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Archive for Februar 2013

Kritik: The Crime

Fernseh-Nostalgiker werden diesen Film mögen. Vorbild für Nick Loves „The Crime“ ist die britische Krimiserie „The Sweeney“, die bei uns Anfang der achtziger Jahre vom ZDF unter dem Titel „Die Füchse“ gezeigt worden ist. Im Mittelpunkt steht der bärbeißige Polizist Jack Regan, der in London eine kleine mobile Einheit zur Bekämpfung von Gewaltverbrechen leitet und bei seinen Einsätzen kein Pardon kennt. Eine Figur, die ein wenig an den Duisburger Kommissar Schimanski, auch er ein Held der Achtziger, erinnert. Und heute nicht mehr so recht in die Zeit passt.

Hier wird Regan gleich zu Anfang mit einem brutalen Juwelenraub konfrontiert, bei dem scheinbar grundlos eine zufällig anwesende Frau erschossen wird. Der Verdacht fällt schnell auf den Berufsverbrecher Allen, der dann auch bald festgenommen wird. Nach einem äußerst hart geführten Verhör muss er jedoch wieder freigelassen werden. Ein Fehlschlag, durch den Regan und seine unkonventionellen Methoden endgültig ins Visier des internen Polizeiermittlers Ivan Lewis (Steven Mackintosh, bekannt aus der britischen TV-Serie „Luther“) geraten. Gleichzeitig führt die Spur des Raubmordes nun zu einer serbischen Gangstergruppe. Als diese dann eine Bank mitten in London überfällt und bei dem folgenden Polizeieinsatz Regan die Befehle seines Vorgesetzten Frank Haskins („Homeland“-Star Damian Lewis) missachtet, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu.

Sehenswert ist diese Geschichte vor allem wegen des „Regan“-Darstellers Ray Winstone („The Departed“). Ein richtiger Charakterkopf, der sich bisweilen aufführt wie ein angeschossener wilder Stier, der stets heftig flucht, seine Befehle herausschreit und notfalls einfach mit der Faust zuschlägt. Gleichwohl schaut man diesem Typen gerne zu, auch wenn man selbst ihm nicht in die Hände fallen möchte. Dennoch wirkt „The Crime“ bisweilen nur wie ein Pilotfilm einer neuen TV-Serie. Was unter anderem an der wenig originellen Handlung, dem offenen Ende und an dem mit 2,3 Millionen Euro für eine Kinoproduktion recht bescheidenen Etat liegt, der dann wohl auch für einige unfreiwillig komische Fehler verantwortlich ist.

The Crime, Regie: Nick Love, GB 2012, 112 Min., FSK: 16

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Und schon wieder Werbung

Februar 28, 2013 1 Kommentar
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Gemein!

Februar 28, 2013 1 Kommentar
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Wichtige Erfindung

Februar 27, 2013 1 Kommentar
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Ein bisschen Werbung

Februar 24, 2013 1 Kommentar
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Harlem Shake

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Kritik: Ghost Movie

Marlon Wayans versucht es diesmal allein – ohne Unterstützung von Mitgliedern seiner vielköpfigen Komikerfamilie, mit denen zusammen er die bekannte „Scary Movie“-Reihe auf die Beine gestellt hat. Auch sein „Ghost Movie“ ist wieder eine Parodie, in der vor allem vermeintlich dokumentarische Horrorstreifen wie „Paranormal Activity“ durch den Comedy-Kakao gezogen werden. Angereichert wird dies mit gängigen Elementen aus Exorzismus-Schockern. Und Regie führt der Newcomer Mike Tiddes, der sich mit seinem Film zumindest produktionstechnisch nicht hinter den parodierten Vorbildern verstecken muss.

Im Mittelpunkt steht Malcolm (Wayans), der mit seiner Freundin Kisha (Essence Atkins) gerade in ein neues Haus in einem Vorort von Los Angeles gezogen ist. Ihren Start in ein gemeinsames Leben hält er mit einer Videokamera fest. Schon bald geschehen gar seltsame Dinge. Ein Poltergeist treibt offenbar in dem Haus sein Unwesen, spukt anfangs vor allem nachts, dann aber auch tagsüber. Schließlich ist Kisha offenbar sogar von einem Dämon besessen. Und keiner kann unserem armen Paar helfen weder der zu Rate gezogene schwule Geisterseher noch der trottelige Exorzist.

Filmisch präsentiert wird dieser schräge Stoff wie eine improvisiert wirkende Sketchparade. Dabei gibt es dann durchaus ein paar ganz nette Gags und ein paar hübsche Einfälle – beispielsweise in den kurzen Szenen mit der herrlich faulen Putzfrau. Doch leider überwiegen ziemlich alberne Zoten und witzlose Ferkeleien wie die ständigen Pupswitze. Sie werden so oft wiederholt, dass sie einem den Spaß an diesem Film bald endgültig rauben.

Ghost Movie, Regie: Mike Tiddes, USA 2013, 86 Min., FSK: 12

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Und Action

Februar 21, 2013 1 Kommentar
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Besser als Fußball

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Kritik: Am Schaschlikspieß

Februar 20, 2013 2 Kommentare

Wer Agatha Christie mag, der sollte es mal mit Edda Mincks neuem Krimi versuchen. Das darin von der Bochumer Schriftstellerin, die durch ihre „Ruhrpottkrimis“ um Maggie Abendroth bekannt geworden ist, entworfene Szenario erinnert wohl bewusst stark an die Romane der großen englischen Autorin. Und auch der Held, der Kölner Kommissar Gregor Hölderling, ist eine aus der Zeit gefallene originelle kluge Figur mit zahlreichen liebenswerten Macken. So schmeckt dem schwer Übergewichtigen die Arbeit überhaupt nicht, dafür aber das Essen umso mehr. Er kocht leidenschaftlich gern und sein heimliches Büro ist das kleine Bistro seines liebsten Feinkosthändlers. Und er trauert immer noch seiner ehemaligen Frau und Jugendliebe Annelies nach, die ihn schon vor Jahren verlassen hat.

Die Rechtsmedizinerin Annelies ist auch der Grund, dass Hölderling an einem Klassentreffen in einem schmucken Hotel auf dem Land teilnimmt. Dort hofft er, ihr mal wieder nahe zu sein. Bereits kurz nach seiner Ankunft fängt es so stark an zu schneien, dass der Ort von der Außenwelt bald völlig abgeschnitten ist. Beim ersten gemeinsamen Essen der ehemaligen Schulklasse kommt es dann zu einem bösen Zwischenfall. Schon bei der Suppe bricht plötzlich die Frau des Hotelbesitzers und ehemalige Mitschülerin unseres Kommissars tot zusammen. Vieles spricht für Mord. Und da die lokale Polizei wegen des Schneechaos das Hotel nicht erreichen kann, übernimmt Hölderling notgedrungen die Ermittlungen.

„Suppenmord – Kommissar Hölderling kocht“ ist ein solider Krimi, der vor allem dank der etwas eigentümlichen, aber sympathischen Hauptfigur den Leser gut unterhält. Der Roman besitzt zudem genügend Wortwitz und Situationskomik. Und obwohl der Kreis der Verdächtigen äußerst überschaubar ist, ist die Auflösung des Falls durchaus überraschend. Genau wie das Mordinstrument: ein ganz gewöhnlicher Schaschlikspieß. Ein hübscher Einfall.

Edda Minck, Suppenmord – Kommissar Hölderling kocht, rororo, 256 Seiten, 8.99 Euro.

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