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Die Tücken der Technik

Der Online-Dienst Twitter ist längst im Mainstream angekommen. Selbst Thomas Gottschalk twittert und auch Harald Schmidt verschickt in seiner Show diese maximal 140 Zeichen langen Kurznachrichten, die sogenannten Tweets. Wenn also fast jeder twittert, dann mischen natürlich bei diesem modernen Medium auch die Geheimdienste mit. Schließlich kann jeder theoretisch mitlesen, was andere bei Twitter schreiben. Und das lässt sich dann eben auch bestens von interessierten Diensten auswerten.

Aber nicht nur das. Sondern die Benutzung von Twitter kann auch äußerst unangenehme praktische Folgen haben – beispielsweise wenn eine Behörde mitliest, deren Mitarbeiter grundsätzlich zum Lachen in die Tiefgarage gehen. So eine humorfeindliche Behörde ist der US-Heimatschutz, der ganz offensichtlich die über Twitter verschickten Nachrichten gründlich auswertet. Das jedoch war einem aus Irland stammenden britischen Kneipenbetreiber nicht bewusst. Er kündigte drei Wochen vor seiner Amerika-Reise mittels Tweets unter anderem an, dass er in den USA ein feucht-fröhliches Fass aufmachen und dann sogar „Marilyn Monroe ausgraben“ werde. Und eine Woche vor der Reise schrieb er, dass er jetzt bald nach Amerika gehe, um das Land zu zerstören.

Dass der Spruch über Marilyn ein Zitat aus der US-Zeichentrickserie „Family Guy“ und die angedrohte Zerstörung des Landes im Kneipen-Slang bedeutet, eine Mega-Party feiern zu wollen, war den ernsten Sonnenbrillenträgern des Heimatschutzes allerdings nicht bekannt. Sie sorgten dafür, dass der vermeintliche Grabschänder und Terrorist bei der Einreise mit seiner Freundin erst einmal festgesetzt, verhört, dann stundenlang in eine Zelle gesperrt wurde und schließlich die Rückreise antreten musste.

Aber auch unsere Polizei kämpft bisweilen unfreiwillig komisch mit den Tücken der modernen Technik. So berichtet der Rechtsanwalt Udo Vetter in seinem Blog von einer Durchsuchung der Wohnung eines seiner Mandanten. Im Durchsuchungsbericht habe dann gestanden, dass auf dem Schreibtisch sich lediglich ein Monitor und eine Tastatur befunden hätte. Was fehlte, sei der „dazugehörige PC” gewesen. Daraufhin habe die Polizei auf die Mitnahme des Monitors und der Tastatur verzichtet. – Bei dem PC handelte es sich übrigens um einen iMac.

Bericht aus The Sun

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Kategorien:Uncategorized
  1. Februar 6, 2012 um 2:56 pm

    Die Verantwortlichen im Staats und Parteiapparat tuen sich schwer mit dem Netz. :-))

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