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Kritik: Celeste & Jesse – Beziehungsstatus: Es ist kompliziert!

Warum bloß klingen deutsche Filmtitel oft so holprig? Dabei heißt in diesem Fall die Komödie im amerikanischen Original schlicht „Celeste & Jesse Forever“. Was nicht nur eleganter ist, sondern auch treffender. Das Paar, um das es hier geht, hat sich zwar nach sechsjähriger Ehe vor einem halben Jahr getrennt. Es lebt in Los Angeles aber immer noch Tür an Tür, verbringt seine Freizeit meist zusammen, albert dann wunderbar eingespielt miteinander herum und scheint tatsächlich wie geschaffen für ein gemeinsames Leben. Und auf dieses ungewöhnliche Trennungsverhalten reagieren die Freunde von Celeste und Jesse ziemlich irritiert, fühlen sich provoziert und manchmal kommt es, wie die Anfangsszene zeigt, sogar zum offenen Streit.

Dabei passen die beiden Anfangdreißiger eigentlich nicht wirklich zusammen. Celeste ist eine Powerfrau, arbeitet als Trendforscherin und Marketingberaterin, Jesse dagegen jobbt eher lustlos als Grafiker, und Karriere ist für ihn ein Fremdwort. Doch im Verlauf der Jahre hat sich zwischen ihnen eine so starke innige Freundschaft entwickelt, dass selbst das Ende ihrer Ehe daran nichts ändert. Dann jedoch geht Jesse eine neue Beziehung ein, was Celeste anfangs wohlwollend unterstützt. Aber als sie erfährt, dass er auch noch Vaterfreuden entgegensieht, stürzt sie das in tiefsten Liebeskummer.

Diese etwas andere Romantikkomödie spielt auf erfrischende Weise mit den gängigen Regeln des Genres und weiß so den Zuschauer immer wieder zu überraschen. Ein Glücksfall sind die beiden Hauptdarsteller Rashida Jones, die auch das Drehbuch mitverfasst hat, und Andy Samberg. Zwei Akteure, die ungemein sympathisch wirken. Zudem gibt es zahlreiche nette Gags, die auf das Verhalten und die Vorlieben der Generation der Anfang Dreißigjährigen ironisch anspielen. Und selbst Celestes Wandel von der coolen Karrierefrau zur unglücklich Eifersüchtigen ist glaubhaft von dem noch recht unbekannten Regisseur Lee Toland Krieger inszeniert.

Celeste & Jesse Beziehungsstatus: Es ist kompliziert!, Regie: Lee Toland Krieger, USA 2012, 92 Minuten, FSK: 0

Kategorien:Uncategorized
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