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Kritik: Evil Dead

Wer immer schon wissen wollte, was man mit einer gewöhnlichen Nagelpistole oder einem handelsüblichen elektrischen Küchenmesser alles anstellen kann, für den ist „Evil Dead“ genau das Richtige. Vorausgesetzt man hat nichts gegen künstliches Kinoblut. Das fließt und spritzt in Fede Alvarez’ Film nämlich so übertrieben reichlich, dass man tatsächlich als hartgesottener Horrorfan einfach nur noch lachen kann. Und gegen Schluss des knapp 90-minütigen Streifens folgt dann auch noch die wohl blutigste Szene der jüngsten Kinogeschichte.

Obwohl das Gemetzel und die Splattereffekte eindeutig im Vordergrund stehen, gibt’s auch eine, wenn auch recht dürftige Story. Um ihrer Freundin Mia (Jane Levy) den kalten Drogenentzug zu erleichtern, verbringen ihre Freunde mit ihr ein paar Tage in einer abgeschiedenen Waldhütte. Zunächst verläuft alles so, wie geplant. Doch dann fällt ihnen ein unangenehmer Verwesungsgeruch auf, der offenbar aus dem Keller der Hütte kommt. Dort finden sie dann eine Reihe aufgehängter Katzen und ein mysteriöses Buch: das aus Menschenhaut gebundene „Necronomicon“. Dieses „Buch des Todes“ enthält zwar viele hingekritzelte Hinweise, die vor seiner Lektüre warnen. Doch einer der jungen Leute lässt sich dennoch nicht davon abhalten, ein paar Zeilen vorzulesen. Und erweckt dadurch gar fürchterlich dämonische Kräfte.

So weit, so teuflisch. Und wer möchte, für den spielen sich die dann folgenden schrecklichen Szenen in Wirklichkeit im Kopf der von einem höllischen Entzug gequälten Mia ab. Aber vor allem ist „Evil Dead“ ein wirklich gelungenes und in den USA sehr erfolgreiches Remake von Sami Raimis „Tanz der Teufel“. Von einer amerikanischen Amateurproduktion aus dem Jahre 1981, die mit ihren gezeigten Gewaltexzessen Genre-Maßstäbe setzte, die bewies, was mit Handkamera, Schminke, Knetmasse und ganz viel Ketchup alles möglich ist. Und deren ungeschnittene Version bis heute in Deutschland nicht gezeigt oder verkauft werden darf. Ein Verbot, das inzwischen dank illegaler Internet-Vertriebswege kaum noch Sinn macht. Und daher wohl dürfen sich jetzt erwachsene Zuschauer das ähnlich bluttriefende Remake im Kino auch ganz legal anschauen. Wohl bekomm’s!

Evil Dead, Regie: Fede Alvarez, USA 2013, 90 Min, FSK: 18

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