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Archive for Dezember 2011

Für die Frau von heute

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Noch ein Dinner

Dezember 30, 2011 1 Kommentar
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Immer wieder nett

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Mops unterm Baum

Mitten in seinem Wohnzimmer stand plötzlich ein Baum. Ein ziemlicher Schock für unseren Mops Oskar. Und das auch noch zu Weihnachten! Aber das war nicht das einzige was unseren Kleinen während der Festtage irritierte. So wurde er gleich am Nachmittag des Heiligen Abends zu seiner Verblüffung tatsächlich aus seinem Lieblingsraum, dem Zimmer meiner Frau, ausgesperrt. Zuvor hatte er nämlich versucht mit den Weihnachtsgeschenken, die eingepackt werden sollten, zu spielen. Oder die süßen Leckereien, die jetzt unter dem geschmückten Weihnachtsbaum lagen, genüsslich zu verzehren.

Solche leckeren Köstlichkeiten mussten also vor einem wie immer hungrigen Mops geschützt werden. Und so wurde Oskar kurzer Hand vor die Tür des Weihnachtszimmers gesetzt. Was er anfangs verwundert und dann zunehmend störrisch zur Kenntnis nehmen musste. Selbst sein missglückter Versuch, aus Protest wie ein Wolf zu heulen oder wie ein kräftiger Bernhardiner an der Tür zu kratzen, half nicht. Die Tür blieb zu. Und was hinter ihr geschah, das blieb für ihn ein wundersames Geheimnis. Kurz: Oskar war ziemlich frustriert.

Aber es sollte für unseren Kleinen noch härter kommen. Als es Zeit zur Bescherung war, wurde er nämlich plötzlich an die Leine genommen. So angeleint durfte er dann wieder in das Zimmer meiner Frau, wurde dort aber am Klavier angebunden. Und das war jetzt offenbar ein richtiger Schock für ihn, mit dem er mit allen Tönen, die ihm zur Verfügung stehen, sofort protestierte. Zum Glück hat er jedoch zu bellen vergessen. Und erst ein getrocknetes Schweineohr, auf das er dann herumkatschte, konnte ihn schließlich beruhigen.

Aber das Ganze hat für ihn und ein wenig auch für uns dann doch noch ein weihnachtliches Happyend gehabt. Nachdem nämlich alle Geschenke überreicht und anschließend vor Oskar in Sicherheit gebracht waren, wurde er wieder losgebunden. Und nachdem er alles ausgiebig beschnüffelt hatte, legte er sich ganz zufrieden unter den Weihnachtsbaum mit dem Kopf auf den Ständer und begann so heftig zu schnarchen, dass das gleich für eine ganze Tannenbaum-Plantage gereicht hätte.

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Und nun die Werbung

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Wie jedes Jahr

Dezember 29, 2011 9 Kommentare
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Kritik: Der Chinese

Dezember 29, 2011 3 Kommentare

Kurz vor Jahresende präsentiert die ARD noch ein echtes Krimi-Highlight: „Der Chinese“, eine neue Henning-Mankell-Verfilmung von Peter Keglevic und das jüngste sowie größte Werk des 63-Jährigen Autors jenseits seiner Kommissar-Wallander-Reihe, das jetzt auch fast den Rahmen des üblichen Sendeablaufs zu sprengen droht. Fast drei Stunden – ohne Unterbrechung – dauert der Film nämlich, allein das setzt schon eine hohe Konzentrationsfähigkeit bei den Zuschauern voraus. Zudem spielt das Werk auf drei Kontinenten, das Motiv der begangenen Morde liegt mehr als 160 Jahre zurück und thematisiert werden Fragen von Schuld und Sühne, von Kapitalismus und Kolonisation.

Doch keine Bange vor großen Worten: Zuschauen lohnt sich. Der Film ist nämlich nach einem Drehbuch von Fred und Léonie-Claire Breinersdorfer auch äußerst spannend erzählt und fesselt den Zuschauer trotz seiner Länge bis zur letzten Minute. Los geht es allerdings nach gewohnter Schwedenart ziemlich blutrünstig. Ein winziger Ort in der tiefsten schwedischen Provinz wird Schauplatz eines grausamen Massakers. Fast alle Bewohner des Ortes werden bestialisch ermordet, und darunter sind auch die Eltern und Verwandten der Richterin Brigitta Roslin (Suzanne von Borsody). Sie ist eigentlich gerade dabei gewesen, sich von ihrem Mann Staffan (Michael Nyqvist bekannt aus der „Millennium“–Trilogie) zu trennen, reist nun aber sofort an den Tatort.

Dort trifft Roslin auf die eigenwillige Kommissarin Vivi Sundberg (Claudia Michelsen), die anfangs allerdings nicht bereit ist, die Richterin bei deren eigenen Ermittlungen zu unterstützen. Außerdem gibt es bereits einen dringenden Tatverdächtigen, der die Morde auch zugibt, dann aber wenige Tage später sein Geständnis widerruft und Selbstmord begeht. Währenddessen stößt Roslin auf einen weiteren Verdächtigen, auf einen Chinesen, der sich am Tag der Morde in der Nähe des Tatorts aufgehalten hat. Die Spur führt aber nicht nur nach China, sondern auch in die USA, wo auf ähnlich grausame Art vor einiger Zeit entfernte Verwandte von Roslin ermordet worden sind – womöglich auch von einem Chinesen.

Und schließlich, nach etwa 100 Filmminuten, reist die Richterin selbst nach China (gedreht in Taiwan), taucht ab in eine völlig fremde Welt, bekommt das „Lost in Translation“-Feeling, wird mit Ritualen und alten Ehrbegriffen sowie einer schier unerschütterlichen Familientradition konfrontiert. Eine Tradition, die offensichtlich auch nicht vor Morden zurückschreckt. Selbst wenn der Anlass, das Motiv schon lange zurückliegt und tatsächlich, wie in diesem Fall, bis in die Zeit des amerikanischen Eisenbahnbaus führt, bei dem angeworbene oder verschleppte chinesische Arbeiter von ihren „weißen“ Vorarbeitern brutal behandelt worden sind. Was sich nun auf zugegeben recht irrwitzige Weise rächt.

Gewiss, der Fall mag schon arg konstruiert und thematisch überfrachtet sein, dennoch werden auch wir ja immer öfter mit Berichten über merkwürdige Ehrenmorde oder seltsame Blutfehden konfrontiert. Dinge, die wir vor 20 Jahren in Deutschland auch nicht für möglich hielten, die aber durch das immer engere Zusammenrücken fremder Kulturen plötzlich auch vor unserer Tür geschehen. Außerdem zeigt der Film zumindest im Ansatz, dass China offenbar dabei ist, große Fehler der europäischen Kolonisation unter anderem in Afrika zu wiederholen – mit genauso bösen Folgen für Land und Leute.

Aber davon einmal abgesehen, auch als reiner Krimi liefert der Film packende Unterhaltung. So geschickt werden die Spannung und der Horror, mit denen die Richterin konfrontiert wird, gesteigert. Und bald fiebert man tatsächlich mit der eigentlich so resoluten und von Suzanne von Borsody exzellent verkörperten Frau mit.

ARD, 30.12.2011, 20:15 Uhr 
Eins Festival, 31.12.2011, 20:15 Uhr / Eins Festival, 01.01.2012, 02:15 Uhr

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