Startseite > Uncategorized > Kritik: The Crime

Kritik: The Crime

Fernseh-Nostalgiker werden diesen Film mögen. Vorbild für Nick Loves „The Crime“ ist die britische Krimiserie „The Sweeney“, die bei uns Anfang der achtziger Jahre vom ZDF unter dem Titel „Die Füchse“ gezeigt worden ist. Im Mittelpunkt steht der bärbeißige Polizist Jack Regan, der in London eine kleine mobile Einheit zur Bekämpfung von Gewaltverbrechen leitet und bei seinen Einsätzen kein Pardon kennt. Eine Figur, die ein wenig an den Duisburger Kommissar Schimanski, auch er ein Held der Achtziger, erinnert. Und heute nicht mehr so recht in die Zeit passt.

Hier wird Regan gleich zu Anfang mit einem brutalen Juwelenraub konfrontiert, bei dem scheinbar grundlos eine zufällig anwesende Frau erschossen wird. Der Verdacht fällt schnell auf den Berufsverbrecher Allen, der dann auch bald festgenommen wird. Nach einem äußerst hart geführten Verhör muss er jedoch wieder freigelassen werden. Ein Fehlschlag, durch den Regan und seine unkonventionellen Methoden endgültig ins Visier des internen Polizeiermittlers Ivan Lewis (Steven Mackintosh, bekannt aus der britischen TV-Serie „Luther“) geraten. Gleichzeitig führt die Spur des Raubmordes nun zu einer serbischen Gangstergruppe. Als diese dann eine Bank mitten in London überfällt und bei dem folgenden Polizeieinsatz Regan die Befehle seines Vorgesetzten Frank Haskins („Homeland“-Star Damian Lewis) missachtet, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu.

Sehenswert ist diese Geschichte vor allem wegen des „Regan“-Darstellers Ray Winstone („The Departed“). Ein richtiger Charakterkopf, der sich bisweilen aufführt wie ein angeschossener wilder Stier, der stets heftig flucht, seine Befehle herausschreit und notfalls einfach mit der Faust zuschlägt. Gleichwohl schaut man diesem Typen gerne zu, auch wenn man selbst ihm nicht in die Hände fallen möchte. Dennoch wirkt „The Crime“ bisweilen nur wie ein Pilotfilm einer neuen TV-Serie. Was unter anderem an der wenig originellen Handlung, dem offenen Ende und an dem mit 2,3 Millionen Euro für eine Kinoproduktion recht bescheidenen Etat liegt, der dann wohl auch für einige unfreiwillig komische Fehler verantwortlich ist.

The Crime, Regie: Nick Love, GB 2012, 112 Min., FSK: 16

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter: ,
  1. Du hast noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: