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Kritik: The Yellow Sea

Dass südkoreanische Filme in unseren Kinos zu sehen sind, ist eine ausgesprochene Seltenheit. Vor vier Jahren ist dies Na Hong-jin mit dem von der Kritik gelobten Serienkillerstreifen „The Chaser“ gelungen. Und auch sein neuster Streich, der Thrilleractionfilm „The Yellow Sea“, läuft nun dankenswerterweise zumindest in einigen wenigen Lichtspielhäusern unseres Landes. Er führt den Zuschauer anfangs in das chinesische Grenzgebiet zu Korea. Eine Region mit einer sehr hohen Kriminalitätsrate. Nicht zuletzt wegen den dort lebenden sogenannten Joseonjuk. Koreanisch stämmige Heimatlose, Illegale oder Vertriebene, die unter miserablen Bedingungen in China leben müssen.

Ein Mitglied dieser Minderheit ist auch der traurige Held des Films Gu-Nam (Ha Jung-woo), der sich als Taxifahrer verdingt, sein weniges Geld für Glücksspiel ausgibt und hoch verschuldet ist. Seine Frau ist vor einem halben Jahr nach Südkorea geflohen, seitdem hat Gu-Nam nichts mehr von ihr gehört. Nun bietet ihm ein lokaler Mafia-Boss einen gefährlichen Job an, mit dem er seine Schulden endlich begleichen könnte. Gu-Nam soll illegal nach Südkorea einreisen, dort jemanden ermorden und als Beweis den Daumen des Toten mitbringen. Ohne groß zu überlegen, stimmt Gu-Nam zu. Der Auftrag ist für ihn ein Job wie jeder andere und zudem hofft er, dabei seine Frau wiederzufinden.

Anfangs läuft auch alles nach Plan. Und selbst seinen tödlichen Auftrag kann er scheinbar ausfüllen. Aber nur scheinbar. Denn nicht er, sondern ein Fremder hat die Zielperson ermordet. Dennoch wird er von der Polizei verdächtig. Und hinter ihm her ist offenbar auch die chinesische Mafia. So beginnt eine furiose Verfolgungsjagd, die sich schließlich in einer grausamen Gewaltorgie steigert. Statt „sauber“ mit Pistolen zu töten, wird hier fast archaisch mit Messern und Äxten gemordet. Das Töten ist für Gu-Nam die einzige Chance, um zu überleben. Ähnlich pessimistisch gestimmt, ist der ganze Film, der in beeindruckenden gleichwohl schmutzigen Bildern inszeniert ist. Und den Zuschauer erschöpft oder gar schockiert zurücklässt.

The Yellow Sea, Regie: Na Hong-jin, Südkorea 2010, 141 Min., FSK: 18

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