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Kritik: Der Lorax

Was für eine schöne und vor allem perfekte Welt: In der quietschbunten Stadt Thneedville gibt es nahezu alles. Neben künstlichen Stränden ist gleich ein kleines ebenfalls künstliches Schneeparadies. Die Menschen fahren mit phantasievollen Fahrzeugen umher. Die oft garstige und Abfall produzierende Natur ist längst aus der Stadt vertrieben und durch saubere und sogar steuerbare Plastikpflanzen ersetzt. Und auch die Bewohner sind offenbar mehr als zufrieden mit ihrer künstlich kunstvollen Welt. Doch es gibt eine Ausnahme: Die hübsche Audrey wünscht sich eines von ganzen Herzen: einen echten Baum, den sie auf ihrem Hinterhof hegen und pflegen kann. Und als ihr kindlicher Verehrer Ted von diesem Wunsch erfährt, beschließt er sich für seine Angebetete auf die Suche nach einem solchen Relikt aus einer vergangenen Zeit zu begeben.

Von seiner Oma erfährt Ted, dass ihm ein gewisser Once’ler da wohl helfen könnte. Der Mann lebt als Einsiedler in einem heruntergekommenen Haus außerhalb der Stadt und ist nach anfänglichem Zögern bereit, sich Teds Anliegen anzuhören. Und dann erzählt er ihm eine Geschichte, die richtig aufregend ist: Er ist gleichsam der Gründer von Thneedville und letztlich verantwortlich, dass alle Bäume damals aus reiner Geldgier gefällt worden sind. Dabei hat er ein seltsames Wesen kennen gelernt: den Lorax, den Hüter des Waldes und der Natur, dessen Markenzeichen ein prachtvoller Schnauz und ein loses Mundwerk sind. Und der Once’ler kann sogar Ted helfen, weil er noch ein einziges Samenkorn eines echten Baumes besitzt.

Doch das ist erst der Anfang eines turbulenten Ökomärchens für Kinder, die dabei auf heiter spannende Weise erfahren, dass es einfach wichtig ist, etwas zu unternehmen – für die Natur, für das Leben und die Menschen. Ausgedacht hat sich diese märchenhafte Geschichte der in der englischsprachigen Welt sehr populäre Kinderbuchautor Dr. Seuss, der mit richtigen Namen Theodor Geisel heißt und deutsche Vorfahren hat. Von dem 1991 gestorbenen Autor stammen auch die Vorlagen solch bekannter Animationsfilme wie „Der Grinch“ und „Horton hört ein Hu!“. Regie führen hier Kyle Balda und Chris Renaud, der bereits „Ich – Einfach unverbesserlich“ inszeniert hat. Die deutsche Stimme des Lorax spricht der Hollywood-Star Danny DeVito mit leichtem, keineswegs störenden englischen Akzent. Und geeignet ist der Film besonders für ganz junge Zuschauer, die bestimmt auch Spaß haben werden mit der bunten Plastikwelt, die hier eigentlich kritisch hinterfragt werden soll.

Der Lorax, Regie: Chris Renaud, Kyle Balda, USA 2012, 86 Min., FSK: 0

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