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Kritik: Jeff, der noch zu Hause lebt

Solch einen liebenswert unausgeschlafenen Helden gab es lange nicht in einem amerikanischen Film zu erleben. Dabei ist der Typ alles andere als einer dieser Supercomic-Helden, die seit einigen Jahren ihr strahlendes Unwesen ständig auf den Kinoleinwänden treiben. Die Rede ist von Jeff (Jason Segel, „Nie wieder Sex mit der Ex“, „How I Met Your Mother“). Er ist arbeitslos, 30 Jahre alt und lebt immer noch bei seiner Mutter. Im Keller des mütterlichen Hauses hat er es sich sperrmüllartig eingerichtet. Dort träumt er und kifft er. Und sucht wie Mel Gibson in dem Film „Signs“ nach Zeichen des Universums, um mit ihrer Hilfe sein wahres Schicksal zu erkennen.

Eines Morgens klingelt das Telefon und ein Unbekannter verlangt energisch nach einem Jeff völlig unbekannten Kevin. Als er kurz darauf dann auch noch in einem Bus einen Jugendlichen sieht, auf dessen T-Shirt „Kevin“ steht, ist Jeff sich sicher: Kevin ist eines dieser Zeichen, auf das er solange gewartet hat. Und sofort verfolgt er diesen Fremden. Was der Beginn einer ziemlich aberwitzigen Irrfahrt durch die Stadt ist. Dabei trifft er auf seinen Bruder Pat (Ed Helms, „Hangover“), sein genaues Gegenteil. Er hat sich gerade trotz schmaler Kasse einen Porsche gekauft und führt Jeff seinen neuen Wagen vor. Unterwegs beobachten sie zufällig Pats Frau in Begleitung eines Fremden. Und die beiden Brüder beschließen der Sache auf den Grund zu gehen. Dann ist da noch ihre frustrierte Mutter (Susan Sarandon), die in ihrem Büro plötzlich anonyme Liebesbotschaften von einem Unbekannten erhält.

Dies alles und noch viel mehr verbinden die Regisseure und Autoren Jay und Mark Duplass zu einer warmherzigen, aber auch schrägen Komödie über drei Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Dabei lebt der Film, der auf platte Gags völlig verzichtet, vor allem von seinen amüsanten Dialogen und von drei Hauptdarstellern, die man als Zuschauer einfach mögen muss. Und am Schluss gibt es für unseren sinnsuchenden Jeff sogar ein völlig verdientes wundersames Happyend.

Jeff, der noch zu Hause lebt, Regie: Jay Duplass, Mark Duplass, USA 2011, 83 Min., FSK: ab 6

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