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Archive for März 2012

Wenn’s die Polizei erlaubt

März 31, 2012 1 Kommentar
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Tatort – Alles hat seinen Preis

März 31, 2012 2 Kommentare

Alles fließt. Oder steht im Stau. Denn in Berlin, dem Schauplatz des „Tatorts – Alles hat seinen Preis“ schlägt nun einmal der Puls der modernen Zeit gar heftig, und der hat eben meist vier Räder. Damit das auch der allerletzte Fernsehzuschauer beispielsweise im verkehrsberuhigten Bayrischen Wald oder im strukturschwächsten Ostfriesland versteht, zeigt der Film in Zwischenschnitten häufig den Berliner Straßenverkehr, also große Kreuzungen, die Blechlawinen zur Rush Hour. Und die beiden Kommissare Till Ritter (Dominic Raacke) und Felix Stark (Boris Aljinovic) liefern sich zudem gleich mehrfach einen Wettstreit um die Frage, wer in diesem pulsierenden großstädtischen Verkehrsgetümmel wohl schneller vorankommt: Ritter per PKW oder Stark per Fahrrad.

Die Antwort ist natürlich ganz einfach und, wie beinahe alles an diesem Krimi, überaus pädagogisch wertvoll: Stark und sein Zweirad sind letztlich schneller. Und die Begründung liefert seltsamerweise ausgerechnet der Autofahrer Ritter, der zwischendurch mal anmerkt, dass in Berlin auf drei Millionen Einwohner zwei Millionen Autos kommen. Da sind natürlich Probleme im herkömmlichen Individualverkehr alles andere als überraschend. Oder, wie es gern fälschlicherweise heißt, „vorprogrammiert“.

Aber der „Tatort“ beschäftigt sich zum Glück nicht nur mit Berliner Verkehrsproblemen. Obwohl das bestimmt ganz spannend sein könnte. Nein, auch für Bankiers oder Banker kommt’s dicke. Doch gleich zu Anfang gibt es natürlich erst einmal den obligatorischen Toten, auch er ein mobiler Vertreter der Verkehrsbranche. In seinem Büro wird der alte Taxiunternehmer und Miethausbesitzer Herbert Klemke erschlagen aufgefunden. Bei ihren Ermittlungen werden Ritter und Stark gleich mit mehreren Verdächtigen konfrontiert, die alle auf irgendeine Weise ein Geldproblem mit dem Ermordeten hatten. Allen voran ein ehemaliger türkischer Fahrer (Oktay Özdemir) der kleinen Firma. Dann die nach Australien ausgewanderte und in Berlin gerade zu Besuch weilende Tochter des Opfers (Nicolette Krebitz), zwei jüngere Ladenbesitzer aus dem Kiez (Alwara Höfels, Christian Blümel), die Bankberaterin des Firmenchefs (Tatjana Blacher). Und nicht zuletzt dessen langjährige Sekretärin (Renate Krößner), die einzige übrigens die zumindest auf den ersten Blick kein finanzielles Problem hat.

Aus dieser Ausgangskonstellation heraus entwickeln Regisseur Florian Kern und die Drehbuchautoren Michael Gantenberg und Hartmut Block gleich mehrere menschliche Dramen, die jedoch so aufdringlich sozialkritisch daherkommen, dass sie den Zuschauer kaum anrühren. Ziemlich plakativ gezeigt wird nämlich an ihrem Fall, wie ein Kiez langsam und konsequent zerstört wird. Wie originelle kleine Läden plattgemacht werden, weil an ihrer Stelle Filialen von Ladenketten eröffnen wollen. Wie eine Großbank dabei die Fäden zieht, in dem sie sich aus purer Profitgier beispielsweise weigert, Kleinunternehmern Kredite zu geben. Wie durch dieses Streben nach immer mehr Geld der Stadtteil anonymisiert wird und die Kommunikation zwischen den Menschen letzten Endes verlorengeht. Und wie all das – zumindest in diesem Film – in einem Mord endet.

Und die Moral von der Geschicht’? Geld regiert die Welt. Oder eleganter ausgedrückt mit einem Brecht-Zitat, das Hauptdarsteller Aljinovic in einem Interview zum „Tatort“ wie folgt abgewandelt hat: „Was ist der Einbruch in eine Bank gegen einen guten Posten in der Bank?“ Da mag zwar auch ziemlich viel dran sein, aber der eigentliche Mordfall wird bei alldem viel zu sehr vernachlässigt, die Tätersuche fast schon zur spannungslosen Nebensache und selbst die Auflösung ist fürchterlich banal. Während Berlin auch weiterhin im Stau steht.

ARD, 01.04.2012, 20:15 Uhr 
Eins Festival, 01.04.2012, 21:45 Uhr / Eins Festival, 01.04.2012, 23:45 Uhr

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Gemütlich Radfahren

März 30, 2012 2 Kommentare
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Kritik: Die Frau in Schwarz

Den Harry Potter wird er wohl so schnell nicht mehr loswerden: Der Brite Daniel Radcliffe, der bereits mit zehn Jahren vor der Kamera stand und dann mit zwölf, im Jahre 2001, zum ersten Mal den bebrillten Zauberlehrling verkörperte. Eine Rolle, die den damaligen Kinderstar schnell zu einem der bekanntesten Gesichter des internationalen Films machte. Und gegen die er nun als Erwachsener anspielen muss. Nach Engagements am Broadway hat er jetzt die erste große schauspielerische Kino-Verpflichtung jenseits des Potter-Imperiums übernommen und das tatsächlich in einem in England produzierten Horrorfilm. Ein Film, der in seiner Heimat äußerst erfolgreich gewesen ist. Es geht also auch ohne Harry-Potter-Brille.

In „Die Frau in Schwarz“ nach dem populären gleichnamigen Gruselroman von Susan Hill aus dem Jahre 1983, der bereits in den Achtzigern für das Fernsehen verfilmt wurde und von dem es sogar eine Theater- sowie Hörspielfassung gibt, spielt Daniel Radcliffe den jungen englischen Witwer und Anwalt Arthur Kipps. Nachdem seine Frau bei der Geburt ihres Sohnes Anfang des letzten Jahrhunderts starb, kümmert sich Kipps zusammen mit einem Kindermädchen um die Erziehung des Kleinen. Noch Jahre später leidet der Witwer stark unter dem Verlust seiner Frau und hat seinen Beruf in der Zeit offenbar vernachlässigt. Jedenfalls gibt ihm jetzt sein Chef eine allerletzte Chance. Er soll in ein einsam gelegenes Dorf in der tiefsten Provinz reisen und sich dort um den Nachlass der verstorbenen Alice Drablow kümmern.

Ein, wie sich zeigen wird, schwieriges Unterfangen. Was den Zuschauer, der ältere Gruselfilme kennt, kaum überrascht. Schließlich haftet der Provinz in diesem Genre oft was unheimlich Bedrohliches an. Als Kipps in der Ortschaft ankommt, verhalten sich daher auch deren Bewohner ihm gegenüber seltsam ablehnend bis feindlich mit einer Ausnahme: der wohlhabende Sam Daily (Ciarán Hinds), den der Anwalt bei seiner Anreise im Zug bereits kennen gelernt hat und bei dem und dessen Frau (Janet McTeer) er dann auch unterkommen wird. Der Grund dieser Ablehnung hat, wie sich schnell herausstellen wird, mit Kipps Job zu tun, genauer gesagt mit dem Haus der Alice Drablow. Ein wirklich prachtvolles Gespensterhaus, auf dem ein ganz böser Fluch liegt.

Dieses Geisterhaus ist dann auch, wie die US-Kritiker-Legende Roger Ebert zu Recht bemerkte, der eigentliche Star des Films. Ein halbverfallenes Anwesen mit modrigen Gemäuern und allem was zu einem rechten Spuk einfach dazugehört. In dem dann auch eine gespenstische Frau in Schwarz umgeht, während draußen vor der Tür der typisch englische Nebel wabert. Für Freunde des nostalgischen Grusels sind die Szenen im Haus ein echter Genuss und ein richtiger Spaß. Und in diesem düsteren Ambiente agiert Radcliffe oft völlig allein, darstellerisch also ganz auf sich gestellt, was ihm erstaunlich gut gelingt. Genüsslich und gekonnt zitiert nicht nur in diesen Szenen der britische Regisseur James Watkins klassische Vorbilder aus einer Zeit, in dem Horrorfilme noch ohne blutiges Gemetzel auskamen und fast ausschließlich von ihrer unheilschwangeren Atmosphäre lebten.

Auch das überrascht bei diesem Gruselspaß kaum. Schließlich entstand er in den wiederbelebten englischen „Hammer Studios“. Einer Produktionsstätte, die in den fünfziger und sechziger Jahren den internationalen Horrormarkt beherrschte mit Stars wie Christopher Lee oder Peter Cushing und Streifen wie „Dracula“, „Frankensteins Rache“ oder „Das Rätsel der unheimlichen Maske“. 1979 machten die „Hammer Filme“ dann allerdings Konkurs, bis sie schließlich 2007 von dem vor allem als TV-Produzenten bekannten John de Mol („Big Brother“) reaktiviert wurden. Und der Neustart hat sich ganz offensichtlich gelohnt.

Und Action

März 28, 2012 2 Kommentare
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Batman

März 27, 2012 3 Kommentare
Kategorien:Uncategorized

Überraschung!

März 27, 2012 2 Kommentare
Kategorien:Uncategorized
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