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Archive for März 2012

Mein neues Hobby

März 21, 2012 1 Kommentar
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Mobile Sauna

März 19, 2012 1 Kommentar
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Kritik: Polizeiruf 110 – Raubvögel

März 17, 2012 2 Kommentare

Der MDR-„Polizeiruf 110“ kommt wirklich jahreszeitlich punktgenau. Während draußen langsam die Temperaturen steigen, gar ein „Turbo-Frühling“ (Kölner „Express“) angerollt ist und wohl auch die meisten Fernsehzuschauer von ersten Frühlingsgefühlen überwältig werden, zeigt der Sender einen Krimi, der in einer wunderschönen und vor allem sonnendurchfluteten Landschaft spielt: im Harzer-Vorland, rund um die Burg Falkenstein, in der idyllischen Altstadt von Quedlinburg und im Naturschutzgebiet Brekel. Das macht beim Zuschauen tatsächlich Lust auf diese Landstriche, fördert so bestimmt ein wenig auch den Tourismus im Land der Frühaufsteher (Eigenwerbung). Und es ist daher kaum zu glauben, dass dies in 16-Jahren erst der neunte Fall der beiden Herberts, also der Hallenser TV-Kommissare Schmücke (Jaecki Schwarz) und Schneider (Wolfgang Winkler), ist, der auf dem Land spielt.

Was allerdings dabei doch ein wenig stört, ist die Handlung des Films. Sie ist gleichzeitig so wirr und belanglos, dass der Zuschauer bisweilen den Faden der Geschichte verliert. Los geht’s, wie in nahezu allen ARD-Sonntagskrimis, mit einem Mord. Mitten im schon erwähnten Naturschutzgebiet wird nachts der Fluglehrer André Wanka mit einem Spatenhieb niedergestreckt. Seine Leiche wird von dem unbekannten Mörder dann auf ein stillgelegtes Industriegelände in Halle gebracht, wo sie am nächsten Morgen gefunden wird.

Währenddessen wird Hauptkommissar Schmücke nach einer wochenlangen Zwangspause, die er wegen einer schweren Schussverletzung (Sie erinnern sich bestimmt, liebe Leser?!) einlegen musste, von seinem Arzt wieder innendiensttauglich geschrieben. Worüber sich nicht zuletzt sein alter Kollege Schneider und die noch relativ neue Mitarbeiterin Nora Lindner (Isabell Gerschke) aufrichtig freuen. Es menschelt halt gern und viel im MDR-„Polizeiruf“. Alle drei wiedervereinigten Ermittler machen sich nun angesichts des unfreiwillig Toten an die Arbeit. Und werden dabei gleich mit ungewöhnlich vielen Verdächtigen konfrontiert.

Als Mörder und Mörderinnen kommen infrage: Wankas Lebensgefährtin Jenny Münzer (Henny Reents), eine Falknerin, die sich mit dem Ermordeten zuvor heftig gestritten hat. Jennys Bruder, der, wie sich bald herausstellt, auch die sprichwörtliche Leiche im Keller oder besser: in der Scheune hat. Der Spediteur Adamski, der mit ihm vermutlich ein illegales Geschäft am Laufen gehabt hat. Wankas ehemalige Ehefrau Maria (Esther Zimmering), der man mörderische Eifersucht durchaus zutrauen würde. Der engagierte Tierschützer Knut, der irgendwie nicht ganz koscher wirkt. Und nicht zuletzt die zwielichtigen Inkasso-Eintreiber der Hallenser-Unterwelt, die ja grundsätzlich verdächtig sind.

Um den Täter schließlich zu ermitteln, wird viel geredet. Leider auch über Dinge, die der Zuschauer sowieso sieht und nicht noch zusätzlich erläutert haben will. Und wenn nicht geredet wird, wird viel hin- und hergefahren. Das sorgt dann zumindest für schöne Bilder aus Sachsen-Anhalt. Was dem Krimi (Regie: Esther Wenger, Drehbuch: Andreas Pflüger) dagegen aber fehlt, ist das Tempo, das so beschaulich ist wie die Landschaft. Und auf originelle Einfälle ist offenbar gleich von vorneherein verzichtet wurden. Einziger Pluspunkt sind die beiden grundsympathischen Kommissare und ihre bewährten Kabbeleien. Und zweimal dürfen die zwei Herberts noch ermitteln, dann haben sie ihren 50. Fall gelöst und werden von ihrem Sender mit sanftem Druck aufs verdiente Altenteil geschickt. Was trotz dieses misslungenen Films schon ein wenig schade ist.

ARD, 18.03.2012, 20:15 Uhr 
Eins Festival, 18.03.2012, 21:45 Uhr / Eins Festival, 18.03.2012, 23:45 Uhr

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Psychokrise

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Kritik: Contraband

Gut, dass wir darüber gesprochen haben. – Nach diesem Prinzip funktioniert der Schmuggel-Thriller „Contraband“, dessen handelnde Personen fast jede Aktion vorab so ausführlich bereden, dass sie auch der letzte Zuschauer in der allerletzten Reihe des Kinos versteht. Dabei greift er ein Motiv auf, dass schon in zahlreichen Filmen zuvor behandelt wurde: Ein ehemals Böser will ein richtig Guter werden, doch dann holt ihn seine Vergangenheit wieder bös’ ein. Gedreht hat dieses US-Remake des isländischen Überraschungserfolges „Reykjavik – Rotterdam: Tödliche Lieferung“ aus dem Jahre 2008 Baltasar Kormákur. Ein in seiner Heimat Island sehr populärer Schauspieler und Regisseur („101 Reykjavik“), der auch im Original die Hauptrolle gespielt und nun den Schritt nach Hollywood gewagt hat.

