Startseite > Uncategorized > Kritik: John Carpenter’s The Ward

Kritik: John Carpenter’s The Ward

Viel braucht es nicht um einen Horrorfilm der alten Schule zu inszenieren. Und wenn das dann noch mit John Carpenter ein richtiger Old-School-Regisseur übernimmt, garantiert das zumindest einen unheimlichen Spaß. Der 63-jährige Carpenter, der das moderne Grusel-Genre seit den späten Siebzigern ja wie kein anderer geprägt hat und dem wir Klassiker wie „Assault – Anschlag bei Nacht“, „Halloween – Die Nacht des Grauens“, „Die Klapperschlange“ oder „The Fog“ verdanken, kommt nach zehnjähriger Leinwand-Abstinenz auch in „The Ward“ mit minimalistischen Mitteln aus. Computer-Effekte sind also eher die Ausnahme. Und auf moderne 3-D-Spielereien wird von vorneherein verzichtet.

Schauplatz ist eine psychiatrische Klink im Jahre 1966, und das gruselige Geschehen spielt sich dort vor allem ab in dem bedrohlich kalt wirkenden Gang sowie einem lieblos eingerichteten Aufenthaltsraum. In diese Anstalt wird die offenbar höchst verwirrte Kristen (Amber Heard) zwangsweise eingewiesen, nachdem sie ein einsames Farm-Haus angezündet hat, und erhält das Zimmer einer Insassin, die kurz zuvor Selbstmord gemacht hat. Und ihre Mit-Patientinnen sind vier junge Frauen, Sarah, Iris, Emily und Zoey, mit völlig unterschiedlichen, allerdings recht klischeehaften Macken. Doch trotz aller Bemühungen ihres behandelnden Arztes findet Kristen dort keine Ruhe. Ganz im Gegenteil. Sie fühlt sich bedroht durch eine unheimliche Gestalt, die angeblich nachts durch die Gänge schleicht. Und dann wird plötzlich Iris auf mysteriöse Weise ermordet.

Irgendetwas Neues hat Carpenter hier jedoch nicht zu bieten. Er bleibt sich lieber nach all den Jahrzehnten konsequent treu, zitiert sich ausführlich selber und arbeitet auch wie früher schon mit ziemlich unbekannten Schauspielern. Jüngere Zuschauer werden von diesem altmodischen Horrorfilm trotz der zahlreichen gekonnten Schock- und Schreckeffekte daher enttäuscht sein. Und sogar die spukende Gestalt schaut aus, als ob sie sonst in einer Achtziger-Jahre-Geisterbahn zu Hause wäre. Wer es allerdings nostalgisch mag, der kommt durchaus auf seine Kosten. Und erlebt dann ein wirklich überraschendes Finale.

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter: ,
  1. Du hast noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: