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Archive for September 2013

Wahlaufruf für die SPD

September 16, 2013 2 Kommentare
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TV-Kritik: The Following

Für dünnhäutige Zuschauer ist „The Following“ wirklich nicht geeignet. Die in den USA sehr erfolgreiche 15-teilige Serie, die RTL in den kommenden Wochen jeweils am späteren Dienstagabend ausstrahlt, bietet härteste Thriller-Kost, die in ihrer Brutalität bisweilen an Jack Bauers endloses Terroristenepos „24“ erinnert. Und im Mittelpunkt steht – man möchte fast sagen: natürlich – das Duell zweier Männer, die sich in ihrer Unerbittlichkeit kaum unterscheiden: der ehemalige FBI-Agent Ryan Hardy (Kevin Bacon) und der Serienkiller Joe Carroll (James Purefoy).

Carroll ist Literaturprofessor mit dem Spezialgebiet „Edgar Allan Poe“, der in einer Todeszelle auf seine Hinrichtung wartet. Er hat 14 Frauen bestialisch ermordet, dabei seinen Opfern die Augen herausgeschnitten, weil er diese – ganz nach seinem Vorbild Poe – als Fenster zur Seele betrachtet. Als ihm dann die Flucht aus dem Gefängnis gelingt, wendet sich das FBI an seinen ehemaligen Mitarbeiter Hardy, der Carroll vor neun Jahren verhaftet hat. Leider ist dieser nur noch ein Schatten seiner selbst. Nach einer schweren Verletzung trägt er einen Herzschrittmacher, ist dem Alkohol verfallen und dadurch körperlich in einer richtig miesen Verfassung. Dennoch ist diese ambivalente Figur nach anfänglichem Zögern bereit, sich auf die Suche nach dem Killer einzulassen.

Bei den Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass Carroll im Gefängnis ein philosophisch verbrämtes Netzwerk von Serienkillern aufgebaut hat. Von Leuten, die ihn bedingungslos bei einem akribisch geplanten Rachefeldzug folgen. Oberstes Ziel seiner Rache ist – auch aus ganz persönlichen Gründen – sein Gegenspiel Hardy. Und der sich entwickelnde gnadenlose Zweikampf sorgt dann für absolute Höchstspannung, nicht zuletzt dank der darstellerischen Leistung des Hollywoodstars Bacon und des britischen Charakterdarstellers Purefoy. Zudem gibt es in jeder Folge wenigstens eine völlig überraschende Wendung. Und nervenaufreibende Cliffhanger sorgen dafür, dass man den Fortgang des grausamen Spiels bis zum bitteren Ende einfach weiterverfolgen muss.

RTL, dienstags 22.15 Uhr (ab 17.09.)

Nein, diese Hunde

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Kritik: R.E.D. 2

September 12, 2013 2 Kommentare

Wer die vermeintlich besten Jahre langsam hinter sich hat, der kann jetzt im Kino neue Kraft tanken. In Dean Parisots „R.E.D. 2“ agieren zahlreiche ältere Stars, als ob sie noch einmal 20 wären. Sie schießen wild um sich, prügeln sich, leisten sich atemberaubende Verfolgungsjagden, klopfen flotte Sprüche und retten ganz nebenbei auch noch die Welt. Und das Schöne ist, man spürt beim Zuschauen, dass den in Hollywood-Ehren ergrauten Akteuren dieser Film richtig Freude gemacht hat. Im Mittelpunkt steht wie schon in Teil eins der frühverrentete Agent Frank Moses (Bruce Willis), der inzwischen seine Krankenkassensachbearbeiterin Sarah (Mary-Louise Parker) geheiratet hat. Mit ihr will er nun endlich seinen verdienten Ruhestand genießen. Doch da hat er die Rechnung ohne seinen alten Kumpel Marvin (herrlich verrückt: John Malkovich) gemacht, der eines Tages plötzlich auftaucht, ihn von einer internationalen Verschwörung warnt. Und dann explodieren auch schon die ersten Autos.

Notgedrungen schließt sich Frank dem ziemlich paranoiden Marvin an, auch die abenteuerlustige Sarah ist mit von der explosiven Partie. Und das Trio versucht auf eigene Faust die Hintermänner der drohenden Verschwörung aufzuspüren. Ihre Reise geht quer über die Kontinente, und verfolgt werden die drei von den schlimmsten Halunken dieser Welt. Die Spur führt schließlich nach Moskau, wo der irre Wissenschaftler Bailey (Anthony Hopkins) eine hochgefährliche Bombe versteckt hat. Und auch der böse Iran hat seine Hände irgendwie mit in diesem teuflischen Spiel.

Das jedoch sollte man auf keinen Fall zu ernst nehmen, genau wie die ziemlich wirre und unlogische Geschichte. Im Vordergrund stehen eindeutig die Akteure, ihre witzigen Dialoge und aberwitzigen Aktionen. Wobei besonders neben Malkovich und Willis Helen Mirren als schießwütige britische Killerqueen hervorzuheben ist, die aber noch Zeit findet, den frisch verheirateten Frank mit weisen Beziehungstipps zu versorgen. Und natürlich ist „R.E.D. 2“ kein James Bond oder Jason Bourne, sondern einfach nur ein herrlicher Spaß für ältere Schauspieler und für ältere Zuschauer.

R.E.D. 2, Regie: Dean Parisot, USA 2013, 116 Min., FSK 16

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Was für ein Mann!

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NSA-Spion-Schutzbund

September 9, 2013 1 Kommentar
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Wahlaufruf für die FDP

September 9, 2013 1 Kommentar
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Tatort – Gegen den Kopf

September 7, 2013 1 Kommentar

Selbst die Berliner Kommissare sind über die Brutalität der Tat schockiert. Aber nur kurz. Danach machen sie einfach nur ihren Job, und der Zuschauer kann dem Ermittlerteam um Till Ritter (Dominic Raacke) und Felix Stark (Boris Aljinovic) dabei 90 Minuten lang über die Schultern schauen. Zeit für große Emotionen bleibt den beiden nicht, auch für Weltschmerz ist kein Platz. Privates bleibt völlig außen vor. Und selbst das früher so nervige Macho-Gehabe Ritters einem erspart. Stattdessen steht im Mittelpunkt des „Tatorts – Gegen den Kopf“ die akribische Ermittlungsarbeit, die in schnell geschnittenen und dokumentarisch wirkenden Bildern gezeigt wird. Und dadurch entsteht das deprimierende, gleichwohl sehenswerte Protokoll eines irrsinnig sinnlosen Verbrechens.

Der Fall, um den es hier geht, erinnert stark an den Tod von Dominik Brunner 2009 in der Münchner U-Bahn. Und den von Johnny K. in Berlin, der die Öffentlichkeit nicht nur in der Hauptstadt zutiefst schockierte. Tatort im Film ist eine Berliner U-Bahn, morgens kurz nach vier. Ein älterer Mann wird von zwei offenbar angetrunkenen Jugendlichen (Jannik Schümann, Edin Hasanovic) angepöbelt. Sie klauen schließlich seine Gehhilfe und fordern von ihm 30 Euro. Die anderen Fahrgäste des Zuges schauen ängstlich weg, keiner tut etwas. Bis schließlich dann doch ein Fahrgast aufsteht und mutig eingreift. „Ich hab ein Auge auf euch“, sagt er zu den Jugendlichen, nachdem er den Vorfall energisch beendet hat, und fotografiert sie mit seinem Smartphone, bevor er an der nächsten Station aussteigt.

Und dann nimmt das Verhängnis seinen tödlichen Verlauf. Die beiden jungen Leute verfolgen den couragierten Mann. Es kommt zwischen ihnen zu einem erregten Wortwechsel, dann folgen Schläge und brutale Fußtritte gegen den inzwischen Wehrlosen. All das sieht oder erahnt auch der Zuschauer, bloß wer von den beiden Jugendlichen für die letztlich tödlichen Tritte verantwortlich ist, das bleibt im Film im Dunkeln. Und ist dann auch das Hauptproblem der polizeilichen Ermittler. Zwar können die beiden Täter relativ schnell ermittelt werden, bloß in ihren Aussagen schieben sie dem jeweils anderen die Hauptschuld zu.

Dennoch sorgt nicht nur dies für Spannung, sondern vor allem die Ermittlungsarbeit der Polizei. Da gibt es natürlich die übliche Zeugenbefragung, die Auswertung von gleich mehreren Überwachungskameras und vor allem die Analyse von aufgezeichneten Handydaten, die im Film so detailliert gezeigt wird, dass wohl mancher Zuschauer sich überlegen wird, ob er sein Mobiltelefon immer eingeschaltet lässt. Die Auflösung des Verbrechens liefert dann ausgerechnet ein richtig altmodisches Indiz. Und an wohlfeilen Erklärungen, die nach einer solch brutalen Tat stets fast reflexartig von selbsternannten oder tatsächlichen Experten in den Medien geliefert werden, versucht sich dieser Ausnahme-„Tatort“ erst gar nicht.

So spielen die Ursache und Hintergründe des gezeigten Verbrechens in dem Film nur dann eine Rolle, wenn sie für die Ermittlungen auch relevant sind. Und entsprechend knapp und präzise sind die Dialoge der beiden Kommissare, die sich lieber auf ihren eh schon ernüchternden Job konzentrieren. Dass dann doch einmal eine Phrase „(Zu meiner Zeit hat man aufgehört, wenn ein Mensch am Boden lag.“) gedroschen wird, tut zwar kurz weh, trübt aber nicht den hohen Unterhaltungswert dieses ungewöhnlichen von Stephan Wagner inszenierten Fernsehkrimis.

ARD, 08.09.2013, 20:15 Uhr 
Eins Festival, 08.09.2013, 21:45 Uhr / Eins Festival, 08.09.2013, 23:45 Uhr

Katzenwäsche

September 5, 2013 1 Kommentar
Kategorien:Uncategorized

Da lacht der Japaner

Kategorien:Uncategorized
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