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Kritik: Broken City

Mark Wahlberg („Ted“) spielt meistens Typen wie aus einer Baumarkt-Werbung: Nette Kumpels, die wissen, wie man anpackt. Die sich nicht scheuen, mal die Hände schmutzig zu machen, dabei aber stets grundanständig bleiben. Und mit denen man nach getaner Arbeit dann gern ein Feierabend trinkt. Und wenn Wahlberg die Hauptrolle in einem Thriller übernimmt, dann ahnt man schon im Voraus, dass man in diesem Film Gut und Böse nicht verwechseln kann. Auch nicht in „Broken City“, wo selbst das angeblich kaputte („broken“) New York Wahlbergs Figur nicht verbiegen kann.

Der 42-Jährige spielt hier den ehemaligen Polizisten Billy Taggart, der vor Jahren nach einem blutigen Zwischenfall zwar von einem Gericht freigesprochen worden ist, dennoch deswegen seinen Job verloren hat und sich seitdem als Privatdetektiv mühsam durchschlägt. Eines Tages wird er von dem New Yorker Bürgermeister Nicholas Hostetler (Russell Crowe), der sich gerade im Wahlkampf befindet, engagiert. Er soll dessen Frau Cathleen (Catherine Zeta-Jones) überwachen und dabei ermitteln, mit wem sie eine Affäre hat. Taggart nimmt den Job sofort an, weil er sehr gut bezahlt ist und weil ihm der Bürgermeister bei seinem damaligen Verfahren vor einer Gefängnisstrafe geschützt hat.

Schnell findet Taggart heraus, dass die attraktive Cathleen ihren Mann mit einem gewissen Paul Andrews (Kyle Chandler) betrügt. Einen smarten Typen, der als Wahlkampfmanager für den Kontrahenten des Bürgermeisters arbeitet. Kurz nachdem er diese Information an seinen Auftraggeber weitergeleitet hat, wird Andrews nachts auf offener Straße ermordet. Und Taggart hat das ungute Gefühl, dass man ihn in Wirklichkeit nur benutzt hat für ein großangelegtes Intrigenspiel, bei dem es keineswegs um betrogene Liebe, sondern um sehr viel Geld geht.

Allen Hughes‘ erste Regiearbeit ohne seinen Zwillingsbruder Albert, mit dem er unter anderem das apokalyptische Spektakel „The Book of Eli“ gedreht hat, ist zwar ein grundsolider und gut bebilderter Politthriller. Dessen Spannung jedoch darunter leidet, dass er keine Zwischentöne zulässt. Zu eindeutig ist von Anfang an die Rollenverteilung. Auch Wahlbergs Taggart ist viel zu oberflächlich angelegt, um mit dieser Figur richtig mitzufiebern. Wesentlich interessant wirkt dagegen Crowe als intrigranter Schurke. Zudem gibt es in der Geschichte einige störende Ungereimtheiten, die den Spaß an diesem Film schon arg trüben.

Broken City, Regie: Allen Hughes, USA 2013, 109 Min., FSK: 12

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