Archiv

Archive for Januar 2012

Überraschung

Kategorien:Uncategorized

Souverän

Januar 22, 2012 2 Kommentare
Kategorien:Uncategorized

Ganz schön knapp

Januar 20, 2012 1 Kommentar
Kategorien:Uncategorized

Ach, diese Kinder

Kategorien:Uncategorized

Jetzt auch noch Hitler

Kategorien:Uncategorized

Medienindustrie ist ein Puff

Januar 19, 2012 1 Kommentar

 

Dass die Filmindustrie mit Fälschungen oder Leerdateien die illegalen Tauschbörsen verstopft, um Leute so die Lust am verbotenen Herunterladen von Filmen zu verleiden, ist zwar nicht neu. Dennoch gibt es auf diesem Gebiet nun eine Premiere mit einer tatsächlich kreativen Methode, Schwarzkopierern das Leben schwer zu machen. Wer sich den Kinofilm „Blutzbrüdaz“ herunterlädt, kann in vielen Fällen beim anschließenden Schauen des Streifen eine böse Überraschung erleben. Kurz nach Beginn des Films wird der eigentliche Dialog plötzlich unterbrochen und die beiden Hauptpersonen, die gespielt werden von den Rappern Sido und B-Tight, wenden sich direkt an den Zuschauer: „Hey! Der Typ hat nicht bezahlt!“

Weiter heißt es dann in einer Direktansprache, dass man „60 Leute am Set“ habe, die alle bezahlt werden müssten, weshalb eben auch der Filmkonsument zur Kasse gebeten werden müsse. Und dann folgt ein ungewöhnlicher Vergleich. Das sei, sagt B-Tight; „wie im Puff, Alter.“ Was Sido dann mit den Worten bestätigt: „und ich will mal sehen, dass Du im Puff nicht bezahlst, Alter“.

Der „Deutsche Kulturrat“ hat inzwischen die Aktion der Rapper gelobt. Sido sei, so Kulturrat-Geschäftsführer Olaf Zimmermann in einer Mail, zur „neuen Galionsfigur des Urheberrechts“ geworden, weil er in einem Werbespot zu seinem Film „Blutzbrüdaz“ „absolut begrüßenswert und beispielhaft (…) auf die zentrale Bedeutung der finanziellen Entlohnung für künstlerisches Schaffen hinweist“. Und dies „mit den richtigen Worten“ und an „die richtige Zielgruppe“ gerichtet.

Was Kulturrat Zimmermann dabei allerdings übersieht, ist, dass Sido die Filmindustrie ja mit einem Bordell vergleicht. Und daher könnte sich mancher Zuschauer fragen, wer denn eigentlich am meisten an den dort üblichen Geschäften verdient: die Künstler und Prostituierten oder die Medienindustrie und die Zuhälter? Und überhaupt: ist Geschlechtsverkehr außerhalb der Bordelle nicht wesentlich befriedigender?

Einen Filmausschnitt gibt es hier

Kategorien:Uncategorized

Kritik: Bezaubernde Lügen

Lügen haben kurze Beine. Und dennoch können sie selbst ein wohlgeordnetes Leben auf einen Schlag turbulent verändern. Das beweist nun mal wieder im Kino Pierre Salvadoris Film „Bezaubernde Lügen“, eine französische Boulevard-Komödie, die auf nett-harmlose, aber stets charmante Weise unterhält. Im Mittelpunkt steht Emilie (Audrey Tatou), die Besitzerin eines Friseur- und Schönheitssalons. Und Tochter einer Mutter (Nathalie Baye), die auch nach Jahren immer noch unter der Trennung von ihrem Mann leidet. Eines Tages erhält Emilie einen anonymen Liebesbrief, den sie sofort in den Papierkorb wirft. Doch dann hat sie eine Idee – mit Folgen.

