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TV-Kritik: The Following

Für dünnhäutige Zuschauer ist „The Following“ wirklich nicht geeignet. Die in den USA sehr erfolgreiche 15-teilige Serie, die RTL in den kommenden Wochen jeweils am späteren Dienstagabend ausstrahlt, bietet härteste Thriller-Kost, die in ihrer Brutalität bisweilen an Jack Bauers endloses Terroristenepos „24“ erinnert. Und im Mittelpunkt steht – man möchte fast sagen: natürlich – das Duell zweier Männer, die sich in ihrer Unerbittlichkeit kaum unterscheiden: der ehemalige FBI-Agent Ryan Hardy (Kevin Bacon) und der Serienkiller Joe Carroll (James Purefoy).

Carroll ist Literaturprofessor mit dem Spezialgebiet „Edgar Allan Poe“, der in einer Todeszelle auf seine Hinrichtung wartet. Er hat 14 Frauen bestialisch ermordet, dabei seinen Opfern die Augen herausgeschnitten, weil er diese – ganz nach seinem Vorbild Poe – als Fenster zur Seele betrachtet. Als ihm dann die Flucht aus dem Gefängnis gelingt, wendet sich das FBI an seinen ehemaligen Mitarbeiter Hardy, der Carroll vor neun Jahren verhaftet hat. Leider ist dieser nur noch ein Schatten seiner selbst. Nach einer schweren Verletzung trägt er einen Herzschrittmacher, ist dem Alkohol verfallen und dadurch körperlich in einer richtig miesen Verfassung. Dennoch ist diese ambivalente Figur nach anfänglichem Zögern bereit, sich auf die Suche nach dem Killer einzulassen.

Bei den Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass Carroll im Gefängnis ein philosophisch verbrämtes Netzwerk von Serienkillern aufgebaut hat. Von Leuten, die ihn bedingungslos bei einem akribisch geplanten Rachefeldzug folgen. Oberstes Ziel seiner Rache ist – auch aus ganz persönlichen Gründen – sein Gegenspiel Hardy. Und der sich entwickelnde gnadenlose Zweikampf sorgt dann für absolute Höchstspannung, nicht zuletzt dank der darstellerischen Leistung des Hollywoodstars Bacon und des britischen Charakterdarstellers Purefoy. Zudem gibt es in jeder Folge wenigstens eine völlig überraschende Wendung. Und nervenaufreibende Cliffhanger sorgen dafür, dass man den Fortgang des grausamen Spiels bis zum bitteren Ende einfach weiterverfolgen muss.

RTL, dienstags 22.15 Uhr (ab 17.09.)

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