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Archive for Oktober 2011

Nasenkrebs

Oktober 31, 2011 1 Kommentar
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Halloween

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Ach, sind die süß

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Kritik: Killer Elite

Ein Killer mit Burnout? Nein, das gab es damals noch nicht. Und so begibt sich Profikiller Danny Bryce Anfang der 80er Jahre nach einem für ihn schrecklich verlaufenden Job nicht in psychiatrische Behandlung, sondern zieht sich in die Einsamkeit Australiens mannhaft zurück – zwar völlig ausgebrannt, fürchterlich frustriert, aber immerhin hat er mit Anne (Yvonne Strahovski) eine handfest hübsche Freundin. Doch in Actionfilmen ist ein vorzeitiger Ruhestand bekanntlich nie von Dauer, wäre ja auch zu langweilig. Und außerdem wird dieser Typ in dem Agententhriller „Killer Elite“ von Jason Statham verkörpert. Und wer diesen Schauspieler kennt, weiß, was ihn dann im Kino erwartet: meist handgemachte knallharte Action mit coolen Machosprüchen. So auch in diesem Film.

Um Danny zu erpressen und ihn als einer der besten Killer der Welt zu reaktivieren, wird sein alter Mentor Hunter (Robert De Niro) von einem alten Scheich im arabischen Oman festgesetzt. Für seine Freilassung fordert der todkranke Araber den Kopf von drei ehemaligen Kämpfern der britischen Spezialeinheiten SAS, die bei geheimen kriegerischen Auseinandersetzungen drei seiner Söhne getötet haben. Und die Mordanschläge sollen zudem nun wie Unfälle aussehen. Danny willigt ein und macht sich an die tödliche Arbeit. Doch dabei stößt er auf einen mächtigen Gegenspieler, Spike (Clive Owen mit echtem 80er-Jahre-Killer-Schnauzer), ein ehemaliger britischer Agent, der die todgeweihten SAS-Männer schützen soll. Und so beginnt ein feuriges Katz- und Mausspiel, das schließlich in einem spannenden Showdown mitten in der Wüste endet.

Die Geschichte klingt ziemlich haarsträubend, basiert allerdings auf dem angeblich autobiographischen Enthüllungsroman „The Feather Men“ von Ranulph Fiennes. Ein Buch, das bei seinem Erscheinen Anfang der 90er in Großbritannien viel Wüstenstaub aufgewirbelt hat, weil es unter anderem Englands Rolle bei nicht legalen Militäraktionen in Oman geschildert hat. Dass es trotz des brisanten Inhalts erst heute verfilmt wird, wundert schon ein bisschen. Die Regie hat der Ire Gary McKendry übernommen, der bei seinem Kinodebüt diesen Stoff in einen angenehm altmodischen Agententhriller verwandelt hat. In einen richtigen Männerfilm fast ohne Frauen, der allein schon wegen des Zusammentreffens von Statham, De Niro und Owen sein Eintrittsgeld wert ist. Und spannend ist die unglaubliche Geschichte sowieso.

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TV-Kritik: Schreie der Vergessenen

Oktober 27, 2011 2 Kommentare

Der kommerzielle Privatsender Pro7 macht es tatsächlich möglich: Junge Absolventen und Studierende der Filmakademie Ludwigsburg drehen einen gut 90 Minuten langen Fernsehfilm und der Sender zeigt ihn unter dem Titel „Schreie der Vergessenen“ zur besten Sendezeit. Und vereinbart ist sogar eine feste Kooperation zwischen den beiden Parteien, bei der jährlich zwei Filme für Pro7 und Sat.1 entstehen sollen. Eigentlich ein Projekt, dass auch den öffentlich-rechtlichen Sendern gut zu Gesicht stehen würde.

Für den 34-jährigen Regisseur Lars Henning Jung, selbst Absolvent der Akademie, ist das jedenfalls eine Premiere. Der Film ist nach seinem viel gelobten Kinofilm „Höhere Gewalt“ (2008) sein Fernseh-Debüt, bei dem er nach einem Drehbuch von Axel Melzener erstaunlich nassforsch, aber mittlerweile durchaus legitim mit dem schlimmsten Kapitel der deutschen Geschichte umgeht: Mit der Verfolgung und Ermordung der Juden und anderer Minderheiten während des sogenannten Dritten Reichs. Genauer gesagt geht es um die ganz späten Folgen der grausamen Zwillingsexperimente des KZ-Arztes Josef Mengeles. Und um die eigentlich unglaubliche Tatsache, dass auch heute noch an den Hochschulen organische Präparate aus den Konzentrationslagern zu Forschungszwecken verwendet werden.

Kein Wunder also, dass es spukt. Schauplatz ist die Uni Stuttgart. An der Medizinischen Fakultät geschehen nicht zum ersten Mal mysteriöse Dinge, die auf den ersten Blick wie ein Anschlag Rechtsradikaler ausschauen. Große Glasfassaden zerbrechen bei einer Veranstaltung urplötzlich und dabei wird ein Hakenkreuz aus Scherben sichtbar. Der junge Kommissar Bernau (Vinzenz Kiefer) übernimmt diesen seltsamen Fall und ermittelt hartnäckig, auch gegen den Widerstand seiner Vorgesetzten. Als er eines Nachts allein an den Tatort zurückkehrt, trifft er eine kleine Gruppe von Parapsychologen unter Leitung des Freiburger Professors Angerer (Manfred Zapatka), die ebenfalls die unerklärlichen Vorgänge untersuchen. Und Bernau schließt sich ihnen – anfangs widerwillig – an.

Dann wird es richtig gruselig. Bei seinen nächtlichen Nachforschungen in der menschenleeren Uni hat unser Kommissar plötzlich eine Erscheinung. Er sieht ein etwa siebenjähriges, schwarzhaariges Mädchen, das ihn erst am Arm packt und dann mit einem Finger bohrend auf ihn zeigt – und anschließend wieder verschwindet. Bernau, der bisher nicht an Übersinnliches geglaubt hat, ist schockiert und kann sich das alles nicht erklären. Als die Freiburger Parapsychologen dann das Medium Morgana (Germany’s-Next-Topmodel-Gewinnerin Barbara Meier in ihrer ersten Filmrolle) um Hilfe bitten, kommen sie schließlich einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur.

Natürlich ist das alles trotz der historischen Anspielungen ziemlicher Humbug. Auch die Erzählweise ist zuweilen etwas holprig. Gleichwohl ist die Mischung aus Mystery und Krimi stimmig, auch die Spukeffekte sind ganz ordentlich, obwohl man Ähnliches schon öfter gesehen hat. Und natürlich darf man eine solche Nachwuchsproduktion nicht mit Hollywood-Filmen vergleichen. Daher ist „Schreie der Vergessenen“ für Freunde unheimlicher Geschichten alles in allem doch recht unterhaltsame Fernsehkost.

Pro7, Donnerstag 27.10., 20.15 Uhr

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Der Blitzer

Oktober 26, 2011 1 Kommentar

 

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TV-Kritik: The Event

Oktober 26, 2011 4 Kommentare

Freunde gepflegter Verschwörungstheorien sitzen von heute an bei RTL 2 in der ersten Reihe. Der Sender zeigt zur besten Sendezeit, jeweils mittwochs, in Doppelfolgen die US-Serie „The Event“, deren Produzenten an bekannten Mehrteilern wie „24“, „Surface – Unheimliche Tiefe“ oder „Medium – Nichts bleibt verborgen“ mitwirkten. Die allerdings trotz recht anständiger US-Kritiken bereits nach der ersten Staffel abgesetzt wurde, obwohl man sie nicht ganz zu Unrecht mit der Kultserie „Lost“ verglich. Doch die Einschaltquoten waren eben geringer als erwartet. Was ganz offensichtlich, wie die uns vorliegenden ersten beiden Folgen schon zeigen, an der anspruchsvollen, jedoch zuweilen haarsträubend komplizierten Machart liegt. Erzählt wird nämlich die Geschichte beinahe ausschließlich in Rückblenden und bei den häufigen Zeitsprüngen setzt das bei den Zuschauern höchste Konzentration voraus. Dennoch: es lohnt sich.

Im Mittelpunkt steht der Programmierer Sean Walker (Jason Ritter), der mit seiner Freundin Leila (Sarah Roemer) eine romantische Kreuzfahrt unternimmt und plant, ihr dabei einen Heiratsantrag zu machen. Doch bei einem Zwischenstopp verschwindet die junge Frau auf mysteriöse Weise. Keiner kann sich an Leila erinnern. Und selbst Sean taucht plötzlich in den Passagierlisten nicht mehr auf, wird gar für einen blinden Passagier gehalten. Zudem wird ein junger Mann, den unser Pärchen auf der Reise kennengelernt hat, ermordet. Und Sean verdächtigt. Von nun an ist er auf der Flucht vor der Polizei und vor offensichtlich finsteren Mächten.

Gleichwohl sucht er verzweifelt weiter nach seiner Freundin und gerät dabei in ein komplexes Netz aus Lügen und Intrigen, mit dem auch der neu gewählte US-Präsident Martinez (Blair Underwood) in einer Parallelhandlung gerade konfrontiert wird. Er ist nach seinem Amtsantritt auf einen unglaublichen und streng geheimen Vorgang gestoßen. Während des Zweiten Weltkriegs ist offenbar ein Flugzeug unbekannter Herkunft über Alaska abgestürzt, die 97 Überlebenden werden seitdem vom Militär bewacht und von der Außenwelt hermetisch isoliert. Und man ahnt es beim Zusehen schnell: Es handelt sich dabei um Außerirdische, die zwar äußerlich wie Menschen ausschauen, deren DNA sich aber um ein Prozent von der unsrigen unterscheidet. Dadurch altern sie wesentlich langsamer und verfügen über ungewöhnliche Fähigkeiten.

Aber es wird noch mysteriöser. Offensichtlich leben bereits unter den Menschen zahlreiche außerirdische Schläfer, die nur auf ein Signal von vermutlich ganz oben warten. Und als der Präsident nun mutig den Vorgang öffentlich machen will, versucht man ihn zu töten. – Harter Alien-Tobak, den uns RTL 2 also präsentiert. Dennoch ist die Geschichte so spannend, dass man sie nach dem etwas wirren Beginn einfach weiter verfolgen muss. Was nicht zuletzt an dem Einsatz gut gemachter Cliffhanger liegt.

Auch die Darsteller-Riege agiert ganz ordentlich. Allen voran Laura Innes als außerirdische Wortführerin Sophia und Zeijko Ivanek als zwielichtiger CIA-Direktor Sterling, während Hauptdarsteller Jason Ritter zwar keine schauspielerische Offenbarung ist, aber ansonsten die Rolle als Gehetzter und Gejagter durchaus anständig erfüllt. Und selbst die Mischung aus Mystery und Alien-Spektakel ist gelungen. Kurzum: Kein außerirdisch guter, dennoch ein recht unterhaltsamer Auftakt einer insgesamt 22-teiligen Serie.

RTL 2, ab Mittwoch 26.10., 20.15 Uhr

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Ja, so sind sie

Oktober 24, 2011 2 Kommentare
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Kritik: Sebastian Fitzek – Der Augenjäger

Wir lieben unsere Psychopathen. Zumindest die, die ausschließlich in Büchern oder Filmen ihr mörderisches Unwesen treiben. Je verrückter und blutiger, desto bester. Und als Spezialist für solch aberwitzig-perverse Typen erweist sich nun erneut Sebastian Fitzek. Mittlerweile werden die Psychothriller des 40-jährigen Autoren in mehr als 20 Sprachen übersetzt, sein letzter Roman „Der Augensammler“ schaffte es im vergangenen Jahr sogar auf die deutschen Bestseller-Listen. Und nun folgt davon mit „Der Augenjäger“ die Fortsetzung. Ein zwar eigenständiges Werk, doch wer vorhat auch noch den „Augensammler“ zu lesen, sollte lieber gleich mit ihm beginnen. Zuviel wird im zweiten Band verraten.

Los geht’s fast wie in einem Softporno, doch nach dem etwas missglückten boulevardesken Anfang zieht Fitzek schnell die Spannung an und liefert eine klug konstruierte Geschichte ab, die aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Und die bisweilen auch angenehm selbstironische Töne anschlägt. Im Mittelpunkt steht ein wahres Prachtexemplar an Psychopathen: der international bekannte Augenchirurg Zarin Suker, bei dem wirklich Genie und Wahnsinn mehr als eng beieinander liegen. Er wird von der wahnhaften Idee getrieben, Frauen die Augen öffnen zu müssen. Und das nimmt er leider tatsächlich wortwörtlich. Seine weiblichen Opfer, die alle etwas gemeinsam haben (was wird hier nicht verraten), entfernt er operativ die Augenlider, dann vergewaltigt er sie auf brutale Weise, um sie anschließend wieder laufen zu lassen. Und fast alle bringen sich anschließend um.

Diese irre Figur wird konfrontiert mit der aus der „Augensammler“ bereits bekannten blinden Physiotherapeutin Alina Gregoriev, die über mediale Fähigkeiten verfügt und von der sich die Polizei wichtige Erkenntnisse verspricht. Mit von der Partie ist auch wieder der Journalist Alexander Zorbach, der noch immer nach seinem entführten Sohn sucht. Und beide geraten schnell selbst in Todesgefahr. – Was sich Fitzek an fürchterliche Qualen für seine positiven Helden ausgedacht hat, ist schon beachtlich und nichts für empfindsame Leser. Außerdem gibt es gleich mehrere überraschende Wendungen. Und fast jedes der meist kurzen Kapitel endet mit einem Cliffhanger. Kurz: ein bis zum Schluss spannendes Buch mit einem offenen Ende. Fortsetzung folgt also.

Sebastian Fitzek, Der Augenjäger, Droemer Verlag, 428 Seiten, 19.99 Euro. Der Autor liest diesen Mittwoch im hannoverschen Raschplatz-Pavillon, Beginn 20 Uhr. Weitere Termine gibt es hier

 

 

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Und er lacht doch

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