Sie übernimmt den Text des Liebesbriefes, adressiert ihn aber an ihre Mutter. Die wiederum glaubt nun, dass sie einen anonymen Verehrer hat. Und lebt als vermeintlich begehrte Frau zur Freude ihrer Tochter sichtbar auf. Da sie sich nach weiteren Briefen sehnt, schreibt Emilie ihr kurzerhand noch einen gefälschten Liebesbrief. Doch was zumindest anfangs keiner der beiden Frauen weiß, der Verfasser des ersten echten Schmachtbriefes ist der schüchterne Jean (Sami Bouajila), der als Mann für alle Fälle in Emilies Laden jobbt und sich in seine Chefin unsterblich verliebt hat. So entsteht langsam, aber dann gewaltig ein höchst verwirrendes Spiel um echte Liebe, große Lügen und noch größere Gefühle, das dann allen möglichen Verwirrungen natürlich Genre-üblich mit einem süßen, augenzwinkernden Happy End schließt.

Wer charmant inszenierten Boulevard mag, der wird sich hier bestens amüsieren. Auch wegen der sympathischen Schauspieler. Allen voran die stets zuckersüße Audrey Tatou („Die fabelhafte Welt der Amelie“), die hier nach gut 12 Jahren erneut auf Nathalie Baye trifft. Damals war Baye der weibliche Star in dem Film „Schöne Venus“, der auch in einem Schönheitssalon spielte und in dem dann die junge Nebendarstellerin Tatou ihrer älteren und damals viel bekannteren Kollegin bisweilen darstellerisch die Schau stahl. Nun hat sich das genau gedreht. Und der heimliche Star des Films ist Baye, die richtig entzückend eine reife verliebte Frau spielt und die sich dabei oft liebenswert jungmädchenhaft verhält.

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter:

Schöne Panne

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter:

Känguru

Januar 18, 2012 2 Kommentare
Kategorien:Uncategorized

Max Bentow: Der Federmann

Dieser Debüt-Roman hat alles, was ein spannender Psychothriller braucht: Einen völlig verrückten Serienkiller, der bizarr inszenierte Morde begeht, die aber alle einer irren Logik folgen. Einen Kommissar, der unter diesen scheußlichen Taten so heftig leidet, dass er Trost und Hilfe bei einer Psychotherapeutin sucht, in die er sich dann natürlich heftig verguckt. Und ein teuflisches Spiel, das sich zwischen Täter und Ermittler langsam entwickelt, um gegen Ende mörderische Fahrt aufzunehmen.

Gemordet wird in „Der Federmann“ in Berlin. Und die Opfer sind blonde Frauen. Ihnen hat der Mörder stets die Haare abgeschnitten. Und einen toten zerfetzten Vogel, einen Dompfaff, auf ihre geschundenen Körper platziert. Dieser Anblick ist auch für einen routinierten Kommissar wie den Mittvierziger Nils Trojan so schockierend, dass ihn die Bilder dieser Taten auch noch nachts verfolgen. Seine Ermittlungen erweisen sich zudem als äußerst schwierig, weil der Mörder keine erfolgversprechenden Spuren hinterlässt. Auch eine Augenzeugin eines der Morde, ein junges Mädchen, kann den Ermittlern nicht weiterhelfen. Zwar gibt es dennoch bald einen Hauptverdächtigen, der sich dann aber als unschuldig erweist.

Der Leser, der sich von einigen ekligen Details nicht abschrecken lässt, wird die Geschichte jedenfalls bis zum Ende kaum noch loslassen. So spannend ist ihr Fortgang. Und so aufregend sind gut gesetzte Cliffhanger. Auch dass vieles in Dialogform geschildert wird, sorgt dafür, dass die Handlung noch lebendiger wirkt. Und wundert übrigens kaum, weil der Autor, Max Bentow, als Schauspieler und Dramatiker vom Theater kommt. Kleiner Schwachpunkt ist die finale Auflösung, die nicht aus der Geschichte selbst entwickelt, sondern allein mit der Intuition des Kommissars erklärt wird. Gleichwohl ein viel versprechendes Debüt, dem – wie es heißt – weitere Krimis mit Nils Trojan ja folgen sollen.

Max Bentow, Der Federmann, 384 Seiten, Page & Turner, 14,99 Euro. Der Autor liest am 19. Januar in der hannoverschen Buchhandlung Leuenhagen & Paris, Lister Meile 39. Beginn: 19.30 Uhr

Kategorien:Uncategorized
%d Bloggern gefällt das: