicht“ und dann ein Umschalten. Doch das kann man sich in Zukunft schenken dank Mister Richardsons Erfindung. Und vorausgesetzt die betreffende Sendung ist untertitelt. Taucht nämlich in der Sendung der vorher eingegebene Name einer Person auf, dessen Gerede man nicht mehr hören will, schaltet das Gerät den Fernseher für kurze Zeit auf stumm. Und das Gequatsche oder Geträllere, das man eh schon zur Genüge kennt, bleibt einem erspart.

Eine grandiose Erfindung, die bisher aber, wie gesagt, leider nur mir mit Untertiteln arbeitet. Und man kann daher nur die Erfinder dieser Welt aufrufen, dass solche Geräte zukünftig auch mit Sprach- und Gesichtserkennung arbeiten. Das wäre eine Innovation, die bestimmt einen Nobelpreis wert wäre.

Mehr dazu + Video gibt es hier.

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