Im Mittelpunkt des Films steht Chris Farraday (Mark Wahlberg), eine Schmuggler-Legende, der seiner Frau (Kate Beckinsale) und seiner zwei Kinder wegen inzwischen ein bürgerliches Leben führt. Bis zu dem Tag, an dem sein jugendlicher Schwager (Caleb Landry Jones) eine groß angelegte Schmuggelaktion versemmelt. Und nun dem skrupellosen Gangster Tim Briggs (Giovanni Ribisi) eine Menge Geld schuldet. Der will jetzt die Schulden bei Chris eintreiben, setzt ihn mächtig unter Druck und bedroht dabei vor allem seine Familie. In seiner Not beschließt Chris mit ein paar Männern daher einen letzten großen Deal. Er fährt nach Panama, will dort im großen Stil Falschgeld besorgen und es in die USA schmuggeln. Doch dabei läuft fast alles schief. Und der Druck durch Biggs wird immer größer.

Obwohl die Geschichte selbst nicht viel Neues zu bieten hat, ist der Film alles in allem recht spannend. Wahlberg macht seine Sache ganz ordentlich, obwohl er ein wenig zu routiniert agiert. Auch Beckinsale überzeugt darstellerisch, spielt im Film jedoch eher eine untergeordnete Rolle. Und Ribisi ist als Biggs eine echte Naturgewalt. Er neigt zwar ein wenig zum Overacting, erinnert dabei aber bisweilen an den großen Klaus Kinski. Kurzum: „Contraband“ ist gewiss keine filmische Offenbarung, unterhält aber dennoch auf angenehme Weise.

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Um Himmels willen

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Der Müllmann

März 14, 2012 4 Kommentare
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Jeffery Deaver: Carte Blanche

James Bond ist immer noch im Dienst seiner Majestät der Königin. Zwar ist der ursprüngliche 007-Agent, wie ihn in den Fünfzigern Ian Fleming einst erfunden hat, schon längst weit jenseits der Renten-Grenze, doch in Filmen ist er noch quicklebendig. Und in schöner Regelmäßigkeit erscheinen auch Bücher anderer Autoren, in denen Bond die Welt vor abgrundtief bösen Zeitgenossen retten muss. Zuletzt 2008 beispielsweise Sebastian Faulks’ „Der Tod ist nur der Anfang“ und jetzt aktuell „Carte Blanche“ vom amerikanischen Bestsellerautor Jeffery Deaver, der bei uns vor allem bekannt geworden ist durch seine Psychothriller um den gelähmten US-Ermittler Lincoln Rhyme.

Den Anstoß Bond wiederzubeleben bekam der mittlerweile 60-jährige Deaver sogar von den Erben Flemings, die ihn vor Jahren darum gebeten hatten. Und das Ergebnis ist ein fast klassischer Agenten-Roman, der aber Hier und Heute spielt und sich vor den Vorbildern nicht verstecken muss. Deavers Bond ist ein moderner technikaffiner Mann in den Dreißigern, der wie sein literarischer Vorfahr schnelle Autos, schöne Frauen, teure Uhren und ganz trockene Drinks liebt. Der bei letzteren allerdings seine Vorliebe gewechselt hat und nicht mehr zu geschüttelten Martinis greift. Doch die meisten Zutaten des Romans kennt man zumindest bereits aus den Filmen und selbst sein Vorgesetzter ist immer noch ein gewisser „M“, während die technischen Spielereien und schier unglaublichen bis haarsträubenden Raffinessen, mit denen er arbeitet, hier jedoch aus einer Abteilung „Q“ stammen.

Wer sich durch die ersten 50, 60 Seiten des Buchs gearbeitet hat, in denen Deaver den Leser mit zahlreichen merkwürdigen Abkürzungen (die am Ende aber in einem Glossar erläutert werden) quält, der begibt sich mit 007 dann auf eine fast atemlose und stets spannende Reise. Sein Einsatz führt den Agenten von Serbien über England und Dubai bis nach Südafrika. Und das Tempo, das er dabei vorlegt, ist unglaublich und erinnert ein wenig an Jack Bauer aus der TV-Serie „24“. Dabei geht es um einen geplanten terroristischen Anschlag mit tausenden von Toten. Die Spur führt schnell zu einem international operierenden Recycling-Unternehmer, der einen ungesunden Hang zur morbiden Lust pflegt und der bei seinen Unternehmungen von einem skrupellosen, aber äußerst cleveren Handlanger unterstützt wird. Doch gegen James Bond haben die Zwei natürlich keine Chance.

Lesetermine von J. Deaver

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Katzentanz

März 13, 2012 1 Kommentar
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Klaus Kinski

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