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Kritik: R.I.P.D.

Besser gut kopiert als schlecht erfunden – nach diesem Erfolgsrezept funktionieren viele Hollywood-Streifen. Auch die Actionkomödie „R.I.P.D.“, die Filmen wie „Ghostbuster“ und vor allem „Men in Black“ sehr stark nachempfunden ist. Und die dennoch einer der großen finanziellen Flops des Kinojahres zu werden droht, da sie bisher gerade einmal ein Viertel ihrer Produktionskosten von 130 Millionen Dollar eingespielt hat. Inszeniert hat den Film der deutsche Regisseur Robert Schwentke, der seit seinem Erfolg mit „Flightplan“ (2005) regelmäßig in den USA arbeitet und dem hier bekannte Stars zur Verfügung standen wie Ryan Reynolds, Jeff Bridges oder Kevin Bacon.

Erzählt wird vom Bostoner Polizisten Nick (Reynolds), der eines Tages bei einem Einsatz von seinem korrupten Kollegen Bobby (Bacon) hinterhältig erschossen wird. Und kurz nach seinem Tod weder in der Hölle noch im Himmel landet, sondern in einer Art Zwischenreich. Dort arbeitet in einem strahlend hellen Büro die Beamtin Proctor (Mary-Louise Parker), deren Aufgabe es ist für das „Rest in Peace Departement“ (R.I.P.D.) ehemalige, weil tote Cops zu rekrutieren. Sie sollen dann Jagd machen auf sogenannte Deados, den bösen Geistern von verstorbenen Schurken. Nick lässt sich auf diesen ungewöhnlichen Job ein und bekommt als Partner Roy (Bridges), einen Sheriff aus dem 19. Jahrhundert. Schon bald stoßen die zwei bei ihren explosiven Einsätzen auf die Spur eines Verbrechens, das auch mit Nicks gewaltsamen Tod zu tun hat. Und auf eine Verschwörung, die direkt in die Apokalypse führen würde.

Die Geschichte klingt vielleicht ein bisschen verzwickt, ist aber im Grunde nichts anderes als „Men in Black“ mit Gespenstern. Wobei diese wie ziemlich eklige Monster-Matschköpfe ausschauen, die bei ihrem endgültigen Ableben staubend zerplatzen. Aber lustig ist selbst das nicht. Und überhaupt fehlen dem Film zündende Gags, witzige Dialoge und originelle Figuren. Sogar die vermutlich sehr teuren Spezialeffekte wirken ziemlich angestaubt. Und auch der ewige „Dude“, Jeff Bridges, kann den missratenen Film nicht retten.

R.I.P.D., Regie: Robert Schwentke, USA 2013, 96 Min., FSK 12

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