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Archive for Januar 2013

So macht man(n) das

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Vogelwild

Januar 22, 2013 1 Kommentar

Der gute alte Hühnerhaufen hat ausgedient. Zumindest im Fußball. Und selbst bei Hannover 96. Zwar erinnert die Abwehr der 96-Kicker immer noch oft an einen Haufen wild durcheinanderlaufender Hühner, die sich um eine Handvoll hingeworfener Körner streiten. Aber von einem Abwehr-Hühnerhaufen spricht heute keiner mehr. Stattdessen heißt es in allen Reportagen, ob in Radio, Fernsehen oder Zeitungen, nur noch „vogelwild“.

So hat beispielsweise am vergangenen Freitag der Schöngeist unter den Fußballkommentatoren, Sky-Reporter Marcel Reif, beim Spiel der hannoverschen Roten gegen die Königsblauen aus Schalke gleich mehrfach die Spielweise der 96er-Abwehrreihe als vogelwild bezeichnet. Und da diese Wildheit offenbar ansteckend ist, spielten schließlich auch die Schalker nach Reifs Worten vogelwild. Die Folge war bekanntlich ein lustiges 4:5, das dann auch in meiner Zeitung am Morgen danach gleich zweimal konsequent auf die vogelwilde Defensivleistung der Hannoveraner zurückgeführt wurde.

Doch schaut man in den Duden, dann gibt es das Wort „vogelwild“ trotz seiner medialen Popularität überhaupt nicht. Und in einem solch merkwürdigen Fall schlägt man am besten im Internet bei Google nach. Dort wird man dann auch schnell fündig. Demnach begann „vogelwild“ seinen Siegeszug bereits in der Bundesligasaison 2008/09. Besonders oft soll es im Sportmagazin „Kicker“ plötzlich aufgetaucht sein und bei dem damaligen Premiere-Kommentator Fritz von Thurn und Taxis, der sowieso als Metaphern-Quäler gefürchtet ist. Außerdem heißt es in einem Sportforum, das „vogelwild“ im Bayrischen schon immer gern verwendet wird. Und der bajuwarische Rockpoet Georg Ringswandl, der auch in Hannover regelmäßig zu Gast ist, hat 1992 ein Album sogar „Vogelwild“ genannt.

Und es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis „vogelwild“ auch außerhalb der Fußballsprache verwendet wird. Schließlich passt es doch ganz gut beispielsweise zu dem Verhalten der FDP-Spitze, auch der SPD-Kanzlerkandidat verhält sich ja ziemlich vogelwild und die Energiepolitik der Bundesregierung ist manchmal genau so. Da kann man nur hoffen, dass zumindest die 96er ihre Hühnerhaufen-Abwehr endlich in den Griff bekommen.

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Kritik: House at the End of the Street

Januar 19, 2013 1 Kommentar

Ein Umzug in ein neues Haus kann ganz schön gefährlich sein. Zumindest in Horrorfilmen. Das Haus entpuppt sich dort oft als Ort ungastlicher Geister oder in der direkten Nachbarschaft ist ein so schreckliches Verbrechen geschehen, dass die Tat immer noch böse nachwirkt. Dies müssen auch Sarah (Elisabeth Shue) und ihre Teenager-Tochter Elissa (Jennifer Lawrence) erfahren, die aus Chicago in ein Provinznest gezogen sind. Ihr neues Heim ist zwar groß und geräumig, aber das Nachbarhaus ist vor wenigen Jahren Schauplatz eines grausamen Mordes gewesen. Ein junges verwirrtes Mädchen hat dort ihre Eltern bestialisch getötet und ist danach – so erzählt man – im nahen Wald spurlos verschwunden. Überlebt hat die Tat ihr zufällig nicht anwesender Bruder Ryan (Max Thieriot), der nun in dem Haus lebt.

Der Mord hat den jungen Mann zum Außenseiter in der nahen Gemeinde gemacht. Die Leute beäugen ihn misstrauisch als vermeintlich gefährlichen Sonderling und versuchen den Kontakt zu ihm zu vermeiden. Nicht so Elissa, die ihn zufällig eines Abends kennen lernt und den geheimnisvollen Ryan höchst attraktiv findet. Zwischen den beiden entwickelt sich schnell eine immer enger werdende Freundschaft, obwohl diese Beziehung Sarah überhaupt nicht gefällt. Aber Elissa setzt sich gegen den Willen ihrer Mutter durch – ohne zu ahnen, welch fürchterliches Geheimnis Ryan im Keller seines Hauses verbirgt.

Viel Neues oder Überraschendes hat Mark Tonderais Film zwar nicht zu bieten. So gibt es Szenen, die stark an moderne Klassiker des Genres erinnern wie beispielsweise den japanischen Horrorfilm „Ringu“ oder den ersten Teil der „Scream“-Reihe. Und die Auflösung der Geschichte ist sogar eine Art Teenager-Variante von Alfred Hitchcocks „Psycho“. Doch immerhin gelingt dem englischen Regisseur besonders in der ersten Hälfte eine erstaunlich differenzierte Schilderung der diffizilen Persönlichkeit Ryans. Und er hat mit Jennifer Lawrence eine wunderbare weibliche Hauptdarstellerin, die sich durch Filme wie „Winter’s Bone“, „Die Tribute von Panem“ oder „Silver Linings“ zum vielbeschäftigten Jungstar entwickelt hat. Auch hier überzeugt die 22-Jährige wieder durch ihre erstaunliche Leinwandpräsenz, gegen die ihr Partner Max Thieriot oft vergeblich anspielt. Und diese Leistung tröstet dann auch über einige schlimme Logikfehler des Films hinweg.

House at the End of the Street, Regie: Mark Tonderai, USA 2012, 141 Min., FSK: 16

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TV-Kritik: Polizeiruf 110 – Fischerkrieg

Januar 19, 2013 1 Kommentar

Für Alexander Bukow (Charly Hübner), dem Proll unter Deutschlands TV-Ermittlern, kommt es diesmal ganz dicke. Ausgerechnet sein Vater Veit (Klaus Manchen), ein Rostocker Bar-Besitzer, steht unter Verdacht, im Menschenschmuggel nach Schweden verwickelt zu sein. Außerdem hat er womöglich sogar einen Mitwisser ermordet. Zwar traut Bukow seinem „Vadder“ vieles zu, schließlich wurde schon oft wegen illegaler Geschäfte gegen ihn polizeilich ermittelt. Aber ein Mord? Nein, das kann nicht sein – da ist sich der Sohn ganz sicher, obwohl die Indizien gegen seinen alten Herren sprechen.

Natürlich wird Bukow von dem Fall aus persönlichen Gründen entbunden, aber das schert ihn überhaupt nicht. Wie er sich jetzt polternd und undiszipliniert aufführt, dabei auf eigene Faust die Wahrheit herausbekommen möchte, das ähnelt fast einem Amoklauf und würde im realen Leben gleich für mehrere Entlassungen aus dem Polizeidienst reichen. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen wirkt dieser Testosteron gesteuerte Typ so ungemein sympathisch. Und wenn er in einer Hafenspelunke die ihm nicht gerade freundlich gesinnten Anwesenden laut anpöbelt: „Ich heiße Bukow, ich kriege alles raus“, dann ist das für den Zuschauer einfach amüsant.

Doch bevor es zu dieser dramatischen Zuspitzung kommt, beginnt der Rostocker „Polizeiruf 110 – Fischerkrieg“ wie ein ganz normaler ARD-Sonntagskrimi mit einer Leiche. Im Hafen wird ein alter Fischer tot aufgefunden. Er ist erschossen worden, und der Verdacht fällt schnell auf die Besatzungsmitglieder eines polnischen Trawlers. Zwischen ihnen und den heimischen Fischern herrscht „Krieg“ um den Fisch. Verantwortlich für den verbissen geführten Konflikt sind vor allem die restriktiven Fangquoten der EU, die die Existenz der Ostseefischer gefährden, dadurch zu einem verschärften Konkurrenzkampf auf dem Meer führen. Zudem sollen die Polen mit verbotenen Fangnetzen fischen.

Bei den Ermittlungen, die von Bukow und seiner LKA-Kollegin Katrin König (Anneke Kim Sarnau) geführt werden, stellt sich aber heraus, dass der Ermordete regelmäßig Iraker nach Schweden geschmuggelt. Und dass er früher in der DDR schon sogenannte Republikflüchtlinge zur Flucht in den Westen verholfen hat. Für letzteres hat er sogar vor Jahren das Bundesverdienstkreuz erhalten. Aber heute macht man sich für ein ja durchaus vergleichbares Vergehen eben strafbar. Ein moralischer Widerspruch, der besonders der Kommissarin König nahegeht, da sie offenbar selber als Kleinkind über die Ostsee in den Westen geflohen ist. Und ein Widerspruch, den der Regisseur Alexander Dierbach und sein Drehbuchautor Florian Oeller in diesem Film für den Zuschauer nachvollziehbar und mit viel Empathie entwickelt haben. Dazu sagt Oeller im Presseheft zum Film: „Katrin Königs Eltern haben einst für ihre Hoffnung auf ein besseres Leben jenseits der Grenze ihr Leben riskiert, genau wie die illegalen Migranten von heute, die sich unter ungeheuren Strapazen durch Europa schmuggeln lassen.“

Beide Ermittler macht dieser Fall also auf ganz unterschiedliche Art persönlich betroffen, was ja eigentlich Schlimmes befürchten lässt. Dennoch wird der Film zu keiner reinen Betroffenheitsübung mit gut gemeinter politischer Botschaft, wie man sie leider viel zu oft im „Tatort“ zu sehen bekommt. Dafür wirkt die Geschichte zu realistisch „schmutzig“ und vor allem erstaunlich lebensnah. Das ungleiche Duo Bukow und König ergänzt sich erneut vortrefflich, ja bisweilen scheinen die zwei sogar miteinander zu flirten. Und der durchaus komplizierte Krimifall bleibt bis zu seiner überraschenden Auflösung spannend, weil er mehr ruhig erzähltes Drama als aufgeregter Krimi ist.

ARD, 20.01.2013, 20:15 Uhr 
Eins Festival, 20.01.2013, 21:45 Uhr / Eins Festival, 20.01.2013, 23:45 Uhr
ARD, 21.01.2013, 00:35 Uhr

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Die Band von morgen

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Hunde lieben Socken

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Das ist live!

Januar 15, 2013 1 Kommentar
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