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Archive for September 2011

Der lachende Pinguin

September 29, 2011 4 Kommentare
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Kritik: John Carpenter’s The Ward

Viel braucht es nicht um einen Horrorfilm der alten Schule zu inszenieren. Und wenn das dann noch mit John Carpenter ein richtiger Old-School-Regisseur übernimmt, garantiert das zumindest einen unheimlichen Spaß. Der 63-jährige Carpenter, der das moderne Grusel-Genre seit den späten Siebzigern ja wie kein anderer geprägt hat und dem wir Klassiker wie „Assault – Anschlag bei Nacht“, „Halloween – Die Nacht des Grauens“, „Die Klapperschlange“ oder „The Fog“ verdanken, kommt nach zehnjähriger Leinwand-Abstinenz auch in „The Ward“ mit minimalistischen Mitteln aus. Computer-Effekte sind also eher die Ausnahme. Und auf moderne 3-D-Spielereien wird von vorneherein verzichtet.

Schauplatz ist eine psychiatrische Klink im Jahre 1966, und das gruselige Geschehen spielt sich dort vor allem ab in dem bedrohlich kalt wirkenden Gang sowie einem lieblos eingerichteten Aufenthaltsraum. In diese Anstalt wird die offenbar höchst verwirrte Kristen (Amber Heard) zwangsweise eingewiesen, nachdem sie ein einsames Farm-Haus angezündet hat, und erhält das Zimmer einer Insassin, die kurz zuvor Selbstmord gemacht hat. Und ihre Mit-Patientinnen sind vier junge Frauen, Sarah, Iris, Emily und Zoey, mit völlig unterschiedlichen, allerdings recht klischeehaften Macken. Doch trotz aller Bemühungen ihres behandelnden Arztes findet Kristen dort keine Ruhe. Ganz im Gegenteil. Sie fühlt sich bedroht durch eine unheimliche Gestalt, die angeblich nachts durch die Gänge schleicht. Und dann wird plötzlich Iris auf mysteriöse Weise ermordet.

Irgendetwas Neues hat Carpenter hier jedoch nicht zu bieten. Er bleibt sich lieber nach all den Jahrzehnten konsequent treu, zitiert sich ausführlich selber und arbeitet auch wie früher schon mit ziemlich unbekannten Schauspielern. Jüngere Zuschauer werden von diesem altmodischen Horrorfilm trotz der zahlreichen gekonnten Schock- und Schreckeffekte daher enttäuscht sein. Und sogar die spukende Gestalt schaut aus, als ob sie sonst in einer Achtziger-Jahre-Geisterbahn zu Hause wäre. Wer es allerdings nostalgisch mag, der kommt durchaus auf seine Kosten. Und erlebt dann ein wirklich überraschendes Finale.

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Es gibt ihn noch

September 27, 2011 2 Kommentare
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Da muss es schön sein

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Kritik: Attack the Block

Mit den Aliens ist auch nichts mehr los! Pulverisierten sie früher – auf der Kinoleinwand – das Weiße Haus, köpften die Freiheitsstatue oder wollten wenigstens mal nach Hause telefonieren, so landen sie nun in „Attack the Block“ ausgerechnet in einem heruntergekommenen Stadtviertel im Süden Londons. Wo sie dann erst einmal die Teenager-Straßengang um den coolen Moses (John Boyega) mächtig erschrecken. Die hat gerade die Krankenpflegerin Sam (Joe Cornish) überfallen. Und erholt sich erstaunlich schnell von diesem außerirdischen Schrecken. Kurzerhand wird der unsanft genau vor ihnen gelandete Alien massakriert, dann in einem kleinen Triumphzug durchs Viertel zu ihrem Wohnblock geschleift, um ihn vorübergehend in dem Appartement des Drogenhändler Ron (Nick Frost) zwischenzulagern.

Doch das ist erst der Anfang dieser Begegnung der außerirdisch komischen Art, die der Londoner Joe Cornish bei seinem Regiedebüt mit einem recht kleinen Etat gelungen inszeniert hat. Ein Film, der in den letzten Monaten bereits auf einigen Horror- und Fantasy-Festivals ein Publikumserfolg gewesen ist und wohl auch im Kino bei einem breiteren Zuschauerkreis durchaus erfolgreich sein könnte. Produziert hat ihn das Team um den Briten Edgar Wright, der bereits für den wohl lustigsten Zombiefilm der Kinogeschichte, „Shaun of the Dead“, verantwortlich gewesen ist. Und der daran jetzt mit dieser Sciencefiction-Komödie, die allerdings auch einige wenige Splatter-Elemente enthält, überzeugend anknüpft.

