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Kritik: The Expendables 2

Je oller desto doller – das ist heimliche Devise von „The Expendables 2“. Und obwohl die Helden dieses von Simon West inszenierten Films die Fünfzig mit wenigen Ausnahmen bereits weit überschritten haben, ist auch dieser Streifen wie sein Vorgänger ein großer Publikumserfolg. Nicht nur die älteren Zuschauer mögen halt die alten Recken, die der 66jährige Sylvester Stallone hier versammelt hat. Allen voran Dolph Lundgren, Bruce Willis, Chuck Norris, Arnold Schwarzenegger, Jean-Claude van Damme und der Jungspund Jason Statham sowie die junge Hübsche Nan Yu. Zudem stehen diese schlagkräftigen Typen für ein Actionkino, das einfach nur mit viel Radau und Getöse die Leute hat unterhalten sollen, und das sich nicht wie heute meist auf irgendwelchen ernsten philosophisch-psychologischen Metaebenen herumturnend verirrt.

Spaß ist also Programm. Und da ist die Geschichte mehr als zweitrangig. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Expendables (Deutsch in etwa die „Entbehrlichen“), eine Eliteeinheit um Barney Ross (Stallone). Gleich zu Anfang absolviert sie im fernen Nepal eine absurd gefährliche Befreiungsaktion. Kaum daheim in den USA wartet auf sie ihr Chef (Willis) mit dem nächsten brisanten Job. Diesmal geht es Plutonium, das sich der Oberschurke Villain (van Damme) unter die Nägel reißen will. Und als bei dem Einsatz ein Mitglied der Expendables von dem Ganoven ermordet wird, gibt es für die harten Kerle nur noch eins: „Suchen, finden, töten“. Der Rest ist eine Schneise der Verwüstung.

Neben der vorwiegend handgemachten Action ist aber das Schöne, das Witzige an diesem Film der sichtbare Spaß, den alle Akteure beim Drehen gehabt haben, und die wunderbare Selbstironie, mit der sie sich ständig selbst durch den Kakao ziehen. Herrlich beispielsweise wie Chuck Norris mit seiner Internet-Berühmtheit spielt, die ihm übermenschliche Fähigkeiten zuschreibt. Oder wie Schwarzenegger seinen legendären Satz „Ich bin zurück“ variiert. Er ist es dann auch, der am Schluss feststellt, dass sie allesamt längst eigentlich ins Museum gehörten. Doch da irrt der alte Terminator gewaltig. Eine Fortsetzung der „Expendables“ ist schließlich bereits in Planung.

Expendables 2 – Regie: Simon West, USA 2012, 104 Min., FSK: ab 18

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