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Kritik: Das verborgene Gesicht

Für den jungen spanischen Dirigenten Adrián (Quim Gutiérrez) ist es beruflich eine große Chance. Für ein Jahr kann er den Posten als Dirigent des Symphonieorchesters von Bogotá, Kolumbien antreten. Und seine Freundin Belén (Clara Lago) ist sofort bereit ihn zu begleiten. Beide mieten sich ein geräumiges altes Haus außerhalb der Stadt, und anfangs läuft alles wirklich gut. Doch dann erwischt Belén ihren Adrián, wie er mit einer Geigerin seines Orchesters flirtet. Sie reagiert darauf mit größter Eifersucht und denkt sich schließlich einen teuflischen Plan aus.

Da die Vorbesitzerin ihr den versteckten und hermetisch abgeriegelten Panikraum des Hauses gezeigt hat, von dessen Existenz Adrián nichts weiß, zieht sie heimlich in den Raum. Von dort aus kann man nämlich mehrere Zimmer des Hauses gut beobachten. Und um die Sache perfekt zu machen, hinterlässt sie ihrem Freund eine vermeintliche Abschiedsbotschaft. Doch was als Treuetest gedacht gewesen ist, wird für Belén zur Falle. Da sie den Schlüssel hat außen liegen lassen, kann sie den Raum ohne Hilfe nicht mehr verlassen. Und hilflos muss sie nun von ihrem Versteck aus zuschauen, wie sich Adrián mit der hübschen Kellnerin Fabiana (Martina García) tröstet.

Was der bisher international noch weitgehend unbekannte Regisseur Andrés Baiz in dieser kolumbianisch-spanischen Koproduktion erzählt, ist ein richtig perfides Eifersuchtsdrama. Aber auch – besonders in der zweiten Hälfte – ein nervenaufreibender Thriller, der wohl kaum einen Zuschauer kalt lassen wird. Ob man will oder nicht, man leidet einfach mit der in ihrem Versteck gefangenen Belén mit. Und zudem überrascht „Das verborgene Gesicht“ mit einem für das Genre recht seltenen Perspektivwechsel. So wird die erste Hälfte vorwiegend aus der Sicht der Kellnerin erzählt und die zweite dann aus der von Belén. Das ist anfangs zwar etwas verwirrend, dann jedoch äußerst spannend. Sehenswert!

Das verborgene Gesicht, Regie: Andrés Baiz, Kolumbien/Spanien 2011, 95 Min., FSK: 12

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Kategorien:Uncategorized Schlagwörter:
  1. September 14, 2012 um 4:34 pm

    Peculiar article, exactly what I was looking for.

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