Das liegt jedoch nicht nur an der schrägen und stets mit heiligem Unernst erzählten Geschichte, sondern vor allem an den jugendlichen Darstellern. Die nach ihrem ersten mackerhaft unsympathischen Auftreten im Verlauf des nur etwa 80-minütigen Films immer liebenswerter wirken. Und die sogar recht glaubhaft einen ja durchaus aktuellen Einblick in das Leben und Treiben jugendlicher Straßengangs in England liefern. Dass diese wackeren Jungs dann ihren Wohnblock engagiert gegen eine immer mächtigere Alien-Invasion verteidigen und am Ende gar unsere Welt vor dem Untergang retten, versteht sich bei diesem Kinospaß dann fast von selbst.

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Er ist wieder da

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Netzgeflüster: Die langweiligste Kolumne im Netz

September 21, 2011 3 Kommentare

Was SPON kann, kann ich schon lange. Während dort heute das langweiligste Spiel der Welt vorgestellt wird, virtuelles Schlangestehen übrigens. Präsentiere ich nun die langweiligste Seite im Netz. Sie kommt aus Großbritannien, ist im Unterschied zum SPON-Spiel rund um die Uhr geöffnet, und wer dort länger als eine Stunde ausharrt, ist entweder vorm Computer eingeschlafen oder merkt sowieso nichts mehr. Nun also Trommelwirbel, und endlich folgt der dazugehörige Link.

Wahnsinn, nicht wahr? Auch nicht schlecht ist dieser chinesische Text-Converter. Oder was immer das ist.  Und die Seite mit der Riesennummer, die einen auffordert nach der 5 zu suchen. Wer sie gefunden hat, kann sich ja in den Kommentaren mal melden.

So, nach diesen zwar kurzen, aber natürlich zutiefst ernsthaften Betrachtungen kommen wir nun zu etwas Heiterem und Überraschendem. Ich war nämlich ziemlich überrascht, welchen Einfluss auf die deutsche Politik das Netzgeflüster hat. Wurde es womöglich deswegen von HAZ.de eingespart, wird sich jetzt wohl mancher Leser fragen. Nein, papperlapapp! Das hat natürlich andere, andere inhaltliche Gründe (nicht mehr zeitgemäß oder so). Jedenfalls habe ich mich letzte Woche in dieser Kolumne anlässlich der niedersächsischen Kommunalwahl als Piratenpartei-Wähler geoutet, was diese konsequent germanisch-männliche Partei der Bionade-Trinker und –Denker auf Anhieb ins hannoversche Stadtparlament gehievt hat. Und nur wenige Tage später gewinnt sie bei der Berlin-Wahl schon fast neun Prozent. Ein Erfolg, der sich sogar bis Taiwan herumgesprochen hat:

Aber wir leben nun einmal im digitalen Zeitalter, worauf nun auch Ikea reagiert hat. Diese sympathische schwedische Möbelfirma, die komischerweise erst zwei Filialen in meiner Heimatstadt Hannover besitzt, hat nämlich mit ihrem Erfolgsregal Billy die analoge Epoche endgültig verabschiedet. Und nimmt damit auch Abschied vom Buch (und übrigens von Videokassetten, die gern in buchähnlichen Verpackungen daheim gelagert wurden). Billy kommt zukünftig tatsächlich 11 Zentimeter tiefer in die Geschäfte, hat so die Beschränkungen durchs bisherige Buchformat (28 cm Tiefe) überwunden, ja abgeschüttelt. Und man kann daher von nun an in Billy nicht nur Bücher, sondern wesentlich größere Dinge unterbringen. Und eBooks stellt man sowieso nicht ins Regal.

In England wurde diese Entscheidung, wie man hier lesen kann, schon als Untergang des Abendlandes bezeichnet, für mich jedoch ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Denn wer liest heute noch Bücher, es gibt doch so viele lustige Dinge im Netz beispielsweise bei YouTube:

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