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Kritik: Wilsberg – Die Bielefeld-Verschwörung

Bielefeld gibt es nicht. Das weiß (fast) jeder Internetnutzer. Und die Beweise für die Nicht-Existenz dieser angeblich ostwestfälischen Stadt sind evident: Erster war man selber noch nie in Bielefeld. Zweitens kennt man keinen, der da wohnt. Und drittens ist der, der behauptet, aus Bielefeld zu kommen, selber Teil dieser Verschwörung. (Mehr verrät die Internetseite bielefeldverschwoerung.de.) Es ist also eigentlich umso löblicher, dass sich endlich eine große Fernsehanstalt diesem geheimnisvollen Thema annimmt.

Im neuen ZDF-„Wilsberg“-Fall (Regie: Hans-Günther Bücking, Drehbuch: Timo Berndt) ist auch ein etwas verwirrter junger Mann namens Nils Erdel (Daniel Roesner) felsenfest von der Bielefeld-Verschwörung überzeugt. Er sammelt allerlei Beweise für diesen Komplott, auch nächtliche Filmaufnahmen in einem Wald ganz in der Nähe des Ortes, wo angeblich die Perle Ostwestfalens liegen soll. Und als er sich schließlich von finsteren Gestalten bedroht fühlt, die seine Ermittlungen verhindern wollen, wendet er sich als Münsteraner natürlich an das bekannte Antiquariat mit dem noch bekannteren Privatdetektiven Georg Wilsberg (Leonard Lansink).

Doch der knurrige Schnüffler hält Nils für einen Spinner. Ganz im Gegensatz zu seinem Freund und Finanzbeamten Ekki (Oliver Korittke), der sich sofort von der Verschwörungstheorie überzeugen lässt. Schließlich war auch er noch nie in Bielefeld. Und so weiter. Als Nils plötzlich stirbt und sich sein Tod als Mord herausstellt, überschlagen sich die Ereignisse. Und dann erscheint auch noch Wilsbergs uralter Kumpel Manni auf der Bildfläche, der angeblich in Bielefeld lebt und arbeitet.

Die ganze Geschichte ist natürlich der pure Nonsens, der aber dennoch recht gut unterhält dank einiger netter Einfälle – beispielsweise „Bulle“ Overbeck (Roland Jankowsky) im Drogenrausch. Und dank vor allem des Wiedersehens mit Manni alias Heinrich Schafmeister, der lange Jahre zusammen in dieser Serie mit Wilsberg Münster unsicher gemacht hat. Hier sorgt er nun für hübsche Eifersüchteleien bei seinem Serien-Nachfolger Ekki. Und für den finalen Beweis, dass es Bielefeld doch gibt. Zumindest in diesem ZDF-Krimi, der ganz offensichtlich leider auch Teil der Verschwörung ist.

ZDF, 18.02.2012, 20:15 Uhr 
ZDF neo, 23.02.2012, 20:15 Uhr

Kategorien:Uncategorized
  1. eva
    Februar 20, 2012 um 8:16 pm

    Ja der pure Nonsense und total konfus und totale Zeitverschwendung war dieser
    Wilsberg

  2. Schorschi
    Februar 23, 2012 um 9:49 pm

    Das war der beste Wilsberg aller Zeiten. Unterhaltsam, und fast alles nicht vorhersehbar. Hab mich lange nicht mehr so gut unterhalten gefühlt. Und endlich ein Wiedersehen mit Manni. Super.

  3. März 4, 2012 um 9:55 pm

    Hallo, da draussen, in Deutschland, ihr wisst ja garnicht, wie schrecklich witzig der deutsche Humor ist!
    Ich lebe seit langen Jahren in Frankreich und hier wird nixxxxxmehr gelacht…
    daher behaupte ich, dass DIESER Wilsberg, der wilzbergigste ueberhaupt war.
    Ich habe mich weggeworfen vor LACHEN,
    aber so dermassen gelacht,
    Frau Mutter Kommissarin und ihr Porsche-Brille Assistent im Drogen-Rausch ohne Munition aber mit Vision, es war GOETTLICH, hab’s sogar zweimal geschaut und einfach so gelacht, wie schon lange nichtmehr!!!
    also, jeder der sagt, es sei Zeitverschwaendung gewesen, diesen Film anzusehen, dem empfehle ich eine Freikarte fuer ein David Guetta-Konzert! Der existiert naemlich genausowenig wie Bielefeld.
    APPLAUS an Regisseur, Drehbuch-Autor und natuerlich das TEAM, denn ohne TEAM, keine Verschwoerung

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