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Oststädter Netzgeflüster

Zeitungskrise immer doller

Tageszeitungsleser (also ich auch) schauten am heutigen Tag dumm aus der Wäsche, als sie ihr Blatt morgens aus dem Briefkasten holen wollten. In meinem Revier, Bödeker-/Friesenstraße, blieben die Briefkästen leer. Keine Zeitungen waren zugestellt worden. Und die Abonnenten mussten sich ihr Blatt notgedrungen am nächsten Kiosk kaufen. Der meldete dann bereits am Mittag: Hannoversche Allgemeine (HAZ) und Süddeutsche ausverkauft! Dennoch ergab eine Spontanumfrage ein überraschendes Ergebnis: etwa 50 Prozent der Abonnenten der HAZ haben demnach gar nicht gemerkt, dass ihre Zeitung fehlte. Grund: Sie haben die HAZ mit dem Hannoverschen Wochenblatt verwechselt, das an diesem Tag, wie stets, pünktlich im Briefkasten lag. Kann mal vorkommen. Die Ähnlichkeit ist ja auch verblüffend.

30 Jahre Chaostage

Die Jubiläumsfeiern sollen ja an diesem Wochenende in Hannover über die Bühne gehen. Wie viel Punks anreisen werden, ist noch völlig offen. Getrommelt für diesen Event, den Hannovers Imagepfleger dummerweise völlig ignorieren, wird vor allem in einer eigenen Facebook-Gruppe – mit immerhin 1000 Mitgliedern! Schätzungen gehen jedoch eher von 50 bis 200 anreisenden Personen aus. Was ja nicht viel ist, aber auch nicht weiter wundert, weil sich der Chaostage-Marketingchef, Karl Nagel, inzwischen zur Ruhe gesetzt hat. Und ohne die richtige PR funktioniert eben auch kein Chaos. Aber immerhin plant Nagel, wie er in seinem Blog schreibt, fürs Wochenende eine „Foto-Safari“ in Hannover. Motive wird es ja genug geben. Schließlich wollen am Samstag auch die Nazis auf den Putz hauen. Aber auch die zu erwartende polizeiliche Nazi-Käfighaltung ist bestimmt für ein paar hübsche Bilder gut.

 

Olympische Spiele: Carsten Schmidt rettet Deutschlands Ehre

Nachdem am Wochenende die deutschen Sportler keinen einzigen Blumentopf gewonnen haben, schrieb HAZ-Sportredakteur Carsten Schmidt in seiner Zeitung einen flammenden Kommentar. Darin griff er die Versager (sprich: Athleten) massiv und wortgewaltig an. Ja, er prangerte sie an, geißelte ihr Versagen, brandmarkte sie, forderte eine Überprüfung der staatlichen Zuschüsse und die Entlassung der verantwortlichen Versager-Trainer. Und war beim Schreiben seines Kommentars offenbar kaum noch zu stoppen. Kaum war der Text gedruckt, flutschte es plötzlich medaillenmäßig in London. – So hat Schmidt uns also vor einer Blamage gerettet und dabei die Macht der Presse eindrucksvoll demonstriert.

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter: , ,
  1. August 2, 2012 um 9:32 pm

    „Olympische Spiele: Carsten Schmidt rettet Deutschlands Ehre“
    🙂 :-)…So ein schlechten Medaillen Spiegel hätte es in der Deutschen Demokratischen Republik
    nicht gegeben….:-) 🙂

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