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So verteidigt man Botschaften

September 19, 2012 4 Kommentare
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Kritik: Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer

September 15, 2012 1 Kommentar

Wohl fast jedes Land hat sein Ungeheuer von Loch Ness. In Deutschland spielt Nessies-Rolle gern das legendäre Bernsteinzimmer, das meist im Sommerloch recht unvermittelt auftaucht und dann medial für ein bisschen Aufregung sorgt. Entstanden ist dieser wertvoll gestaltete Raum im Auftrag des Preußenkönigs Friedrich I,. der es in seinem Berliner Stadtschloss hat einbauen lassen. Später ist es an den russischen Zaren Peter den Großen verschenkt wurden. Es hat den Katharinenpalast bei Sankt Peterburg geschmückt, bis es während des Zweiten Weltkriegs von deutschen Soldaten geraubt worden ist. Von 1942 ist es dann im Königsberger Schloss ausgestellt wurden. Seit dem Kriegsende ist es jedoch spurlos verschwunden, ja, womöglich durch die Folge eines Luftangriffes verbrannt. Doch bewiesen ist dies nicht. Und es gibt daher seitdem immer wieder neue Spekulationen über den Verbleib des kostbaren Schmuckstücks.

Eine ziemlich haarsträubende Version präsentiert nun „Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer“, in dem zum dritten Mal auf RTL nach „Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen“ (2008) und „… nach der Heiligen Lanze“ (2010) nach einem mythischen Kleinod gesucht wird. Angeblich, wird in dem Film lustigerweise behauptet, steckt hinter dem Verschwinden dieses Schatzes kein Geringerer als Albert Einstein. Demnach hat das Universalgenie es während des Krieges und im Stil eines modernen Robin Hoods von den Nazis geraubt und dann sorgsam vor ihnen versteckt. Der Grund für Einsteins seltsam unakademisches Vorgehen ist jedoch nicht das Bernsteinzimmer selbst gewesen, sondern der im Schmuckstein verborgene und konservierte Samen des seit der Antike ausgestorbenen Silphiums. Einer Heilpflanze, der man wundersame Kräfte nachsagt.

Mehr als 60 Jahre später stößt nun Einsteins Urenkelin Mila (Annika Blendl) auf einen verborgenen Hinweis ihres Vorfahren, der zu dem Bernsteinzimmer führen könnte. Die junge Frau engagiert daraufhin „Deutschlands bekanntesten Schatzsucher“ Eik Meiers (Kai Wiesinger), der schon aus dem zweiten Teil dieser kleinen Filmreihe bekannt ist. Aber auch der skrupellose Chef eines Pharmaunternehmens, Jan van Hassel (Clemens Schick), interessiert sich leider für diesen Schatz – wegen des Silphiums, von dem er sich ein Riesengeschäft verspricht.

Nach einem äußerst turbulenten Beginn, bei dem der gute Eik am Strand von St. Peter Ording von Schergen von Hassels kurzfristig außer Gefecht gesetzt wird, beginnt eine turbulente Schnitzeljagd. Sie führt den Schatzsucher und sein kleines Team quer durch die ganze Republik bis zum finalen Showdown in den bayrischen Alpen. Und diese Schnitzeljagd, die für fünf Millionen Euro für einen TV-Film recht aufwendig inszeniert ist, ist für Freunde knallbunter Abenteuerfilme einfach ein köstlicher Spaß. Besonders weil nicht nur die absolut sinnfreie Geschichte augenzwinkernd erzählt wird, sondern selbst die explosivsten Actioneinlagen bewusst eher lustig als dramatisch ernst wirken. Aber auch den Schauspielern macht das Spektakel sichtbar Spaß. So kann der gebürtige Hannoveraner Wiesinger zwischendurch sogar wie einst Indiana Jones mit der Peitsche knallen. Bettina Zimmermann als seine Frau zeigt erstaunliche Action-Fähigkeiten. Und Clemens Schick, den bestimmt einige Hannoveraner noch von seinem Engagement am lokalen Schauspielhaus kennen, ist sowieso stets ein genialer Schurke.

Kurz: Was Florian Baxmeyer hier inszeniert hat, ist also amüsantes Popkornkino für den heimischen Bildschirm. Und eine Fortsetzung wird am Schluss bereits angedroht. Dann soll es angeblich um die Bundeslade gehen. Es bleibt einen auch nichts erspart.

RTL, 16.09.2012, 20:15 Uhr 
RTL, 17.09.2012, 00:45 Uhr

Es ist da: das iPhone 5

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Kritik: Das verborgene Gesicht

September 13, 2012 1 Kommentar

Für den jungen spanischen Dirigenten Adrián (Quim Gutiérrez) ist es beruflich eine große Chance. Für ein Jahr kann er den Posten als Dirigent des Symphonieorchesters von Bogotá, Kolumbien antreten. Und seine Freundin Belén (Clara Lago) ist sofort bereit ihn zu begleiten. Beide mieten sich ein geräumiges altes Haus außerhalb der Stadt, und anfangs läuft alles wirklich gut. Doch dann erwischt Belén ihren Adrián, wie er mit einer Geigerin seines Orchesters flirtet. Sie reagiert darauf mit größter Eifersucht und denkt sich schließlich einen teuflischen Plan aus.

Da die Vorbesitzerin ihr den versteckten und hermetisch abgeriegelten Panikraum des Hauses gezeigt hat, von dessen Existenz Adrián nichts weiß, zieht sie heimlich in den Raum. Von dort aus kann man nämlich mehrere Zimmer des Hauses gut beobachten. Und um die Sache perfekt zu machen, hinterlässt sie ihrem Freund eine vermeintliche Abschiedsbotschaft. Doch was als Treuetest gedacht gewesen ist, wird für Belén zur Falle. Da sie den Schlüssel hat außen liegen lassen, kann sie den Raum ohne Hilfe nicht mehr verlassen. Und hilflos muss sie nun von ihrem Versteck aus zuschauen, wie sich Adrián mit der hübschen Kellnerin Fabiana (Martina García) tröstet.

Was der bisher international noch weitgehend unbekannte Regisseur Andrés Baiz in dieser kolumbianisch-spanischen Koproduktion erzählt, ist ein richtig perfides Eifersuchtsdrama. Aber auch – besonders in der zweiten Hälfte – ein nervenaufreibender Thriller, der wohl kaum einen Zuschauer kalt lassen wird. Ob man will oder nicht, man leidet einfach mit der in ihrem Versteck gefangenen Belén mit. Und zudem überrascht „Das verborgene Gesicht“ mit einem für das Genre recht seltenen Perspektivwechsel. So wird die erste Hälfte vorwiegend aus der Sicht der Kellnerin erzählt und die zweite dann aus der von Belén. Das ist anfangs zwar etwas verwirrend, dann jedoch äußerst spannend. Sehenswert!

Das verborgene Gesicht, Regie: Andrés Baiz, Kolumbien/Spanien 2011, 95 Min., FSK: 12

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Kritik: Person of Interest

Auf geht’s in die garstige neue Welt: In den USA ist nach der Anschlägen vom 11. September ein Computersystem entwickelt wurden, das alle verfügbaren öffentlichen Überwachungsdaten auswertet und so drohende Gewaltakte vorherberechnen kann. Da sich die Regierung nur für terroristische Aktionen interessiert, werden drohende Gewaltverbrechen von Privatpersonen aber nicht vorab verhindert. In diese Lücke stößt nun Finch (Michael Emerson), der die Software für dieses System geschrieben hat. Auf kompliziertem Wege erhält er die sogenannte „Social Security Number“ von Personen, die demnächst in Gewaltakte verwickelt werden. Allerdings weiß der mittlerweile untergetauchte Finch nie, ob die Person Opfer oder Täter sein wird. Doch dieser geheimnisvolle Computerexperte, der offenbar über unbegrenzte finanzielle Mittel verfügt, ist nicht allein.

In der ersten Folge der neuen US-Erfolgsserie „Person of Interest“ engagiert er den ehemaligen CIA-Killer John Reese (Jim Caviezel). Dieser soll sich nun um die entsprechenden „Personen“ kümmern. Sie – natürlich ohne ihr Wissen – beschützen oder ein von ihnen geplantes Gewaltverbrechen verhindern. Doch Johns Einsätze bleiben nicht unbemerkt. So interessiert sich bald schon die New Yorker Polizei für diesen geheimnisvollen Einzelkämpfer. Aber auch seine ehemalige Arbeitgeberin, die CIA, hat mit ihm noch eine Rechnung offen. Und dann ist dann noch die Mafia.

Das alles klingt komplizierter als es tatsächlich ist. Und sollte keinen Zuschauer davon abhalten diese tatsächlich überaus spannende Serie zu sehen, die in den heutigen USA angesiedelt ist und dennoch ein wenig an Steven Spielbergs Zukunftsthriller „Minority Report“ erinnert. Die Idee und das Drehbuch zu diesem Mehrteiler stammen von dem Engländer Jonathan Nolan, der auch für seinen Bruder Christopher die Vorlagen geschrieben hat für „Memento“ und zuletzt „The Dark Knight Rises“. Und der ein wirklicher Fachmann ist für gut konstruierte Geschichten. Neben der reinen Krimihandlung der in sich stets abgeschlossenen Episoden ist die sorgfältig entwickelte Beziehung zwischen beiden Hauptfiguren interessant. Und natürlich wird auch das Verhältnis Privatsphäre und öffentliche Sicherheit thematisiert.

RTL, donnerstags, 21.15 Uhr

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Katzen!

September 12, 2012 1 Kommentar
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