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Rosa Elefanten

Um die Killer-Krähen aus der List ist es ja in der letzten Zeit wieder verdächtig ruhig geworden. Dass diese Rabenvögel sich ausgerechnet diesen Stadtteil ausgesucht haben, um verrückt zu spielen, hat mich als Oststädter übrigens gar nicht gewundert. Wir dagegen haben rosa Elefanten, die mindestens einmal am Tag über die Bödekerstraße laufen. Das behauptet jedenfalls die ältere Frau, die dieses ungewöhnliche Schauspiel gern von der kleinen Holzbank aus vor dem Zeitschriftenladen bei uns um die Ecke beobachtet. Und da sie felsenfest davon überzeugt ist, wird da schon was dran sein.

Aber bei uns in der Oststadt gibt es natürlich nicht nur rosa Elefanten, sondern auch Krähen. Sie sind aber im Unterschied zu denen in der List richtig friedliche Gesellen und greifen daher auch keine Passanten an. Und der bei uns bekannteste Vertreter dieser Rabenvögel ist Rudi. Sein Revier sind die Kastanien vor der Dreifaltigkeitskirche und die Bäume an der Bödekerstraße, die der letzten Baumsanierung durch das städtische Grünflächenamt nicht zum Opfer gefallen sind.

Dort also residiert Rudi. Und hat dabei stets den schon erwähnten Zeitschriftenladen im Auge. Der Besitzer wirft ihm nämlich gern Hundeleckerlis zu, und besonders mag der Rudi die Kringel der Sorte Frolic. Zwei davon kann er gleichzeitig mit seinem Schnabel schnappen und abtransportieren. Was für eine Krähe gar nicht so leicht ist. Aber trotz solcher Kunststücke mögen nicht alle den Rudi. Die Frau von der Änderungsschneiderei beispielsweise ist nicht mehr gut auf ihn zu sprechen, seitdem er sich bei einem von ihr auf einer Leine gehängtem Fell zupfend bedient hat. Und auch die vorbeispazierenden Hunde lieben ihn vermutlich nicht, weil er ihn gern zugeworfene Leckerlis vor der Schnauze weg klaut.

Doch das sind ja alles Kinkerlitzchen im Vergleich zu den Terror-Krähen aus der List. Die sind mir aber gerade völlig egal, weil die Sonne scheint und ich ins Café um die Ecke gehe. Und vielleicht habe ich ja Glück und die rosa Elefanten auf der Bödekerstraße laufen vorbei. Das würde mich bei dem schönen Wetter gar nicht wundern.

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Kategorien:Uncategorized Schlagwörter:
  1. Juni 8, 2013 um 2:03 pm

    Wir haben in der Calenberger Neustadt nur brave Krähen
    und jede menge anderer Flieger. Denn auf dem Hof dicht
    am Königsworhter Platz füttern wir das ganze Jahr über
    und auch Wasser zum baden und trinken ist immer vorhanden.
    Nur das Eichhörnchen sucht jetzt vergeblich sein Futterhaus,
    aber es kommt oft zum trinken.
    Also auch eine richtig heile Großstadt Welt wie bei Euch an
    der Kirche mit den Glascontainern.

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