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Archive for August 2013

Nein, diese Hunde

August 20, 2013 1 Kommentar
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Beethoven

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Tolle TV-Show

August 18, 2013 1 Kommentar
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Kino: Camille – Verliebt nochmal!

Alles noch einmal auf Anfang stellen. Und dann entscheidende Fehler im Leben nachträglich korrigieren, davon träumen Menschen bisweilen gern. Vor allem wenn sie gerade mitten in einer tiefen Lebenskrise stecken. Und diese ungewöhnliche Chance erhält in „Camille – Verliebt nochmal!“ die Titelheldin. Eine Frau Anfang 40, die als Gelegenheitsschauspielerin jobbt, eine erwachsene Tochter hat und gerade von ihrem Mann (Samir Guesmi) nach 25-jähriger Ehe verlassen wird. Als sie auch noch von ihm aus ihrer gemeinsamen Wohnung geworfen wird, trinkt sie noch mehr als sonst schon üblich und bricht abends auf einer Party betrunken zusammen.

Doch dieser tragische Beginn verwandelt sich in dem Film der Französin Noémie Lvovsky, die auch das Drehbuch geschrieben hat und die Hauptrolle spielt, plötzlich in ein Kinomärchen, wie es ganz ähnlich 1986 Francis Ford Coppola mit „Peggy Sue hat geheiratet“ schon einmal erzählt hat. Unsere Camille wacht nämlich nach ihrem Zusammenbruch am nächsten Morgen auf in einem Krankenhaus: als 16-jähriges Mädchen, dem die Welt noch offen steht. Plötzlich lebt es wieder bei ihren Eltern, muss morgens zur Schule und hat erste kleine Affären.

Doch da die junge Frau immer noch das Bewusstsein (und für den Kinozuschauer auch das Aussehen) der 40-jährigen Camille hat, versucht sie nun alles anders, alles besser zu machen. Vor allem in der Beziehung zu ihrem späteren Mann, den sie jetzt als Schülerin erneut kennen lernt. Und dem sie anfangs verzweifelt versucht, aus dem Weg zu gehen, um bloß nicht wieder die gleichen Fehler zu begehen. Doch so einfach, das zeigt dieser in Frankreich vom Publikum und der Kritik gefeierte Film auf sentimental komödiantische Weise, lässt sich die Vergangenheit nicht korrigieren. Die Wege der Menschen sind gleichsam vorgezeichnet. Und daher ist es wohl das Beste, man lernt, mit seinem Schicksal bewusst umzugehen. Das klingt ein wenig resignativ, liefert hier aber auch dank der hervorragenden Schauspieler beste und durchaus überraschend optimistische Kinounterhaltung.

Camille – Verliebt nochmal!, Regie: Noémie Lvovsky, Frankreich 2012, 115 Min., FSK: 0

Tatort – Geburtstagskind

Endlich gibt es am Sonntagabend wieder frisches Blut und keins aus der Konserve. Nach fast zweimonatiger Sommerpause eröffnet wie bereits im Vorjahr ein Schweizer Fall die neue „Tatort“-Saison. Und viel hat sich in Luzern, dem mittlerweile bewährten Schauplatz des eidgenössischen Serien-Beitrags, nicht verändert. Noch immer sind die beiden Ermittler, Reto Flückinger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Meyer), das Beste am Schweizer Tatort. Zwei Kommissare, die auf ihre ganz spezielle Art durchweg sympathisch wirken. Wobei besonders Ritschard zunehmend an Profil und Gewicht gewinnt. So lässt sie in einer witzigen Szene ihren gewohnt brummig agierenden Kollegen einfach wortlos stehen, weil der sie wieder einmal nicht in sein Vorgehen eingeweiht hat. Und er endlich kapieren soll, dass sie mehr ist als seine „einfache“ Assistentin. Doch leider müssen die zwei sich auch in dem Film „Geburtstagskind“ erneut mit einem eher unterdurchschnittlichen „Tatort“-Fall herumschlagen.

Dabei geht’s eigentlich um eine höchst emotionale Geschichte. Ein 14-jähriges Mädchen wird an ihrem Geburtstag erschlagen im Wald aufgefunden. Vergewaltigt wurde sie nicht. Aber, das findet der Gerichtsmediziner heraus, sie war im dritten Monat schwanger. Gelebt hat die Kleine mit ihrer jüngeren Schwester bei ihrer Mutter (Sarah Spale) und ihrem Stiefvater (Oliver Bürgin). Beide, das ergibt die Befragung der Eltern, wussten oder ahnten nichts von der Schwangerschaft ihrer Tochter, die äußerst streng von ihrem Stiefvater erzogen wurde. Er ist nämlich der Vorsteher einer christlichen Sekte, der vor Jahren – und da ist er besonders stolz drauf – die damals drogenabhängige Mutter mit ihren Töchtern von der Straße geholt hat, um ihnen ein mehr als behütetes Familienleben zu bieten.

Mit Sekten und Sektierern, bei denen der Glaube zum religiösen Wahn wird, hat wohl nicht nur der knurrige Kommissar Flückinger seine Probleme. Er findet diese Zeitgenossen zutiefst zuwider, ihr Verhalten bigott und verlogen. Und genauso verhält sich der Stiefvater des ermordeten Kindes, der das Klischee eines religiösen Eiferers daher voll erfüllt. Allein das macht ihn dann natürlich bei „Tatort“ geübten Zuschauern sofort zum Hauptverdächtigen. Aber es gibt natürlich auch noch andere zwielichtige Figuren, denen man die Tat durchaus zutraut. Allen voran der leibliche Vater (Marcus Signer) der Toten, ein ehemaliger Junkie und Herumtreiber, dem der Umgang mit seinen Kindern gerichtlich verboten worden ist, der sich am Abend des Mordes heftig mit dem Stiefvater gestritten hat und der richtig böse in die Kamera schauen kann. Und dann ist da noch ein junger Mann, der sich so seltsam verhält und anfangs so auffällig durch den Film schleicht, dass er einfach ins Visier der Ermittler im Film und vor dem Bildschirm geraten muss.

Genau das ist die große Schwäche dieses „Tatorts“ den Tobias Ineichen inszeniert hat. Die Figuren sind schablonenhaft gezeichnet. Es wird kein Klischee ausgelassen und man macht es dem Zuschauer durch eine simple Schwarzweiß-Malerei viel zu einfach. Der Film bietet also in 90 Minuten wirklich keine einzige Überraschung oder überraschende Wendung. Und die finale Auflösung des Falls ist dann nur noch die langweiligste Nebensache der Welt. Außerdem hat man beim Zuschauen das Gefühl, dass man solch eine Geschichte schon einfach viel zu oft in der „Tatort“-Reihe gesehen hat. Und solch ein Fernseh-Mord von der Stange lässt einen dann doch ziemlich kalt. Kurzum: Nach diesem Auftakt kann es eigentlich nur noch besser werden.

ARD, 18.08.2013, 20:15 Uhr 
Eins Festival, 18.08.2013, 21:45 Uhr / Eins Festival, 18.08.2013, 23:45 Uhr
ARD, 20.08.2013, 00:45 Uhr

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Volker Hagedorn

August 15, 2013 2 Kommentare

Die Hannoversche Allgemeine (HAZ) hat kürzlich Hagedorns beliebte Kolumne eingespart, jetzt gibt es sie auf seiner Netzseite.

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Yoga für Hunde

August 15, 2013 1 Kommentar
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Breaking Bad

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Eine Wahlempfehlung

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Kritik: 42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende

Filme, in denen Baseball eine wichtige Rolle spielt, haben es bei uns an der Kinokasse schwer. Selbst wenn sie prominent mit Stars besetzt sind wie Kevin Costner („Feld der Träume“), Tom Hanks („Eine Klasse für sich“) oder Brad Pitt („Moneyball“). Zu typisch amerikanisch ist diese Sportart und zu unverständlich ist für uns ihr Regelwerk. Dennoch lohnt sich ein Besuch von Brian Helgelands „42“. Er ist nicht nur der erfolgreichste Baseballfilm aller Zeiten, sondern er liefert einen interessanten Einblick in die US-Nachkriegsgeschichte. Und zeigt dabei ganz nebenbei, wie lang und steinig der Weg gewesen ist bis zum ersten schwarzen US-Präsidenten. Was jedoch die Zuschauernerven arg strapaziert, ist die pathetische Musiksoße, die über viele Szenen gegossen wird. Eine offenbar unheilbare Hollywood-Krankheit!

Erzählt wird von Jackie Robinson (eine Entdeckung: Chadwick Boseman), dem ersten afroamerikanischen Spieler der obersten US-Baseball-Liga. Robinson, der im Krieg als Soldat gekämpft hat, wird 1947 überraschend vom Chef der Brooklyn Dodgers, Branch Rickey (Harrison Ford), engagiert. Und nach einem Test in einer unteren Mannschaft bestreitet er im April des Jahres sein erstes Spiel in der Profiliga – mit der Rückennummer 42. Sein Auftritt, sein Engagement sind ein unglaublicher Tabubruch im angeblich „weißen“ Baseball, den Branch Rickey allerdings gern in Kauf nimmt. Mit schwarzen Spieler möchte der brummige starrköpfige Alte die Popularität des Spiels noch steigern. Ihm gehe es, sagt er, nicht um Schwarz oder Weiß, sondern um grüne Dollarscheine. Und außerdem, das erfährt man jedoch erst gegen Ende des Films, hat Rickey auch noch einen privaten Grund für seine mehr als mutige Entscheidung.

Der Film zeigt nun die ersten sportlichen Erfolge von Jackie Robinson, aber vor allem beschreibt er in meist irritierenden idyllisch reinen Bildern die auch aus heutiger Sicht noch erschreckend wirkenden dreckigen Reaktionen auf diesen farbigen Spieler. Dem es zunehmend schwer fällt, nicht mit körperlicher Gewalt auf die rassistischen Beschimpfungen und Kränkungen zu reagieren. Und als ihn dann auch noch ein gegnerischer Trainer während eines Spiels mit wahren Hasstiraden bombardiert, scheint Jackie dem Druck nicht mehr auszuhalten.

42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende, Regie: Brian Helgeland, USA 2013, 128 Min. FSK: 0

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