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Kritik: Camilla Läckberg – „Der Leuchtturmwärter“

Annie ist auf der Flucht. Sie hat immer noch Blut an den Händen. Irgendetwas Schreckliches muss geschehen sein. Mit ihrem kleinen Sohn versteckt sie sich auf einer winzigen Leuchtturminsel vor dem Touristen- und Küstenstädtchen Fjällbacka unweit von Göteborg. Diese „Geisterinsel“ ist schon seit Generation im Besitz ihrer Familie. Auf ihr soll es spuken, weil die Toten – erzählen sich die Einheimischen –  von ihr nicht mehr zurückkommen. Dort besucht sie ihre Jugendliebe Mats, der sich als Gemeindeangestellter um die Finanzen von Fjällbacka kümmert. Zuvor hat er in Göteborg für ein Frauenhaus gearbeitet, ist dort aber von einer Gruppe Jugendlicher zusammengeschlagen worden und hat danach die Stadt verlassen, um in seinem friedlicheren Heimatstädtchen zu leben. Am Tag nach seinem Besuch bei Annie wird Mats jedoch erschossen in seiner Wohnung aufgefunden.

Patrik Hedström von der lokalen Polizei übernimmt die Ermittlungen, die sich als sehr schwierig erweisen. Und natürlich, das wissen Camilla-Läckberg-Leser, wird Hedström bei seiner Arbeit unterstützt von seiner Frau, der Schriftstellerin Erica Falck. Bereits zum siebenten Mal steht dieses Duo im Mittelpunkt eines Krimis der schwedischen Bestsellerautorin. Eine Reihe, die 2002 mit „Die Eisprinzessin schläft“ eröffnet worden ist und deren Bücher alle in Läckbergs Geburtsort Fjällbacka spielen. Und auch in „Der Leuchtturmwärter“ erfährt man wieder viel, ja sehr viel über das Leben und die Familien der handelnden Personen. Was für Freunde dieser Krimi-Reihe bestimmt ein Vergnügen ist, weil eben sehr vieles vertraut erscheint und sie beim Lesen auf alte Bekannte treffen. Was auf neue Leser indes ein wenig abschreckend und auch verwirrend wirkt, besonders weil sich die eigentliche Krimihandlung dadurch anfangs eher schleppend entwickelt.

Ähnlich „gewöhnungsbedürftig“ sind die zahlreichen Personen, aus deren Perspektive die Geschichte schnell abwechselnd erzählt wird. Doch nach etwa der Hälfte des recht umfangreichen Buches zieht die Autorin das Erzähltempo spürbar an, es entwickelt sich ein zwar komplizierter, gleichwohl zunehmend spannender Kriminalfall. Und am Ende überrascht die Autorin die Leser mit einer verblüffenden Auflösung.

Camilla Läckberg, „Der Leuchtturmwärter“, List Hardcover, 480 Seiten, 19,99 Euro.

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