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Michael Peinkofer: Die Herrschaft der Orks

Eigentlich wollen die Ork-Brüder Balbok und Rammar nur ihre Ruhe haben. Vor Jahren, wenn nicht gar vor Jahrhunderten, haben sie sich auf eine abgelegene Insel zurückgezogen. Dort mit anderen Orks ein kleines Reich gegründet, das die zwei jetzt als Könige regieren. Sie pflegen nun ihre Leidenschaften: saufen, fressen und raufen. Und haben dabei, das wird den DFB bestimmt überraschen, sogar das Fußballspiel erfunden. – Alles ist also in allerbester Ork-Ordnung bis zu dem verhängnisvollen Tag, an dem urplötzlich auf der Insel ein Mensch mit einem Luftschiff landet. Dieser Mensch ist Dag, ein Erfinder und Krieger. Er berichtet den Brüdern, dass sie in der fernen Erdenwelt als Helden verehrt werden. Und dass die Menschen inzwischen mit den streitsüchtigen Zwergen im Krieg liegen.

So beginnt Michael Peinkofers neuer Roman „Die Herrschaft der Orks“, mit dem er – auf Wunsch vieler Leser – seine eigentlich abgeschlossene Trilogie um die Brüder Balbok und Rammar in einem weiteren Band weiterspinnt. Mit dieser kleinen Serie, die den aus den J. R. R. Tolkien-Romanen gut bekannten kriegerischen Unholden und Raufbolden ein menschlich knuffiges Antlitz verleiht, ist der Filmjournalist inzwischen zu einen der erfolgreichsten Fantasy-Autoren Deutschlands avanciert. Und bei soviel Erfolg wird auch sie natürlich fortgeführt in einer neuen Trilogie, deren erster Teil, „Die Könige“, im kommenden Herbst erscheint. Eine Leseprobe findet sich bereits am Ende des jetzt vorliegenden Romans.

Natürlich wird auch in „Die Herrschaft der Orks“ wieder eine aufregende Geschichte erzählt: Der schon erwähnte Dag überredet trickreich Balbok und Rammar ihn in die Welt der Menschen zu begleiten, um – wie die zwei allerdings erst später erfahren – seine Geliebte, eine leibhaftige Prinzessin, aus den Händen der listigen Zwerge zu befreien. Als Orks von echtem „Tod und Horn“ beschließen die Brüder, sich das alles einmal genauer anzuschauen. Und das hat dann wirklich überraschend schlimme Folgen. – Das Ende des Romans ist tatsächlich sehr ungewöhnlich, aber vom Autor so raffiniert konstruiert, dass es den Leser sofort neugierig auf weitere Abenteuer macht. Und obwohl die erzählte Geschichte nicht besonders originell ist, macht sie beim Lesen dennoch Spaß vor allem dank des recht unkonventionellen Verhaltens der beiden nassforschen Ork-Brüder.

Michael Peinkofer, Die Herrschaft der Orks, Piper, 528 Seiten, 16,99 Euro.

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