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Archive for April 2012

American Pie 4 – Das Klassentreffen

April 26, 2012 1 Kommentar

Oh Mann, wie die Zeit vergeht! Als 1999 „American Pie“ in die Kinos kam, spielte das Internet im Leben der fünf jungen Anti-Helden noch keine große Rolle. Sex-Streifen mussten sie sich noch heimlich auf dem Fernseher anschauen, Facebook war noch nicht erfunden und für die Partnersuche gab’s noch keine Online-Agenturen. Das alles ist heute für die inzwischen erwachsen gewordenen Jungs um den tollpatschigen Jim (Jason Biggs) und den ewigen Kindskopf Stifler (Seann William Scott) längst eine Selbstverständlichkeit. Und obwohl sie inzwischen alle mehr oder weniger einen bürgerlichen Beruf haben oder sogar verheiratet sind, hat sich eines überhaupt nicht geändert: ihre Vorliebe für derbste Scherze und deftigste Zoten.

Darauf beruht nun einmal das Erfolgsrezept dieser Reihe, deren erste drei Teile weltweit rund 755 Millionen Dollar einspielten und allein in Deutschland knapp 15 Millionen Zuschauer in die Kinos lockten. Nach gut neunjähriger Pause läuft jetzt mit „American Pie 4 – Das Klassentreffen“ an mit den gleichen Hauptdarstellern und sogar mit dem Regisseur des ersten Teils, Paul Weitz, der hier allerdings als Produzent fungiert, während das Duo Jon Hurwitz und Hayden Schlossberg die Regie übernommen hat. Und auch ansonsten erinnert vieles an die so erfolgreichen Anfänge.

Gleich zu Anfang gibt’s eine Masturbationsszene mit einer weißen Tennissocke, bei der Jim von seinem zweijährigen Sohn überrascht wird. Später wird ein Darminhalt in einer Kühlbox entsorgt, es gibt ein paar nackte Brüste und sogar kurz einen leibhaftigen Penis zu bewundern. Zwischendurch wird dann bei einem Klassentreffen der Clique in ihrer alten Heimatstadt viel getrunken und heftigst gefeiert. Und selbst Jims netter Vater (Eugene Levy), der seinen Sohn einst mit einem warmen Apfelkuchen überrascht hat, lässt sich von dem bunten Treiben anstecken. Das alles ist leider nicht mehr so frisch und frech wie noch vor 13 Jahren. Doch wer sich damals über die Jungs amüsiert hat, der wird auch heute seinen nostalgischen Spaß mit ihnen haben.

 

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Ein bisschen Gymnastik kann nicht schaden

April 26, 2012 3 Kommentare
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Das waren noch Supermänner

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Horst lässt es krachen

April 25, 2012 1 Kommentar

Wer am 8. Mai in München ist, der sollte sie auf keinen Fall verpassen. Die Party des Jahres, die in der Nobeldisko P1 gefeiert wird. Und eingeladen hat zu diesem Fest der Horst. Aber kein normaler Horst, sondern der Horst Seehofer, seines Zeichens Ministerpräsident des Freistaates. Und nicht nur wegen Horst werden bestimmt ganz viele in die Disko kommen zu Freibier und Freibrezeln, denn eingeladen wurde über Facebook.

Seit kurzem hat Horst Seehofer dort nämlich auch eine Seite, wo er seinen Freunden oder Fans Einblick in das aufregende Leben eines bayrischen Ministerpräsidenten erlaubt. So berichtet er beispielsweise von seinem letzten Papst-Besuch: „Das war heute ein Gänsehauttag mit unserem bayerischen Papst. So ein Erlebnis ist einem nur ganz, ganz selten vergönnt. Dass der Papst seinen 85. Geburtstag mit seinen Bayern gefeiert hat, ist eine große Geste des Heiligen Vaters.“ Oder von seinem Kloster-Aufenthalt zu Ostern: „Freue mich auf ein paar ruhige Tage mit meiner Frau im Kloster. Möbel im Kopf aufräumen, geistige Kraft schöpfen – das sind wunderschöne Perspektiven..“

Beim Möbelaufräumen ist ihm dann bestimmt auch die Idee gekommen, ein Fest für all seine Facebook-Freunde und –Fans zu veranstalten. Jedenfalls steht die Einladung zur Party nun für jeden lesbar auf Seehofers Facebook-Seite. Und sein Wunsch, „möglichst viele von Euch persönlich kennenzulernen“, geht bestimmt in Erfüllung. Das zeigt die Erfahrung mit ähnlichen Facebook-Partys, die oft nicht nur die Polizei ins Schwitzen gebracht hat.

Nur ein Problem gibt es: Das Münchner P1 ist zwar groß, aber bestimmt nicht groß genug für den zu erwartenden Ansturm. Derzeit hat Seehofer gut 5500 Fans bei Facebook und täglich werden es mehr. Und wenn die alle kommen, dann macht sich Seehofer wirklich mal so richtig zum Horst.

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Das spart Zeit

April 24, 2012 3 Kommentare
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Nein, diese Frösche

April 24, 2012 6 Kommentare
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Marc Eisberg: Blackout – Morgen ist es zu spät

Viel Buch fürs Geld bekommt der Leser von Marc Elsbergs „Blackout – Morgen ist es zu spät“. Und vor allem ist der 800 Seiten lange Thriller bis zu seinem apokalyptischen Ende spannend sowie gespenstisch-realistisch. Doch der Reihe nach: Geschildert wird der terroristische Angriff auf eine der empfindlichsten Bereiche unserer Zivilisation: auf die Stromversorgung. In Italien und kurz danach in Schweden gehen urplötzlich die Lichter aus. Erst in einigen Städten und Regionen, dann landesweit. Und schließlich ist fast ganz Europa von diesem Blackout betroffen.

Schnell hat der Protagonist des Romans, der italienische Informatiker und frühere Computer-Hacker Piero Manzano den Verdacht, dass der Angriff aufs Stromnetz erst durch die in einigen Ländern neu eingeführten sogenannten intelligenten Stromzähler ermöglicht wurde. Sie erlauben den Energieversorgern nicht nur eine recht genaue Aufzeichnung der Verbrauchsgewohnheiten ihrer Kunden, sondern über sie lässt sich auch bei Zahlungsverzug von der Zentrale aus die Stromversorgung sperren oder einschränken. Für Kritiker jedoch sind diese Zähler ein großes Sicherheitsrisiko, ja, ein Einfallstor für Hacker und Terroristen. Dennoch sind sie bereits in einigen europäischen Ländern, in den USA und Kanada eingeführt wurden. Und in Österreich beispielsweise plant man ihre zwangsweise Einführung bis 2018 – trotz erster kritischer Stimmen, die nun durch Elsbergs genau recherchiertes Buch Unterstützung bekommen.

Beim Lesen wird einem jedenfalls Angst und Bange. So realistisch wirken die beschriebenen Folgen dieses Stromkollapses, der in wenigen Tagen das private und öffentliche Leben in Europa radikal verändert. Selbst die Behörden und Sicherheitsorgane können nur noch hilflos zuschauen und die immer knapper werdenden Notfallreserven notdürftig verwalten. Auch die Versorgung der Krankenhäuser und Atomkraftwerke mit Notstrom bricht langsam zusammen. Und schließlich gehen auch in den USA urplötzlich die Lichter aus.

Dem Wiener Journalisten und Strategieberater Elsberg ist mit seinem intelligent konstruierten Debüt-Roman tatsächlich ein filmreifer Stoff gelungen. Und dazu gehört natürlich auch ein Held wie der schon erwähnte Manzano, dessen Warnungen und Behauptungen von den Verantwortlichen anfangs ignoriert werden. Der dennoch hartnäckig versucht, die wahren Ursachen dieses Stromausfalls aufzudecken. Und der dabei zunehmend körperlich lädiert gegen Behörden und einem lange Zeit anonymen Gegner kämpfen muss. An seiner Seite natürlich eine hübsche junge Frau. So soll es sein. Und so werden wir es wohl auch bestimmt bald im Kino sehen können. Roland Emmerich, übernehmen Sie!

Marc Elsberg:  Blackout – Morgen ist es zu spät, 800 Seiten, Blanvalet Verlag, 19,99 Euro Der Autor liest am Dienstag, den 24.04., in der hannoverschen Buchhandlung Leuenhagen & Paris, Lister Meile 39, Beginn: 19.30 Uhr

dazu:

Telepolis: Intelligente Stromzähler: „Einfallstor für Angriffe“

futurezone: Smart-Meter-Zwang in Österreich

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