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Kritik: Die Unfassbaren – Now You See Me

Wer als Magier einen Zaubertrick verrät, begeht einen Tabubruch. Doch genau das geschieht nach etwa 30 Minuten in dem magischen Thriller „Die Unfassbaren – Now You See Me“ des französischen Hollywood-Exports und Actionspezialisten Louis Leterrier („The Transporter“, „Kampf der Titanen“). Zuvor lernt man aber erst einmal die vier zauberhaften Helden dieses Films kennen, der zu den großen Überraschungserfolgen des US-Kino-Sommers gehört: Atlas (Jesse Eisenberg), Henley (Isla Fisher), Merritt (Woody Harrelson) und Jack (Dave Franco), die schon seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich als professionelle Zauberer arbeiten.

Eines Tages wird ihnen eine auf einer Tarotkarte geschriebene Einladung zu einem mysteriösen Treffen zugespielt, wo sie dann eine noch geheimnisvollere Botschaft erhalten. Auch der Zuschauer weiß übrigens fast bis zum Schluss nicht, worum es darin genau geht. Jedenfalls tritt ein Jahr später das inzwischen formierte Magier-Quartett recht erfolgreich als „Die vier Reiter“ auf und lädt ein zu einer großen Show nach Las Vegas, auf der es einen noch nie dagewesenen Trick präsentiert. Vor den Augen des verblüfften Publikums schicken sie scheinbar einen zufällig ausgewählten Zuschauer in Windeseile ins ferne Paris, um eine Bank auszurauben. Und anschließend lassen sie das geraubte Geld in Las Vegas von der Decke regnen.

Dieser unglaubliche Auftritt macht die vier auf einen Schlag berühmt, hat aber natürlich für sie auch unangenehme Folgen. Da die Bank in Paris tatsächlich ausgeraubt worden ist, untersucht auch das FBI diesen Fall. Allen voran Agent Rhodes (Mark Ruffalo), der dabei unterstützt wird von seiner französischen Interpol-Kollegin Alma (Mélanie Laurent) und dem ehemaligen Magier Bradley (Morgan Freeman), dessen Spezialität das Entzaubern von Zaubertricks ist. Und der zutiefst illusionslose Illusionist Bradley kann schließlich auch den unfassbaren Trick der vier Reiter logisch erklären. Ob der dann auch in der Realität so möglich wäre, sei einmal dahin gestellt. Aber im magischen Universum Kino ist ja vieles möglich, nicht nur Lachsfischen im Jemen.

Doch unsere vier magischen Reiter planen mittlerweile schon ihren nächsten Coup in New Orleans, wo sie natürlich gewohnt trickreich auf großer Bühne den reichen Unternehmer Tressler (Michael Caine) hereinlegen wollen. Und so entspinnt sich alsbald ein rasant inszeniertes Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Zauberern und dem FBI, bei dem aber ganz offensichtlich ein großer Unbekannter im Hintergrund die Strippen zieht.

Die Auflösung der Geschichte ist dann zwar etwas enttäuschend. Aber alles andere ist für den Zuschauer einfach ein toller Spaß, bei dem das Kino mal wieder beweist, dass es selbst ganz groß ist im Erzeugen von Illusionen. So sind die Tricks der Magier bombastisch inszeniert. Es gibt überraschende Wendungen, die den Zuschauer erstaunen. Viele falsche Fährten, auf die er gelockt wird. Effektvolle Actionsequenzen. Und gut aufgelegte Darsteller. Das Einzige, was in diesem Film ein wenig zu kurz kommt, ist die Psychologie der Figuren, über die man gern mehr wissen möchte. Aber dafür ist in diesem Finessen und Finten reichen Film wohl einfach kein Platz mehr gewesen.

Die Unfassbaren – Now You See Me, Regie: Louis Leterrier, USA 2013, 115 Min., FSK: 12

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