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Kritik: The Raid

Was für ein glücklicher Zufall: Da wird der international weithin unbekannte walisische Regisseur Gareth Evans verpflichtet, in Indonesien einen Dokumentarfilm über einheimische Kampfsportarten zu drehen, und der junge Mann nutzt die Chance, um außerdem mit „Merantau“ (2009) und „The Raid“ (2011) zwei Martial-Arts-Langfilme zu inszenieren, die beide jetzt schon als kultverdächtig gelten. Und ein dritter Film ist bereits in Vorbereitung. Zudem entdeckt Evans dabei den ebenfalls jungen Kampfartisten Iko Uwais, macht ihn zum Hauptdarsteller seiner Filme. Und Uwais brilliert mit seinen Künsten so überzeugend, dass es wohl nur eine Frage der Zeit ist, bis auch Hollywood ihn entdeckt.

Während „Merantau“ es bei uns nur in die Videotheken schaffte, ist nun „The Raid“ auch im Kino zu sehen. Uwais spielt darin den Polizisten Rama, der mit seiner schwer bewaffneten Einheit einen 15-stöckigen Wohnkomplex stürmen soll. Ziel ist die Festnahme eines mächtigen Gangsterbosses, der in dem Haus residiert, dort Drogenlabors unterhält und von einer ganzen Schar von bewaffneten Schergen unterstützt wird. Doch die geplante Razzia (Englisch: Raid) läuft schnell aus dem Ruder, es kommt zu einem unglaublich verlustreichen Kampf mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln. Und schließlich geht es auf beiden Seiten nur noch ums reine Überleben.

Die inszenierten Kampfszenen sind so perfekt, so furios choreographiert, dass sie zu den besten zählen, die man in den letzten Jahren im Kino sehen konnte. Und selbst die Feuergefechte habe eine Wucht, dass dagegen Hollywoods Feuerwerker wie Waisenknaben ausschauen. Wer so etwas mag und auf psychologische Tiefe verzichten kann, der sollte sich diesen Film auf keinen Fall entgehen lassen.

The Raid, Regie: Gareth Evans, Indonesien / USA 2011, 101 Min., FSK: 18

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Kategorien:Uncategorized Schlagwörter: ,
  1. Juli 12, 2012 um 3:41 pm

    He, nichts gegen die „12 Geschworenen“, auf die im Schlußframe Bezug genommen wird.
    Das ist kein schlechter Film.

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