Startseite > Uncategorized > TV-Kritik: Spuren des Bösen – Racheengel

TV-Kritik: Spuren des Bösen – Racheengel

Das könnte eine richtig große Serie werden: Der Auftakt im vergangenen Januar ist jedenfalls so gut bei Publikum und Kritik angekommen, dass ORF und ZDF „Spuren des Bösen“ kurzerhand zu einer kleinen Krimireihe verlängert haben. Nun läuft als Premiere auf arte mit „Racheengel“ die zweite Episode, für die erneut Regisseur Andreas Prochaska und Drehbuchautor Martin Ambrosch verantwortlich zeichnen. Und wieder spielt die Hauptrolle Heino Ferch, der so überzeugend lange nicht im Fernsehen zu sehen gewesen ist.

Ferch ist der Wiener Kriminalpsychologe Richard Brock, der seine Frau vor Jahren durch Selbstmord verloren hat. Da er angeblich eine Mitschuld trägt, darf er nicht mehr ärztlich praktizieren. Und arbeitet nun als Ausbilder bei der Polizei. Zufällig gerät er mitten in einen ungewöhnlichen Kriminalfall: Nach einer versuchten Festnahme flüchtet ein Mann in eine Buchhandlung, nimmt dort Geiseln. Eine davon ist Brock. Der Psychologe versucht den vermeintlichen Täter zu beruhigen. Vergeblich. Der Mann erschießt sich. Wie Brock später erfährt, soll es sich bei ihm um einen Lehrer handeln, der wegen des Besitzes von Kinderpornos festgenommen werden sollte.

Für die Polizei ist der Fall nach dem Tod des Mannes erledigt. Nicht so für Brock, der nicht glauben mag, dass der Tote ein pädophiler Psychopath gewesen ist. Auf eigene Faust beginnt er zu ermitteln. Und das ist dann wirklich sehenswert. Auf den ersten Blick ist dieser Brock ein gebrochener Mann, der den Kontakt zum wirklichen Leben längst verloren hat, der aber dennoch eiskalt zu analysieren weiß. Er redet nicht viel, meist in kurzen abgerissenen Sätzen. Und bei Befragungen überrascht er oft seine Gegenüber mit scheinbar simplen Fragen, die aber stets ans Ziel führen. Und seine Art zu agieren, wird vor allem wunderbar ergänzt, durch das ungemein morbid wirkende Wien. Durch eine in beeindruckenden Bildern eingefangene Atmosphäre, in der man tatsächlich noch den Geist Sigmund Freuds zu spüren scheint. Kurzum: Großes Fernsehen!

Arte, 30.11.2012, 20:15 Uhr 
Arte, 09.12.2012, 00:55 Uhr

Advertisements
Kategorien:Uncategorized Schlagwörter: , ,
  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: