Archiv

Archive for Mai 2012

Und nun die Nachrichten

Kategorien:Uncategorized

Lolcat

Kategorien:Uncategorized

Neues von Derrick

Kategorien:Uncategorized

Kritik: Act of Valor

Echte Helden tragen selbst unter Wasser ihren Hut. Wer es nicht glaubt, der sollte sich „Act of Valor“ anschauen. Ein vom US-Militär mitfinanzierter Film, der auf angeblich realistische Weise die Arbeit der Spezialeinheit „Navy Seals“ zeigt und an dem zahlreiche – aus Schutz ungenannte – aktive Mitglieder dieser Einheit als Darsteller mitgewirkt haben. Gedreht haben dieses heldische Soldatendrama die Regisseure Mike McCoy und Scott Waugh, die ausgewählt worden sind, weil sie sich zuvor dafür mit einem Werbefilm fürs Militär qualifiziert haben. Und das Drehbuch schrieb Kurt Johnstad, der als Autor vor allem für den martialischen Sandalenfilm „300“ gearbeitet hat.

Zu Anfang dieses gut 100-minütigen Spektakels sieht man Männer einer Einheit der Navy Seals mit ihren Familien am sonnigen Strand von Kalifornien. Die Männer surfen, die Frauen schwätzen. Abends wird bei einem wunderschönen Sonnenuntergang gegrillt und natürlich in Maßen getrunken. Am nächsten Tag zieht diese kleine Gruppe dann in den Krieg gegen das Reich des Bösen. Und die Bösen sind in diesem Film ein islamistischer Terrorist (Jason Cottle), der für ein grausames Bombenattentat auf den Philippinen verantwortlich ist. Und ein jüdischer Drogen- und Waffenschmuggler (Alex Veadov). Beide stammen aus Russland, kennen sich. Und sind nun eben Teil eines weltweiten Netzwerks der Bösewichte.

Genauso schlicht und klischeehaft wie die Story wirken in diesem Film auch alle Figuren, über deren Herkunft und Motive man kaum etwas erfährt. Außer dass man als Krieger wohl geboren worden sein muss. Stattdessen gibt es massenhaft Kampfszenen, gedreht in einem Stil, den man sonst aus brutalen Computerspielen kennt. Und wenn mal gerade nicht gekämpft wird, folgen leere patriotisch-soldatische Parolen. Damit hofft man offenbar, junge Männer fürs Soldatenhandwerk zu begeistern. Und daher wird selbst der Tod und die Trauer in diesem PR-Streifen so sentimental-kitschig in Szene gesetzt, dass es für Nicht-Krieger selbst mit Hut kaum noch zu ertragen ist.

Act of Valor, Regie Mike McCoy und Scott Waugh, USA 2012, 100 Min., FSK: 16

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter:

Kritik: The Yellow Sea

Dass südkoreanische Filme in unseren Kinos zu sehen sind, ist eine ausgesprochene Seltenheit. Vor vier Jahren ist dies Na Hong-jin mit dem von der Kritik gelobten Serienkillerstreifen „The Chaser“ gelungen. Und auch sein neuster Streich, der Thrilleractionfilm „The Yellow Sea“, läuft nun dankenswerterweise zumindest in einigen wenigen Lichtspielhäusern unseres Landes. Er führt den Zuschauer anfangs in das chinesische Grenzgebiet zu Korea. Eine Region mit einer sehr hohen Kriminalitätsrate. Nicht zuletzt wegen den dort lebenden sogenannten Joseonjuk. Koreanisch stämmige Heimatlose, Illegale oder Vertriebene, die unter miserablen Bedingungen in China leben müssen.

Ein Mitglied dieser Minderheit ist auch der traurige Held des Films Gu-Nam (Ha Jung-woo), der sich als Taxifahrer verdingt, sein weniges Geld für Glücksspiel ausgibt und hoch verschuldet ist. Seine Frau ist vor einem halben Jahr nach Südkorea geflohen, seitdem hat Gu-Nam nichts mehr von ihr gehört. Nun bietet ihm ein lokaler Mafia-Boss einen gefährlichen Job an, mit dem er seine Schulden endlich begleichen könnte. Gu-Nam soll illegal nach Südkorea einreisen, dort jemanden ermorden und als Beweis den Daumen des Toten mitbringen. Ohne groß zu überlegen, stimmt Gu-Nam zu. Der Auftrag ist für ihn ein Job wie jeder andere und zudem hofft er, dabei seine Frau wiederzufinden.

Anfangs läuft auch alles nach Plan. Und selbst seinen tödlichen Auftrag kann er scheinbar ausfüllen. Aber nur scheinbar. Denn nicht er, sondern ein Fremder hat die Zielperson ermordet. Dennoch wird er von der Polizei verdächtig. Und hinter ihm her ist offenbar auch die chinesische Mafia. So beginnt eine furiose Verfolgungsjagd, die sich schließlich in einer grausamen Gewaltorgie steigert. Statt „sauber“ mit Pistolen zu töten, wird hier fast archaisch mit Messern und Äxten gemordet. Das Töten ist für Gu-Nam die einzige Chance, um zu überleben. Ähnlich pessimistisch gestimmt, ist der ganze Film, der in beeindruckenden gleichwohl schmutzigen Bildern inszeniert ist. Und den Zuschauer erschöpft oder gar schockiert zurücklässt.

The Yellow Sea, Regie: Na Hong-jin, Südkorea 2010, 141 Min., FSK: 18

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter:

Schwein gehabt

Mai 23, 2012 1 Kommentar
Kategorien:Uncategorized

Nein, diese Holländer

Kategorien:Uncategorized
%d Bloggern gefällt das: